Bachelorarbeit, 2019
55 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Entwicklung des Anti-Doping-Gesetz
2.1 Entstehungsgeschichte des Anti-Doping-Gesetz
2.2 Das Zweisäulenmodell des Sportrechts
2.2.1 Wechselwirkung der lex sportiva und der lex extra sportiva
2.2.2 Unterschiede in der Beweislast und der Strafbarkeit
2.3 Zweck- und Schutzfunktion des Gesetzes gegen Doping im Sport (AntiDopG)
2.3.1 Bekämpfung von Dopingmitteln und Dopingmethoden
2.3.2 Schutz der Gesundheit
2.3.3 Sicherung der Fairness und Chancengleichheit bei Sportwettbewerben
2.3.4 Integrität des Sports
2.4 Ökonomische- und politische Dimension
2.5 Zwischenfazit
3. Anwendung des Anti-Doping-Gesetz
3.1 Schwerpunktstaatsanwaltschaft zur Verfolgung von Dopingstraftaten
3.2 Polizeiliche Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts zum Anti-Doping-Gesetz
3.3 Rechtsprechung vom Bundesgerichtshof vom 05.12.2017 – 4 StR 389/17
3.4 Zwischenfazit
4. Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung sowie die praktische Anwendung des Anti-Doping-Gesetzes (AntiDopG) in Deutschland. Ziel ist es, auf Basis einer Literaturrecherche aufzuzeigen, wie das Gesetz den Schutz der Integrität des Sports gewährleisten soll und welche Herausforderungen sich bei der strafrechtlichen Verfolgung in der Praxis ergeben.
2.2.1 Wechselwirkung der lex sportiva und der lex extra sportiva
Obwohl die zwei Säulen des Sportrechts unterschiedlich strukturiert sind, stehen diese nicht wirkungslos nebeneinander. Erst in der Kombination der beiden Säulen wird das Sportrecht gebildet. Ein Beispiel dafür ist, dass die Vereins- und/oder Vereinigungsfreiheit durch Art. 9 Abs. 1 GG gewährleistet ist. Dies bedeutet, dass Vereinigungen des Gesetzes wegen des Rechts eingeräumt werden, sich selbst bilden und strukturieren zu dürfen. Demnach dürfen Vereine eigene Satzungen entwerfen, nach denen sie handeln. Anzumerken ist jedoch, dass Sportvereinigungen in Deutschland sich nach wie vor den staatlichen Normen unterwerfen müssen. Nolte (2018, S.8) beschreibt in diesem Zusammenhang, dass „[…] der nationale Sport [k]ein Staat im Staate außerhalb staatlicher Rechtsordnungen [ist].“. Ergänzend und ähnlich formuliert erwähnt Chrobok (2017), dass das zwingend staatliche Recht nicht durch private Rechtsnormen beeinflusst werden darf. Dies lässt sich auch Art. 9 Abs. 2 GG entnehmen, wonach Vereinigungen, welche sich gegen Strafgesetzte, die verfassungsmäßige Ordnung oder den Gedanken der Völkerverständigung richten, verboten sind. Somit wird unter dieser Betrachtung deutlich, dass die lex sportiva der lex extra sportiva auf staatlicher Ebene eingebettet ist.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des Anti-Doping-Gesetzes ein, erläutert die Forschungsfrage und umreißt den methodischen Aufbau der Arbeit.
2. Entwicklung des Anti-Doping-Gesetz: Dieses Kapitel beschreibt die historische Entstehung des Gesetzes, erläutert das theoretische Modell des Sportrechts und definiert die Zweck- und Schutzfunktionen des AntiDopG inklusive der ökonomisch-politischen Rahmenbedingungen.
3. Anwendung des Anti-Doping-Gesetz: Hier liegt der Fokus auf der praktischen Umsetzung des Gesetzes durch spezialisierte Staatsanwaltschaften, der polizeilichen Statistik sowie der juristischen Aufarbeitung anhand eines konkreten BGH-Beschlusses.
4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung reflektiert die Ergebnisse der Arbeit, identifiziert offene Fragestellungen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Evaluation des Gesetzes.
Anti-Doping-Gesetz, AntiDopG, Sportrecht, lex sportiva, lex extra sportiva, Doping, Strafverfolgung, Schwerpunktstaatsanwaltschaft, Integrität des Sports, Beweislast, Selbstdoping, NADA, Polizeiliche Kriminalstatistik, PKS.
Die Arbeit behandelt die Entstehung und die praktische Anwendung des 2015 in Deutschland eingeführten Anti-Doping-Gesetzes (AntiDopG).
Die Arbeit analysiert die theoretischen Grundlagen des Sportrechts, die Gesetzgebungsgeschichte, die Schutzfunktionen des Gesetzes sowie die Herausforderungen bei der praktischen Anwendung durch staatliche Ermittlungsbehörden.
Das primäre Ziel ist es, dem Leser Einblicke in die Entstehung des AntiDopG zu geben und zu prüfen, wie und unter welchen Voraussetzungen das Gesetz in Deutschland in der Praxis angewendet wird.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, der Analyse von Gesetzesentwürfen, statistischen Daten und einer Untersuchung relevanter Rechtsprechung.
Der Hauptteil gliedert sich in zwei Bereiche: Zuerst wird die Entwicklung des AntiDopG und das theoretische Zweisäulenmodell des Sportrechts dargestellt. Danach folgt die Analyse der praktischen Anwendung durch Schwerpunktstaatsanwaltschaften, polizeiliche Statistiken und die Auswertung eines BGH-Beschlusses.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Anti-Doping-Gesetz, lex sportiva, lex extra sportiva, Schwerpunktstaatsanwaltschaft, Integrität des Sports und Selbstdoping.
Die lex sportiva umfasst das durch Sportverbände selbst gesetzte Recht, während die lex extra sportiva das staatliche Recht darstellt, das in das Sportgeschehen eingreift, um beispielsweise Integrität und Gesundheit zu schützen.
Die NADA fungiert als primäre Anzeigestelle. Da die Ermittlungsbehörden oft auf einen konkreten Anfangsverdacht angewiesen sind, spielen die durch die NADA gelieferten Dopingproben und Hinweise eine entscheidende Rolle für die Einleitung von Verfahren.
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