Bachelorarbeit, 2021
52 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Die Relevanz von Kinderarmut
3. Armut
3.1 Definition Armut
3.2 Definition Kinderarmut
3.3 Kinderarmut in Deutschland
3.3.1 Kinderarmut als relative Einkommensarmut
3.3.2 Kinderarmut als Bezug von sozialstaatlichen Grundsicherungsleistungen
3.3.3 Armut in der modernen Gesellschaft
4. Ursachen & Einflussfaktoren von Kinderarmut
4.1 Risikogruppen
5. Folgen & Auswirkungen von Kinderarmut
5.1 Lebenslagen armer Kinder
5.1.1 Wohnen
5.1.2 Soziale Integration & Beziehungen zu Gleichaltrigen
5.1.3 Bildung
5.1.4 Freizeitaktivitäten
5.1.5 Gesundheitsverhalten
6. Zusammenhang von Bildung und Armut
6.1 Folgen der Armut für die Schulbildung
6.2 Bildungsarmut
7. Soziale Ungleichheiten in der schulischen Bildung
7.1 Schichtspezifische Ungleichheiten
7.2 Ursachen soziale Ungleichheiten im schulischen Bereich
7.3 Der Beitrag des Schulsystems zur Erhaltung von Armut
8. Schulische Handlungsperspektiven für den Abbau sozialer Ungleichheiten
8.1 Ganztagsschule
8.2 Frühe Selektionsprozesse
8.3 Möglichkeiten Lehrkräfte
8.4 Zusammenarbeit Schule und Jugendhilfe
9. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das gesellschaftliche Problem der Kinderarmut in Deutschland mit einem spezifischen Fokus auf deren Ursachen, Auswirkungen sowie Möglichkeiten zur Minderung von Bildungsungleichheit innerhalb des deutschen Schulsystems. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, ob arme Kinder über gleiche Bildungschancen verfügen und welche Rolle das Bildungswesen bei der Herstellung von Chancengleichheit einnimmt.
5.1.1 Wohnen
Ein zentrales Indiz für den Mangel an materiellen Ressourcen schlägt sich meist in den Wohnverhältnissen aus. Es handelt sich meist um beengte bzw. überbelegte Wohnverhältnisse oder ein belastetes Wohnumfeld als zentrales Merkmal der Lebenslage. Arme Kinder verfügen deutlich seltener über ein eigenes Kinderzimmer im Gegensatz zu ihren nicht in Armut lebenden AltersgenossInnen (vgl. ebd., S.45). Nach AWO-ISS Studienergebnissen aus dem Jahr 2000, leben rund 44% der armen Kinder in beengten Wohnverhältnissen. So hat auch am Ende der Grundschulzeit nicht einmal die Hälfte dieser Kinder ein eigenes Zimmer (vgl. ebd., S.46).
Die Wohnräume dienen eigentlich für unterschiedliche Funktionen, wie zum Beispiel als Lern-,Spiel- oder Rückzugsort, für Schulkinder als (Arbeits-)Platz für Hausaufgaben und das Spielen mit Gleichaltrigen. Unter Armutsbedingungen sind diese Funktionen jedoch eingeschränkt. Das Fehlen eines eigenen Kinderzimmers als auch die beengten Wohnräume haben eingeschränkte soziale Kontakte zur Folge. Freunde können aus Scham oder aufgrund von Platzmangel nicht eingeladen werden und auch Kindergeburtstage werden nicht gefeiert (vgl. ebd.). Auch die Nachbereitung von Schulaufgaben können angesichts fehlendes Internetzugangs oder fehlendem Schreibtisch nicht durchgeführt werden. Dies erhöht die Gefahr, dass Kinder aufgrund mangelnder Unterrichtsvorbereitung schon früh den Anschluss an die wesentlichen Lerninhalte verlieren und weitere Schulprobleme resultieren.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Kinderarmut ein und formuliert das Ziel sowie die Forschungsfragen der Arbeit im Kontext des deutschen Bildungssystems.
2. Die Relevanz von Kinderarmut: Dieses Kapitel erläutert die gesellschaftliche und wissenschaftliche Bedeutung des Themas Kinderarmut und gibt einen Überblick über die aktuelle Situation in Deutschland.
3. Armut: Hier werden grundlegende Definitionen von Armut und Kinderarmut dargelegt, wobei insbesondere auf relative Armut und Grundsicherungsleistungen eingegangen wird.
4. Ursachen & Einflussfaktoren von Kinderarmut: Dieses Kapitel beleuchtet strukturelle und nicht-strukturelle Faktoren sowie spezifische Risikogruppen, die zur Entstehung von Kinderarmut beitragen.
5. Folgen & Auswirkungen von Kinderarmut: Der Fokus liegt hier auf den vielschichtigen Folgen der Armut für verschiedene Lebensbereiche wie Wohnen, soziale Integration, Bildung, Freizeit und Gesundheit.
6. Zusammenhang von Bildung und Armut: Es wird analysiert, wie Armut die schulische Laufbahn und Bildungschancen negativ beeinflusst und was unter dem Begriff Bildungsarmut zu verstehen ist.
7. Soziale Ungleichheiten in der schulischen Bildung: Dieses Kapitel untersucht die Ursachen sozialer Ungleichheiten im Bildungssystem und diskutiert, wie die Schule zur Reproduktion von Armut beiträgt.
8. Schulische Handlungsperspektiven für den Abbau sozialer Ungleichheiten: Hier werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie durch Ganztagsschulen, Selektionsanpassungen und Kooperationen mit der Jugendhilfe die Chancengleichheit verbessert werden kann.
9. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, das Bildungswesen so umzugestalten, dass es soziale Ungleichheiten nicht weiter reproduziert.
Kinderarmut, Bildungsungleichheit, Soziale Herkunft, Deutschland, Chancengleichheit, Armutsrisiko, Schulerfolg, Bildungssystem, Bildungsarmut, Ganztagsschule, Selektionsprozesse, Armutsprävention, Soziale Integration, Lebenslagen, Schulalltag
Die Arbeit thematisiert das Problem der Kinderarmut in Deutschland und untersucht deren vielfältige Ursachen, die Auswirkungen auf die Lebenswelt von Kindern sowie die damit verbundene soziale Bildungsungleichheit im Schulsystem.
Zu den zentralen Themen gehören die Definition von Armut, die Identifikation von Risikogruppen, die Folgen für das Wohlbefinden und die Bildung von Kindern sowie die Rolle der Schule bei der Reproduktion oder dem Abbau sozialer Ungleichheiten.
Das Ziel ist es, zu ergründen, ob arme Kinder gleiche Bildungschancen haben, welche Rolle die Schule bei der Herstellung von Chancengleichheit spielt und welche schulischen Handlungsoptionen zur Minderung von Ungleichheit existieren.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse aktueller Studien, Berichte (wie PISA, IGLU, Armuts- und Reichtumsberichte) und wissenschaftlicher Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Armutsproblematik, eine Analyse der Folgen für die kindliche Entwicklung und Bildung, die Untersuchung der Mechanismen schulischer Ungleichheit sowie die Darstellung schulischer Handlungsperspektiven.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kinderarmut, Bildungsungleichheit, soziale Herkunft, Chancengleichheit, Selektionsprozesse und Schulerfolg charakterisiert.
Sie erklären, wie soziale Herkunft den Bildungserfolg beeinflusst: primär durch Leistungsunterschiede aufgrund der familiären Sozialisation und sekundär durch ungleiche Bildungsentscheidungen bei vergleichbaren Leistungen.
Die Ganztagsschule wird als zentraler Ort zur Kompensation fehlender familiärer Ressourcen angesehen, an dem durch professionelle Förderung und Betreuung die Bildungs- und Entwicklungschancen benachteiligter Kinder verbessert werden können.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

