Diplomarbeit, 2001
71 Seiten, Note: 3,3
1 Einleitung
2 Institutionelle Rahmenbedingungen auf dem europäischen Gasmarkt
2.1 EU-Richtlinie zum Energiebinnenmarkt bei Erdgas
2.2 Synoptischer Vergleich der Umsetzung in den EU Mitgliedstaaten
2.2.1 Gesetze und Ausführungsbestimmungen in den Mitgliedsstaaten
2.2.1.1 Erfolgte gesetzliche Regelungen
2.2.1.2 Noch zu erlassende gesetzliche Regelungen
2.2.1.2.1 Belgien
2.2.1.2.2 Spanien
2.2.1.2.3 Italien
2.2.1.2.4 Frankreich
2.2.1.3 Resümee der gesetzlichen Regelungen
2.2.2 Umsetzung der Kernpunkte der Richtlinie
2.2.2.1 Marktöffnung
2.2.2.2 Netzzugang
2.2.2.3 Gemeinwirtschaftliche Verpflichtungen
2.2.2.4 Unbundling
2.2.2.5 Reziprozität
2.2.2.6 Resümee der Umsetzung der Kernpunkte
3 Unternehmensstrategien der Main Player
3.1 Deutschland
3.2 Frankreich
3.3 Italien
3.4 Spanien
3.5 Grossbritanien
3.6 Belgien
3.7 Niederlande
4 Vergleich und Bewertung
4.1 Unternehmenskultur und Schwachstellenanalyse
4.2 Unternehmensziele und strategische Neuausrichtung
4.3 Stärkere Kundenorientierung und Kundennähe
4.4 Kundenportfolio und Kundenfokussierung
4.5 Dienstleistungen und Service
4.6 Kooperation und Fusion
4.7 Investition und Finanzierung
4.8 Beispiele der Umsetzungsversuche
4.8.1 Ruhrgas
4.8.2 Gas Natural
5 Zusammenfassung
Die vorliegende Diplomarbeit analysiert die Auswirkungen der Liberalisierung des europäischen Erdgasmarktes auf die dominierenden Unternehmen ("Main Player") in sieben ausgewählten EU-Mitgliedstaaten, untersucht deren strategische Neuausrichtung und bewertet die institutionellen Rahmenbedingungen sowie die Performance der jeweiligen Akteure.
4.2 Unternehmensziele und strategische Neuausrichtung
Wegen der Liberalisierung und der neuen Wettbewerbsformen bedürfen die bisherigen Unternehmensziele und -strategien einer kritischen Überprüfung und gegebenenfalls einer Neuformulierung. Besonderes Augenmerk ist der strategischen Neuausrichtung und künftigen Positionierung im Markt zu schenken. Hierbei geht es um Grundsatzentscheidungen, wie den Ausbau von Kernkompetenzen, die Verbesserung von Risikostruktur und Ertragspotentialen mittels stärkerer Diversifikation (z.B. in die Telekommunikation), die Etablierung des Unternehmens als Dienstleistungsanbieter, Kostenführer, Allesanbieter oder Spezialist sowie Entscheidungen im Zusammenhang mit möglichen horizontalen und vertikalen Kooperationen.
In vielen Unternehmen fehlt jedoch noch das hierzu erforderliche Know-how für den neuen Wettbewerb, z.B. für den künftigen Handel von Energieträgern an Börsen.
Erforderlich ist zudem ein grundsätzliches Überdenken der bisherigen Führungsstrukturen und -instrumente. Der Personalbereich und damit auch das Personalmanagement bedürfen in der Regel einer völligen Neuausrichtung.
Die Einführung von Zielvereinbarungen, Erfolgsbeteiligungen oder anderer Anreizsysteme kann sich positiv auf die Motivation der Beschäftigten und damit auf den Unternehmenserfolg auswirken.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die grundlegenden Veränderungen im europäischen Erdgasmarkt durch die Liberalisierung und die damit verbundenen Herausforderungen für die Versorgungsunternehmen.
2 Institutionelle Rahmenbedingungen auf dem europäischen Gasmarkt: Dieses Kapitel erläutert die EU-Richtlinie zum Energiebinnenmarkt und vergleicht detailliert den Stand der Umsetzung in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten.
3 Unternehmensstrategien der Main Player: Hier werden die dominierenden Erdgasunternehmen in sieben Ländern analysiert und deren spezifische Marktpositionierung sowie Unternehmensstrategien dargelegt.
4 Vergleich und Bewertung: In diesem Teil erfolgt ein Performancevergleich der untersuchten Unternehmen, ergänzt um eine kritische Auseinandersetzung mit notwendigen Reform- und Anpassungsstrategien im Wettbewerb.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert die Unumkehrbarkeit des Liberalisierungstrends und gibt einen Ausblick auf die zukünftigen Entwicklungen im europäischen Gasmarkt.
Erdgasmarkt, Liberalisierung, EU-Gasrichtlinie, Main Player, Unternehmensstrategie, Netzzugang, Wettbewerb, Energieversorgungsunternehmen, Marktöffnung, Performancevergleich, Gasversorger, Privatisierung, Energiebinnenmarkt, Take-or-Pay Verträge, Energiewirtschaft
Die Arbeit behandelt die Liberalisierung des europäischen Erdgasmarktes und deren Auswirkungen auf die führenden Gasunternehmen sowie deren strategische Reaktion auf den Wandel vom Monopol zum Wettbewerbsmarkt.
Die zentralen Themen sind der ordnungspolitische Rahmen durch die EU, die nationale Umsetzung in den Mitgliedstaaten und die unternehmensspezifischen Strategien (z.B. Internationalisierung, Diversifikation).
Das Ziel ist es, die Positionierung dominanter Erdgasunternehmen im Zuge der Marktöffnung zu durchleuchten und den Anpassungsbedarf in Bereichen wie Strategie, Organisation und Unternehmenskultur aufzuzeigen.
Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, basierend auf Unternehmensdaten, Geschäftsberichten und Institutionenvergleichen, sowie die Anwendung von Konzepten wie denen von Michael E. Porter auf den Energiesektor.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Aufarbeitung der institutionellen Rahmenbedingungen (EU-Richtlinien) und eine umfassende Darstellung der Unternehmensstrategien der führenden Player in sieben Ländern (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien, Belgien, Niederlande).
Kernbegriffe sind insbesondere Marktöffnung, Liberalisierung, Erdgasmarkt, Wettbewerbsstrategien sowie die institutionelle Regulierung.
Die Arbeit erkennt Take-or-Pay-Verträge als Risiko- und Mengenabsicherung an, weist jedoch darauf hin, dass sie in der Übergangsphase den fairen Wettbewerb und den Netzzugang Dritter de facto behindern können.
Der Autor erwartet, dass neue Marktteilnehmer (New Player) als Katalysatoren wirken, die traditionelle Strukturen aufbrechen und durch intensiven Preiswettbewerb die Transformation zu einem voll funktionsfähigen Markt erzwingen werden.
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