Masterarbeit, 2020
109 Seiten, Note: 1,2
1. Einleitung
1.1 Verschwendung in der Forschung & Entwicklung
1.2 Definition eines Kennzahlensystems zur Regulierung der Verschwendung
1.3 Stand der Forschung
1.4 Struktureller Ablauf
2. Regulierung der Verschwendung in Forschung und Entwicklung
2.1 Forschung und Entwicklung
2.1.1 Definition
2.1.2 Prozess und Abgrenzung zur Gewinnung neuen Wissens
2.1.3 Das Forschungs- und Entwicklungsmanagement
2.1.3.1 Das Zielsystem der Forschung und Entwicklung
2.1.3.2 Strategisches Management – Aufgaben und Ziele
2.1.3.3 Operative Projekte managen – Aufgaben und Ziele
2.1.4 Risikokategorien
2.2 Einordnung von Kennzahlensystemen
2.2.1 Controlling
2.2.1.1 Aufgaben des Controlling und Besonderheiten in der Forschung und Entwicklung
2.2.1.2 Lenken – Ein Spezialgebiet des Controlling
2.2.2 Kennzahlen
2.2.2.1 Allgemeiner Hintergrund
2.2.2.2 Unterteilung
2.2.3 Die Einordnung des Kennzahlensystems
2.2.3.1 Die Beschreibung eines Systems
2.2.3.2 Performance Measurement
2.2.3.3 Kennzahlensysteme
2.3 Die Verschwendung und das Konzept des Lean-Development
2.3.1 Lean-Management und Lean-Thinking
2.3.2 Die Definition von Verschwendung
2.3.3 Lean-Development
2.3.3.1 Die Abgrenzung zur Definition
2.3.3.2 Gestaltungsprinzipien - Werkzeuge - Methodiken
2.3.3.3 Verschwendung im Lean-Development
3. Systematische Erarbeitung eines Kennzahlensystems
3.1 Methodisches Vorgehen
3.2 Anforderungsanalyse allgemein
3.3 Grobentwurf
3.4 Detailentwurf
3.4.1 Anforderungen an die Detektion von Verschwendungen
3.4.2 Ausarbeitung der Kennzahlen
3.4.3 Das Zusammenspiel des Systems
3.5 Implementierungsempfehlungen
3.5.1 Verteilung von Verantwortungen
3.5.2 Einführung der Kennzahlen und Datenerhebung
3.5.3 Vorgehen zur Zielsetzung
3.5.4 Die Zusammenführung als System
3.6 Regulierung
4. Bewertung der Anforderungserfüllung
5. Fazit
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Implikation der Untersuchungsergebnisse für die Praxis
Die Masterarbeit hat zum Ziel, ein Kennzahlensystem für die Abteilung Forschung und Entwicklung (FuE) zu konzipieren, das im Rahmen des Lean-Development-Konzepts dazu dient, Verschwendungen zu identifizieren und zu regulieren. Die Forschungsfrage untersucht dabei, ob es möglich ist, mittels gezielter Kennzahlen in der Praxis Verschwendung zu erkennen und systematisch zu reduzieren, um so die Effektivität und Effizienz der FuE-Prozesse zu steigern.
1.1 Verschwendung in der Forschung & Entwicklung
Die Differenzierung vom Wettbewerb durch andere Produkte ist ein Kernmerkmal eines erfolgreichen Unternehmens. Die Erforschung und Entwicklung dieser Produkte unterliegt in den meisten Unternehmen der Abteilung Forschung und Entwicklung (FuE) unter Vorgabe einer strategischen Ausrichtung des Unternehmens oder Konzerns zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit. Es werden im Produktentstehungszyklus bereits 80-90 Prozent der Gesamtkosten eines Produktes über den gesamten Marktzyklus festgelegt, daher ist die Erhöhung der Ausgaben in dieser Abteilung wenig verwunderlich. Allein in Deutschland sind die Ausgaben für FuE in den 20 Jahren ab 1997 in Abhängigkeit vom BIP um fast 50 Prozent gestiegen. Weltweit sind zwischen 2000 und 2012 in den wirtschaftlich stärksten Ländern die Ausgaben für FuE stärker gestiegen als das BIP bei gleichzeitigem Anstieg des BIP.
Die Erhöhung der Ausgaben scheint sinnvoll, da eine Abhängigkeit der Ausgaben in dieser Abteilung zu der Umsatzrendite, zumindest in einem ausgewählten Rahmen nachgewiesen ist. Andere Quellen hingegen belegen, dass dies nicht das einzige Kriterium ist. Eine schlanke Entwicklung kann bei einem geringeren Anteil an FuE-Kosten am Umsatz zusätzlich zu einer höheren Ausbeute führen. Besonders veränderte Rahmenbedingungen machen die Erhöhung nötig, solang die prozentuale Ausbeute in Abhängigkeit vom Umsatz nicht steigt. Zu diesen Rahmenbedingungen gehört die stetige Verkürzung von Produktlebenszyklen und das dadurch nötige Beschleunigen der Produktentwicklung. Ebenso die Internationalisierung, die einerseits durch Erhöhung des Druckes auf Länder und Unternehmen durch die Verlagerung von FuE-Leistungen in das Ausland, andererseits durch die Erhöhung der Kompetenz durch internationale Zusammenarbeit wirkt. Nicht mit der Zeit gewachsen, sondern schon immer bekannt ist, dass die FuE ein großer Risikoträger in einem Unternehmen ist.
1. Einleitung: Dieses Kapitel steckt den Rahmen der Arbeit ab, beschreibt die Relevanz von FuE in Unternehmen und führt in die Thematik der Verschwendungsregulierung mittels Kennzahlen ein.
2. Regulierung der Verschwendung in Forschung und Entwicklung: Hier werden theoretische Grundlagen zu FuE, Controlling, Kennzahlensystemen und dem Lean-Development-Konzept analysiert, um den Status quo und Anforderungen für die Arbeit abzuleiten.
3. Systematische Erarbeitung eines Kennzahlensystems: Dieses Kapitel bildet den Kernteil, in dem das Kennzahlensystem systematisch entworfen, Anforderungen definiert, Kennzahlen ausgearbeitet und Empfehlungen zur Implementierung gegeben werden.
4. Bewertung der Anforderungserfüllung: Hier erfolgt eine kritische Überprüfung des entwickelten Systems hinsichtlich der zuvor aufgestellten Anforderungen und eine Bewertung der methodischen Vorgehensweise.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, reflektiert die Forschungshypothese und gibt Implikationen für die praktische Anwendung sowie Ausblicke auf weiteren Forschungsbedarf.
Forschung und Entwicklung, FuE, Kennzahlensystem, Lean-Development, Verschwendung, Muda, Lean-Management, Controlling, Prozessoptimierung, Performance Measurement, Effektivität, Effizienz, Produktentstehungsprozess, Key Performance Indicators, Wertschöpfung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Definition und Entwicklung eines Kennzahlensystems, das speziell auf die Abteilung Forschung und Entwicklung (FuE) zugeschnitten ist, um dort vorhandene Verschwendungen systematisch zu identifizieren und zu regulieren.
Zentrale Themen sind das FuE-Management, das Controlling in der Forschung, die Prinzipien des Lean-Development sowie die Erarbeitung und Implementierung von Kennzahlen zur Prozesssteuerung.
Das primäre Ziel ist es, ein anwendungsgerechtes Kennzahlensystem auf Basis von Lean-Development-Konzepten aufzustellen. Die Forschungsfrage prüft, ob es in der Praxis möglich ist, Verschwendung durch Kennzahlen erfolgreich zu identifizieren und zu regulieren.
Die Arbeit folgt einem deduktiven Ansatz. Basierend auf einer umfassenden Literaturrecherche zum aktuellen Stand der Forschung wird ein modellgestütztes Konzept entwickelt, welches anschließend systematisch nach den Kriterien des Systems Engineering erarbeitet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der FuE-Regulierung, die detaillierte Systematisierung der Kennzahlen (einschließlich 24 konkreter Kennzahlen) und spezifische Empfehlungen zur Implementierung, etwa durch die Verteilung von Verantwortlichkeiten mittels RACI-Charts.
Wichtige Begriffe sind FuE, Lean-Development, Kennzahlensystem, Verschwendung, Controlling, Effizienzsteigerung und Performance Measurement.
Lean-Development dient als theoretischer Rahmen, um Verschwendung (Muda) zu definieren. Es ermöglicht die Übertragung von Lean-Prinzipien auf die FuE, um wertschöpfende von nicht-wertschöpfenden Tätigkeiten abzugrenzen.
Das System unterscheidet zwischen diagnostischen Kennzahlen, die vom operativen Personal gesteuert werden, und interaktiven Kennzahlen, die vom Management überwacht werden, um eine ganzheitliche Regulierung zu gewährleisten.
Risiken in der FuE werden als Erfolgsfaktoren verstanden. Das System integriert Risikokategorien (wie Kosten-, Zeit- oder technisches Risiko), um diese durch das Kennzahlensystem kontrollierbar zu machen und so die Planbarkeit zu erhöhen.
Das System bietet eine methodische Struktur, um Ineffizienzen transparent zu machen. Es ermöglicht eine bessere Steuerung der FuE-Projekte und zielt darauf ab, durch weniger Input (Verschwendung) einen gleichen oder höheren Output zu erzielen.
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