Bachelorarbeit, 2021
50 Seiten, Note: 1
EINLEITUNG
1. MIGRATION
1.1 Begriffsdefinition
1.2 Ursachen und Formen der Migration
1.2.1 Aus- und Übersiedlung
1.2.2 Arbeitsmigration
1.2.3 Flucht
1.3 Menschen mit Migrationshintergrund – Wer ist ein/e Migrant*in?
1.4 Auswirkungen der Migration auf Schulen: Folgen der Multikulturalität in Schulen
2. PÄDAGOGISCHE THEORIEN
2.1 Ausländerpädagogik
2.2 Interkulturelle Pädagogik
2.2.1 Von der interkulturellen Pädagogik zur Migrationspädagogik
3. MIGRATIONSPÄDAGOGIK
3.1 Das Konzept der Migrationspädagogik
3.2 Differenzkonstruktionen
3.2.1 Der Migrationsandere
3.2.2 Der/die natio-ethno-kulturelle Andere
4. RASSISMUS
4.1 Definition
4.2 Institutioneller Rassismus/Diskriminierung
4.3 Institutionelle Diskriminierung und Rassismus im Kontext Schule
5. MIGRATIONSPÄDAGOGIK IM KONTEXT SCHULISCHER PRAXIS
5.1 Heterogenität in Schulen
5.2 Rassismuskritische Bildung
5.3 Pädagogische Professionalität
5.4 Pädagogische Maßnahmen in der Praxis
6. FAZIT
7. AUSBLICK
Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch-reflexiv mit der Migrationspädagogik und insbesondere der rassismuskritischen Pädagogik auseinander. Ziel ist es zu untersuchen, ob die Institution Schule ein Ort des rassismuskritischen Denkens ist und wie ein solcher Unterricht in der Praxis umsetzbar sein kann.
4.1 Definition
Nach Stuart Hall zeigt sich Rassismus durch Markierungen von Unterschieden, wodurch eine Abgrenzung gegenüber anderen Personen stattfindet. Durch diese Markierungen wird bestimmten Personen einer Gruppe der Zugang zu materiellen und symbolischen Ressourcen verwehrt, wodurch sich die ausgrenzende Gruppe einen privilegierten Zugang sichert. Dabei werden die Gruppen aufgrund willkürlich gewählter Kriterien gebildet, wie zum Beispiel Herkunft und Hautfarbe (vgl. Rommelspacher 2009, S. 25f.).
„Rassismus ist ein Ausdruck, der einen komplexen Zusammenhang sehr unterschiedlicher Phänomene der bewussten und unbewussten, individuellen und institutionalisierten, gewalttätigen und symbolischen Erzeugung und Privilegierung des Eigenen und Erzeugung und Deprivilegierung des Anderen leistet“ (Mecheril 2006, S. 467).
Wie anhand des Zitates deutlich wird, bezeichnet Mecheril Rassismus als ein System der Differenzierung und der Ungleichheit, denn seiner Ansicht nach, stellt Rassismus sozusagen eine symbolische Ordnung dar, die das Miteinander der Menschen regelt (vgl. Mecheril 2006, S. 467).
1. MIGRATION: Einführung in die Migrationsgeschichte und die verschiedenen Migrationsformen wie Arbeitsmigration und Flucht sowie deren Auswirkungen auf die Schule.
2. PÄDAGOGISCHE THEORIEN: Darstellung der Entwicklung von der Ausländerpädagogik hin zu interkulturellen Ansätzen und dem Übergang zur Migrationspädagogik.
3. MIGRATIONSPÄDAGOGIK: Erläuterung des Konzepts der Migrationspädagogik mit Fokus auf Differenzkonstruktionen und die Analyse von Zugehörigkeitsordnungen.
4. RASSISMUS: Definition von Rassismus als System der Differenzierung sowie die Analyse von institutionellem Rassismus im Kontext Schule.
5. MIGRATIONSPÄDAGOGIK IM KONTEXT SCHULISCHER PRAXIS: Diskussion über rassismuskritische Bildung, pädagogische Professionalität anhand des EPIK-Konzepts und konkrete Handlungsmaßnahmen.
6. FAZIT: Zusammenfassende Betrachtung der theoretischen Erkenntnisse und der Herausforderungen für die schulische Praxis.
7. AUSBLICK: Reflexion über die Frage nach der Umsetzbarkeit rassismuskritischen Unterrichts und die Notwendigkeit kritischen Denkens in der Pädagogik.
Migrationspädagogik, Rassismuskritische Bildung, Institutioneller Rassismus, Differenzkonstruktionen, Schule, Pädagogische Professionalität, Interkulturelle Pädagogik, Diskriminierung, Heterogenität, Migrationsgesellschaft, Bildungsgerechtigkeit, Reflexion, Ausländerpädagogik, Machtverhältnisse, Schulpraxis.
Die Arbeit untersucht die Rolle der Schule in der Migrationsgesellschaft unter dem Blickwinkel der Migrationspädagogik, mit besonderem Fokus auf die Umsetzung von rassismuskritischem Unterricht.
Die zentralen Felder sind Migrationsprozesse, pädagogische Theoriebildung, institutioneller Rassismus, Differenzkonstruktionen und die Förderung pädagogischer Professionalität.
Das Ziel ist die kritisch-reflexive Auseinandersetzung mit der Frage, inwieweit die Schule einen Ort rassismuskritischen Denkens darstellt und wie rassismuskritische Ansätze in die Praxis umgesetzt werden können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Aufarbeitung erziehungswissenschaftlicher Konzepte zur Migrations- und Rassismuskritik.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Einführung in Migration, die Analyse migrationsspezifischer pädagogischer Ansätze, die Definition von Rassismus sowie die Anwendung auf das schulische Handlungsfeld.
Die Arbeit wird maßgeblich durch die Begriffe Migrationspädagogik, rassismuskritische Bildung, institutioneller Rassismus und pädagogische Professionalität definiert.
Das EPIK-Domänen-Konzept wird genutzt, um die notwendige pädagogische Professionalität von Lehrkräften in einer komplexen, von Migration geprägten Schullandschaft systematisch abzubilden.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass trotz eines theoretischen Perspektivenwechsels in der Pädagogik die Institution Schule weiterhin rassistische Strukturen und defizitorientierte Denkmuster reproduzieren kann.
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