Diplomarbeit, 2002
151 Seiten, Note: befriedigend
1. Einleitung
1.1. Anlass und Problem der Arbeit
1.2. Fragestellung
1.3. Zur Materialabgrenzung
1.4. Zur Methode
1.5. Zum Aufbau
1.6. Angrenzende Problematiken, die hier nicht behandelt werden
2. Prüfungsängstlichkeit als Angststörung
2.1. Definition des Begriffs Angststörung
2.2. Klassifikation verschiedener Angststörungen
2.2.1. Agoraphobie
2.2.2. Soziale Phobien
2.2.3. Generalisierte Angststörung
2.2.4. Panikstörungen
2.2.5. Prüfungsängstlichkeit
2.3. Lerntheoretische Ansätze zur Entstehung von Prüfungsängstlichkeit
2.3.1. Die Psychoanalyse
2.3.2. Kognitions- und handlungstheoretische Ansätze
2.3.3. Reiz – Reaktionstheorien
2.3.4. Theorien zum Verhältnis von Prüfungsängstlichkeit und Leistung
2.4. Der neurobiologische Ansatz zur Entstehung von Prüfungsängstlichkeit
2.4.1. Die Stressreaktion des Körpers
2.5. Zusammenfassung
3. Angstbehandlungs- und Bewältigungsstrategien bei Prüfungsängstlichkeit
3.1. Therapeutenzentrierte Behandlungsmethoden
3.1.1 Verhaltenstherapie
3.1.1.1. Entstehungsgeschichte
3.1.1.2. Methodik
3.1.1.3. Indikation
3.1.1.4. Lerntheoretische Begründung für den Einsatz bei Prüfungsangst
3.1.1.5. Überprüfung der Wirksamkeit
3.1.2. Neurolinguistisches Programmieren
3.1.2.1. Entstehungsgeschichte
3.1.2.2. Methodik
3.1.2.3. Indikation
3.1.2.4. Lerntheoretische Begründung für den Einsatz bei Prüfungsangst
3.1.2.5. Überprüfung der Wirksamkeit
3.1.3. Lernstrategietraining
3.1.3.1. Entstehungsgeschichte
3.1.3.2. Methodik
3.1.3.3. Indikation
3.1.3.4. Lerntheoretische Begründung für den Einsatz bei Prüfungsangst
3.1.3.5. Überprüfung der Wirksamkeit
3.2. Behandlungsmethoden mit Verwendungsmöglichkeit in der Selbsttherapie
3.2.1 Progressive Muskelentspannung
3.2.1.1. Entstehungsgeschichte
3.2.1.2. Methodik
3.2.1.3. Indikation
3.2.1.4. Lerntheoretische Begründung für den Einsatz bei Prüfungsangst
3.2.1.5. Überprüfung der Wirksamkeit
3.2.2. Autogenes Training
3.2.2.1. Entstehungsgeschichte
3.2.2.2. Methodik
3.2.2.3. Indikation
3.2.2.4. Lerntheoretische Begründung für den Einsatz bei Prüfungsangst
3.2.2.5. Überprüfung der Wirksamkeit
3.2.3. Klinische Hypnose und Selbsthypnose
3.2.3.1. Entstehungsgeschichte
3.2.3.2. Methodik
3.2.3.3. Indikation
3.2.3.4. Lerntheoretische Begründung für den Einsatz bei Prüfungsangst
3.2.3.5. Überprüfung der Wirksamkeit
3.3 Zusammenfassung
4. Umsetzungsmöglichkeiten der Therapiemethoden in die pädagogische Praxis am Beispiel von Schulen
4.1. Verhaltenstherapie
4.2. Neurolinguistisches Programmieren
4.3. Lernstrategietraining
4.4. Progressive Muskelentspannung
4.5. Autogenes Training
4.6. Klinische Hypnose und Selbsthypnose
5. Schlussbemerkung
Die vorliegende Arbeit untersucht die existierenden Behandlungs- und Bewältigungsstrategien bei Prüfungsängstlichkeit mit besonderem Fokus auf die Anwendung im pädagogischen Kontext bei Kindern und jungen Erwachsenen im Schulalter (6-18 Jahre). Die zentrale Forschungsfrage zielt darauf ab, wirksame therapeutische Methoden zu identifizieren und deren Eignung für die Selbsttherapie sowie ihre Integrationsmöglichkeiten in den Schulalltag zu evaluieren.
1.1. Anlass für eine Arbeit zum Thema "Bewältigungsmöglichkeiten von Prüfungsängstlichkeit"
Angst vor einer bevorstehenden Prüfung, sei es im schulischen, im sportlichen oder in jedem anderen leistungsfordernden Bereich eines Menschen, kennt jeder - zumindest in Ansätzen. Der Grad der Ausprägung mag unterschiedlich sein, jedoch das Gefühl der Nervosität, die erhöhte Aktivität des Organismus und der spürbare Verlust der Konzentrationsfähigkeit kurz bevor die Prüfung beginnt, mag bei jedem Menschen gleich anmuten.
Versetzen Sie sich in die Lage eines Prüflings: stellen Sie sich vor, Sie stehen kurz, etwa 30 Minuten, vor einer wichtigen Prüfung, die darüber entscheiden wird, ob Sie ihre Ausbildung abschließen werden oder nicht. Sie haben gut gelernt, das ist keine Frage. Sie kennen die Prüfer, aber Sie wissen nicht, ob sie sich heute anders verhalten werden, ob sie gut gelaunt sind oder ob Sie sich nicht auf ihr Wohlwollen verlassen können.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der Prüfungsängstlichkeit ein, definiert die Forschungsfragen und erläutert die methodische Vorgehensweise sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Prüfungsängstlichkeit als Angststörung: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung der Prüfungsängstlichkeit als Angststörung durch die Darstellung lerntheoretischer und neurobiologischer Forschungsansätze.
3. Angstbehandlungs- und Bewältigungsstrategien bei Prüfungsängstlichkeit: Das Hauptkapitel präsentiert verschiedene therapeutische Ansätze, unterteilt in therapeutenzentrierte Methoden und solche mit Möglichkeiten zur Selbsttherapie.
4. Umsetzungsmöglichkeiten der Therapiemethoden in die pädagogische Praxis am Beispiel von Schulen: Dieses Kapitel prüft, wie die zuvor vorgestellten Therapiemethoden praktisch in Schulen integriert werden können.
5. Schlussbemerkung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion der gewonnenen Erkenntnisse und einem Ausblick auf zukünftige Anforderungen an die Wirksamkeitsforschung und Praxis.
Prüfungsängstlichkeit, Angststörung, Verhaltenstherapie, Neurolinguistisches Programmieren, Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training, Hypnose, Bewältigungsstrategien, Lernstrategietraining, Pädagogische Praxis, Wirksamkeitsforschung, Stressbewältigung, Kognitive Verhaltenstherapie.
Die Arbeit befasst sich mit der Identifikation und Analyse von Behandlungs- und Bewältigungsstrategien für Menschen, die unter Prüfungsängstlichkeit leiden, mit besonderem Blick auf Kinder und Jugendliche.
Die Schwerpunkte liegen auf den Ursachen der Prüfungsängstlichkeit (lerntheoretisch/neurobiologisch), der detaillierten Beschreibung verschiedener Therapiemethoden und deren Anwendbarkeit im schulischen Umfeld.
Ziel ist es, existierende Methoden zu sichten und zu bewerten, um aufzuzeigen, welche Strategien bei der Bewältigung von Prüfungsängstlichkeit wirksam sind und wie diese in den Schulalltag integriert werden können.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, in der bestehende wissenschaftliche Primär- und Sekundärliteratur, Dissertationen und empirische Studien zusammengetragen, sortiert und kritisch analysiert werden.
Im Hauptteil werden therapeutenzentrierte Methoden (Verhaltenstherapie, NLP, Lernstrategietraining) sowie Verfahren zur Selbsthilfe (Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training, Hypnose) detailliert dargestellt und auf ihre Wirksamkeit hin untersucht.
Zentrale Begriffe sind Prüfungsängstlichkeit, verschiedene Entspannungsverfahren wie Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung, therapeutische Konzepte wie Verhaltenstherapie und der Transfer in die pädagogische Praxis.
Die Arbeit fokussiert auf Kinder und junge Erwachsene im Schulalter (6-18 Jahre), da bei ihnen besondere Anforderungen an die Methodik, wie z.B. kindgerechte Abläufe oder die Einbeziehung der Eltern/Lehrer, bestehen.
Diese Differenzierung ist entscheidend für die praktische Anwendung, da einige Methoden zwingend die Anleitung durch einen Experten erfordern, während andere vom Patienten eigenständig zur akuten Stressbewältigung erlernt werden können.
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