Bachelorarbeit, 2021
79 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die Relevanz von Lern-Apps
2.1 Die Relevanz des Lesenlernens
2.2 Lesemotivation und Leseanimation
2.3 Das Mehrebenenmodell nach Rosebrock und Nix
2.3.1 Die Prozessebene
2.3.2 Die Subjektebene
2.3.3 Die Soziale Ebene
3 Vorstellung der (Lern-)Apps
3.1 Die Moodle-App
3.2 Die Anton-App
3.3 Unterschiede der Apps Moodle und Anton
4 Lehrplanumsetzung – etablierte Unterrichtsmethoden und Potenziale der Apps
4.1 Kurze Arbeitsaufträge und Anleitungen erlesen und danach handeln
4.2 Altersgemäße Kinderbücher lesen und über Leseerfahrungen sprechen
4.3 Kurze, unterschiedliche Texte lesen und Fragen beantworten
4.4 Einfache Texte gestalten
4.5 Interessenbezogene Bücher und andere Medien auswählen
5 Lehrpraxisbezug – Eindrücke über die Lern-Apps im Homeschooling
5.1 Auswertung der Erhebung
6 Die Diskussion über den Einsatz der Apps
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Möglichkeiten der Lern-Apps Moodle und Anton zur Unterstützung des Leselernens im Homeschooling während der Corona-Pandemie. Basierend auf dem Lehrplan für die Schuleingangsphase und dem theoretischen Mehrebenenmodell von Rosebrock und Nix wird analysiert, inwiefern diese digitalen Werkzeuge zur Vermittlung von Lesekompetenz beitragen können.
2 Die Relevanz von Lern-Apps
Zunächst ist klarzustellen, dass die komplexen Lern- und Sozialformen eines interaktiven Präsenzunterricht im Fach Deutsch weder durch die später aufgezeigten Apps Moodle und Anton ersetzt werden können noch durch sie ersetzt werden sollen. Doch ist es zu heutiger Zeit und insbesondere unter der Berücksichtigung der besonderen Situation der Corona-Pandemie unverzichtbar, den Unterricht mit Möglichkeiten digitaler Medien und Lernplattformen zu unterstützen. Die Medienkompetenz, die Schüler in diesem Zuge entwickeln und die sie selbstverständlich für die Verwendung von Apps im Homeschooling benötigen, ist im Lehrplan zudem schon ab der Schuleingangsphase vorgesehen. So ist es dringend an der Zeit, dass die Relevanz der Medienkompetenz im Unterricht von Schulbeginn an berücksichtigt wird. Widerspruchslos fordert nahezu jeder Beruf der modernen Gesellschaft, die nicht umsonst als Mediengesellschaft bezeichnet wird, die Kompetenz, selbstgesteuert, selbstreflektiert und verantwortungsvoll mit Medien umzugehen. Neben den Berufen betrifft der Umgang mit Medien nahezu alle Lebensbereiche und ist längst nicht mehr wegzudenken. Auf den Punkt bringen Tulodziecki und Grafe diese Perspektive mit folgender Formulierung:
„Den lebensweltlichen Ausgangspunkt für medienpädagogische Überlegungen bildet die Medienlandschaft, in der Presse und Buch, Hörfunk und Tonträger, Film und Fernsehen, Computer und Internet den Heranwachsenden ein weit gefächertes Programm für Informationen und Kommunikation, für Unterhaltung und Spiel, für Bildung und Beratung bieten.“
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die pandemiebedingte Ausnahmesituation an Schulen ein und definiert das Forschungsziel, die Potenziale der Apps Moodle und Anton für den Kompetenzbereich Lesen zu untersuchen.
2 Die Relevanz von Lern-Apps: Hier werden die theoretischen Grundlagen des Leselernens, der Lesemotivation sowie das Mehrebenenmodell nach Rosebrock und Nix erläutert, um den Rahmen für den Einsatz digitaler Medien zu bilden.
3 Vorstellung der (Lern-)Apps: Dieses Kapitel bietet einen Einblick in die Funktionsweise und Systemstruktur von Moodle und Anton und arbeitet die wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Plattformen heraus.
4 Lehrplanumsetzung – etablierte Unterrichtsmethoden und Potenziale der Apps: Es wird analysiert, wie spezifische Kompetenzbereiche des Lehrplans für die Schuleingangsphase methodisch durch die genannten Apps unterstützt werden können.
5 Lehrpraxisbezug – Eindrücke über die Lern-Apps im Homeschooling: Dieses Kapitel wertet die Ergebnisse einer standardisierten Befragung von Lehrkräften und OGS-Mitarbeitern hinsichtlich des Einsatzes der Apps aus.
6 Die Diskussion über den Einsatz der Apps: Es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit den Umfrageergebnissen, wobei technologische Hürden und pädagogische Voraussetzungen abgewogen werden.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage nach der Eignung der Apps für den Deutschunterricht im Kompetenzbereich Lesen.
Homeschooling, Leselernen, Moodle, Anton, Medienkompetenz, Lesemotivation, Schuleingangsphase, Mehrebenenmodell, digitale Medien, Lehrplan, Lesekompetenz, Unterrichtsmethoden, Lern-Apps, Distanzunterricht, Leseanimation.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der Lern-Apps Moodle und Anton zur Förderung der Lesekompetenz im Homeschooling innerhalb der Schuleingangsphase.
Die Schwerpunkte liegen auf der pädagogischen Relevanz von Medienkompetenz, der didaktischen Strukturierung des Leselernens nach dem Mehrebenenmodell und der praktischen Evaluation digitaler Lernplattformen.
Das primäre Ziel ist es, zu untersuchen, welche Potenziale die Apps Moodle und Anton für den Deutschunterricht im Bereich „Lesen – Mit Texten und Medien umgehen“ im Homeschooling bieten und wie diese mit dem Lehrplan vereinbar sind.
Neben einer intensiven Literaturarbeit zur Theorie des Leselernens führt die Autorin eine empirische Erhebung mittels eines standardisierten Fragebogens bei Lehrkräften durch.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der App-Systeme, deren Abgleich mit spezifischen Lehrplanvorgaben für das Fach Deutsch sowie die Auswertung und Diskussion der gewonnenen Daten aus der Lehrerbefragung.
Besonders prägend sind Begriffe wie Homeschooling, Lesekompetenz, Moodle, Anton, Medienkompetenz und Schuleingangsphase.
Moodle ist ein komplexeres Lernmanagement-System, das dem Administrator weitreichende Möglichkeiten zur individuellen Kursgestaltung bietet, während Anton ein fertiges, inhaltlich begrenztes Repertoire an Lernaufgaben bereitstellt.
Die soziale Ebene ist entscheidend, da der Austausch über das Gelesene – etwa in Moodle-Foren – das Leseverständnis vertieft und soziale Interaktion im digitalen Distanzunterricht erst ermöglicht.
Die Arbeit identifiziert insbesondere den Mangel an geeigneten Endgeräten, unzureichende Internetverbindungen sowie die Notwendigkeit einer intensiven Einarbeitung und Begleitung durch Lehrkräfte als zentrale Hürden.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass digitale Lern-Apps den interaktiven Präsenzunterricht nicht ersetzen können, sondern als ergänzende, bereichernde Instrumente unter spezifischen Bedingungen sinnvoll eingesetzt werden können.
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