Bachelorarbeit, 2020
45 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Konfliktmodell
2.2 Generationenbegriff
2.3 Kleine und mittlere Unternehmen
3 Beurteilungskonflikt
3.1 Definition Beurteilungskonflikt
3.2 Intergenerative Beurteilungskonflikte
3.3 Konfliktfördernde Bedingungen für Beurteilungskonflikte in KMUs
4 Bewertungskonflikt
4.1 Definition Bewertungskonflikt
4.2 Intergenerative Bewertungskonflikte
4.3 Konfliktfördernde Bedingungen für Bewertungskonflikte in KMUs
5 Verteilungskonflikt
5.1 Definition Verteilungskonflikt
5.2 Intergenerative Verteilungskonflikte
5.3 Konfliktfördernde Bedingungen für Verteilungskonflikte in KMUs
6 Beziehungskonflikt
6.1 Definition Beziehungskonflikt
6.2 Intergenerative Beziehungskonflikte
6.3 Konfliktfördernde Bedingungen für Beziehungskonflikte in KMUs
7 Kritische Reflexion der Ergebnisse
8 Relevanz für die Praxis
Diese Arbeit untersucht die Entstehung und das Potenzial von intergenerativen Konflikten in kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) auf Basis des Konfliktmodells nach Rüttinger und Sauer, um Defizite im Personalmanagement aufzuzeigen und ein Verständnis für die Konfliktdynamiken zwischen verschiedenen Generationen zu schaffen.
3.1 Definition Beurteilungskonflikt
In diesem sowie in den darauffolgenden Kapiteln werden jeweils die nach Rüttinger und Sauer beschriebenen Konfliktarten erklärt, spezifische intergenerative Konflikte erläutert und konfliktfördernde Bedingungen in KMUs benannt. Der Begriff Beurteilungskonflikt beschreibt Konfliktsituationen, in denen die Kontrahenten zwar dasselbe Ziel verfolgen, sich jedoch in der Einschätzung des richtigen Weges, um das Ziel zu erreichen, nicht einigen können.
Rüttinger und Sauer (2016, S. 60f.) nennen folgendes Beispiel: „In einem Arbeitsteam für Mediaplanung kann man sich nicht einigen, wie viel vom zur Verfügung stehenden Budget in die Fernsehwerbung, wie viel in die Illustriertenwerbung investiert werden soll. Der Spezialist für Fernsehwerbung zitiert Ergebnisse eines Untersuchungsberichts, nach dem die Wirkung der Fernsehwerbung der Wirkung der Illustriertenwerbung überlegen ist. Der andere beruft sich auf eine gegenteilige Information.“
Das angeführte Beispiel zeigt, dass ein unterschiedlicher Informationsstand zu Beurteilungskonflikten führen kann. Dieser wird beeinflusst durch die Erfahrungen, die eine Person zum anstehenden Problem gemacht hat, durch die Informationen die der einzelnen Person zugänglich sind, dadurch, nach welchen Informationen gesucht wird und wie die Informationen verarbeitet werden. (Rüttinger und Sauer, 2016, S. 61)
Erfahrungen können auf verschiedene Weise erworben werden: durch eigenes Verhalten und Erleben, durch Beobachtung des Verhaltens und Erlebens anderer oder durch mündliche oder schriftliche Berichte anderer. Dementsprechend sind die Erfahrungen, welche eine Person im Laufe ihres Lebens sammelt, individuell. Sie bestimmen, welche Konsequenzen aus bestimmten Handlungsplänen und Ereignissen gezogen werden. Der subjektive Ermessensspielraum wird zusätzlich erhöht, wenn ein Handlungsplan, begründet durch zu hohen Aufwand, nicht komplett berechnet und durchdacht wird. Aufgrund unterschiedlicher Erfahrungen kommt es oft zu gegensätzlichen Beurteilungen einer Situation. Erfahrungen hängen sehr eng mit der bisherigen Tätigkeit zusammen. Treffen Personen aus verschiedenen Fachbereichen eine gemeinsame Entscheidung, kann es infolge der unterschiedlichen Erfahrungen zu Differenzen in der Einschätzung kommen. (Rüttinger und Sauer, 2016, S. 61ff.)
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik intergenerativer Konflikte ein und erläutert die Forschungsfrage sowie die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert das notwendige Wissen über das Konfliktmodell nach Rüttinger und Sauer, den Generationenbegriff sowie die strukturellen Merkmale kleiner und mittlerer Unternehmen.
3 Beurteilungskonflikt: Hier wird definiert, wie unterschiedliche Informationsstände und Erfahrungen innerhalb der verschiedenen Generationen zu Konflikten über den richtigen Weg zur Zielerreichung führen können.
4 Bewertungskonflikt: Dieses Kapitel thematisiert die durch unterschiedliche Wertvorstellungen und Zielsetzungen der Generationen verursachten Meinungsverschiedenheiten bei der Handlungsbewertung.
5 Verteilungskonflikt: Der Fokus liegt hier auf dem Wettbewerb um knappe Mittel und Anreize, wobei die unterschiedlichen Bedürfnisse der Generationen als Treiber für Verteilungskonflikte identifiziert werden.
6 Beziehungskonflikt: Dieses Kapitel befasst sich mit der Verletzung des Selbstbildes, insbesondere durch Altersdiskriminierung und die mangelnde Anpassung von Führungsmethoden in KMUs.
7 Kritische Reflexion der Ergebnisse: Die Ergebnisse der Untersuchung werden zusammengefasst und kritisch im Hinblick auf die theoretischen Annahmen und die praktischen Herausforderungen in KMUs reflektiert.
8 Relevanz für die Praxis: Abschließend wird der Praxisbezug der Arbeit herausgestellt und aufgezeigt, dass strategisches Personalmanagement und Führungskompetenzen entscheidende Hebel zur Konfliktprävention sind.
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Die Arbeit analysiert, wie unterschiedliche Generationen in kleinen und mittleren Unternehmen (KMUs) zu Konflikten führen können und welche spezifischen Rahmenbedingungen in diesen Unternehmen das Konfliktpotenzial beeinflussen.
Die zentralen Themen sind Konfliktmanagement nach Rüttinger und Sauer, die unterschiedlichen Generationen (Babyboomer, Generation X, Y und Z) sowie die strukturellen Gegebenheiten und Herausforderungen in kleinen und mittleren Unternehmen.
Das Ziel ist es, intergenerative Konfliktpotenziale im Unternehmenskontext zu beschreiben und aufzuzeigen, wie diese mit den spezifischen Umständen in KMUs in Verbindung stehen, um als Grundlage für zukünftige Handlungsempfehlungen zu dienen.
Die Arbeit basiert auf der Methode der Sekundärforschung, bei der vorhandene Fachliteratur und einschlägige Studien analysiert und mit dem Konfliktmodell von Rüttinger und Sauer in Verbindung gebracht werden.
Der Hauptteil gliedert sich in vier inhaltliche Kapitel, die jeweils Definition, intergenerative Ausprägung und konfliktfördernde Bedingungen in KMUs für Beurteilungs-, Bewertungs-, Verteilungs- und Beziehungskonflikte untersuchen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Generationenkonflikte, Personalmanagement, KMUs, Konfliktmodelle, Wertvorstellungen und intergenerative Dynamiken charakterisiert.
In KMUs fehlt oft ein strategisches Personalmanagement, da die Verantwortung häufig beim Inhaber liegt, der neben operativen Aufgaben wenig Zeit für systematische Konfliktprävention hat, was das Konfliktpotenzial erhöht.
Da in KMUs oft patriarchale oder rein technisch geprägte Führungsstile vorherrschen, können fachliche Defizite in der Führungsqualität und mangelnde individuelle Wertschätzung zu einer Verletzung des Selbstbildes der Mitarbeiter und damit zu Beziehungskonflikten führen.
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