Bachelorarbeit, 2021
36 Seiten, Note: 1,0
Germanistik - Komparatistik, Vergleichende Literaturwissenschaft
1. Einleitung
2. Neue Sachlichkeit
2.1 Merkmale
2.2 Literatur
2.3 Großstadt Berlin
3. Autor Erich Kästner
4. Analyse
4.1 Aufbau
4.2 Erzählzeit und erzählte Zeit
4.3 Erzähltechnik
4.4 Figurenrede
4.5 Sprache
4.6 Schreibstil
5. Hauptteil
5.1 Emil und die Detektive
5.1.1 Berlin in Emil und die Detektive
5.1.1.1 Vergleich Berlin und Neustadt
5.2 Emil und die drei Zwillinge
5.3 Merkmale der Neuen Sachlichkeit
5.4 Charaktere
5.4.1 Emil Tischbein
5.4.2 Pony Hütchen
5.4.3 Gustav mit der Hupe
5.4.4 Professor
5.4.5 Kleine Dienstag
5.4.6 Wachtmeister Jeschke
5.4.7 Großmutter
5.4.8 Klothilde Seelenbinder
5.5 Autobiographische Bezüge
5.5.1 Einfache Verhältnisse
5.5.2 Mutter-Sohn-Beziehung
5.5.3 „Herr Kästner“ im Roman
5.6 Merkmale des Kriminalromans und Detektivromans im Werk
5.6.1 Kriminalroman
5.6.2 Detektivroman
6. Interpretation
6.1 Freundschaft
6.2 Kinderwelt und Erwachsenenwelt
6.3 Helden und Schurke
6.4 Zur Ästhetik und Moral des Romans
6.5 Weitere Besonderheiten
6.5.1 Nebenhandlung in „Emil und die drei Zwillinge“
7. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Kinderromane "Emil und die Detektive" sowie die Fortsetzung "Emil und die drei Zwillinge" von Erich Kästner unter dem Aspekt der literarischen Strömung der "Neuen Sachlichkeit". Ziel der Untersuchung ist es, die typischen Erzählweisen, Handlungsorte und die Gestaltung von Charakteren zu analysieren, um aufzuzeigen, wie Kästner soziale Realitäten und moderne Kindheitsmuster seiner Zeit literarisch verarbeitet.
4.2 Erzählzeit und erzählte Zeit
„Emil und die Detektive“ beschreibt eine Handlung von ungefähr drei Tagen (erzählte Zeit). An Tag 1 fährt Emil mit dem Zug von Neustadt nach Berlin und wird bestohlen. Am selben Tag findet die Verbrecherjagd statt. Dann wir die Übernachtung im „Hotel Kreid“ beschrieben und der Dieb wird schließlich in der Bank gefasst. Ein Tag später erscheint der Artikel über Emil in der Zeitung, den die Mutter auf dem Weg nach Berlin liest. Am selben Tag feiert Emil mit seiner Familie und den Detektiven den Erfolg. Lesen kann man das Buch in etwa zwei Stunden. Die Geschichte wird überwiegend zeitraffend erzählt. Die Zeitsprünge sind meist zwischen den einzelnen Kapiteln. Die Kapitel selbst werden überwiegend zeitdeckend erzählt. Oft kann der Lesende, den beschriebenen Handlungen in Echtzeit folgen. Insgesamt weisen die Erzählungen, also die dargestellte Verbrecherjagd ein hohes Tempo auf. Zeitdehnendes Erzählen ist daher kaum in „Emil und die Detektive“ zu finden. Ein Beispiel, bei dem die lesende Person, länger auf die Auflösung warten muss, ist, als Emil im Zug aufwacht und nicht weiß, ob das Geld noch da ist: „Ganz langsam stand er auf und klopfte sich mechanisch den Anzug sauber. Jetzt war die nächste Frage: Ist das Geld noch da? Und vor dieser Frage hatte er eine unbeschreibliche Angst. Lange Zeit stand er an die Tür gelehnt und wagte nicht, sich zu rühren. (…) das Geld war gewiss noch an Ort und Stelle. Erstens steckte es in der Tasche. Zweitens steckte es im Briefumschlag. Und drittens war es mit einer Nadel am Futter befestigt. Also, er griff sich langsam in die rechte innere Tasche. Die Tasche war leer! Das Geld war fort!“ (Kästner 1929, S. 49).
1. Einleitung: Vorstellung der beiden Romane als Untersuchungsobjekte sowie Darlegung des methodischen Vorgehens und der Zielsetzung der Arbeit.
2. Neue Sachlichkeit: Definition der Literaturepoche zwischen 1918 und 1933 mit ihren stilistischen Merkmalen sowie dem thematischen Fokus auf das Großstadtleben.
3. Autor Erich Kästner: Biografischer Abriss über den Autor mit besonderem Fokus auf seinen Werdegang und die Relevanz seiner Kinderbücher.
4. Analyse: Untersuchung der formalen Gestaltungsmittel, inklusive Aufbau, Erzähltechnik, Zeitstruktur, Sprachgebrauch und Schreibstil.
5. Hauptteil: Detaillierte inhaltliche Analyse der Romane, insbesondere der Darstellung Berlins, der Charaktere, autobiografischer Elemente sowie der Kriminalroman-Struktur.
6. Interpretation: Deutung der zentralen Motive wie Freundschaft, das Verhältnis zwischen Kinder- und Erwachsenenwelt, Heldentum und die moralische Dimension.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Ergebnisse hinsichtlich der literarischen Qualität und der Botschaft der Werke.
Neue Sachlichkeit, Erich Kästner, Emil und die Detektive, Emil und die drei Zwillinge, Kinderliteratur, Großstadt Berlin, Detektivroman, Kriminalroman, Kindheitsmuster, Weimarer Republik, Erzähltechnik, Charakteranalyse, Reformpädagogik, Realismus, Jugendbande.
Die Arbeit analysiert die Kinderromane von Erich Kästner vor dem Hintergrund der Literaturepoche der Neuen Sachlichkeit.
Neben den literarischen Merkmalen der Zeit stehen die Darstellung der Großstadt, soziale Strukturen und das emanzipierte Bild der kindlichen Akteure im Fokus.
Die Arbeit untersucht, wie Kästner moderne Erzählweisen nutzt, um ein realistisches Bild kindlicher Lebenswelt in der Weimarer Republik zu vermitteln.
Es handelt sich um eine literaturwissenschaftliche Analyse, die textimmanente Beobachtungen und vergleichende Aspekte heranzieht.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Schauplätzen, die Charakterisierung der Figuren, autobiografische Parallelen sowie genretypische Merkmale des Kriminalromans.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Neue Sachlichkeit, Berlin, Detektivroman, Solidarität und moderne Kindheitsmuster gekennzeichnet.
Berlin fungiert nicht nur als Kulisse, sondern als dynamischer Ort der Moderne, der die Kinder zu eigenständigem Handeln herausfordert und ihre soziale Wahrnehmung prägt.
Während Emil im ersten Teil als besonnener Detektiv und Sohn agiert, thematisiert der zweite Teil seine innere Entwicklung und den Reifeprozess hin zum eigenverantwortlichen Jugendlichen.
Sie thematisiert Emils innere Konflikte bezüglich der Heirat seiner Mutter und zeigt seinen Weg zur emotionalen Selbstständigkeit auf.
Kästner wird als ein Autor gesehen, der Kinder ernst nimmt und durch seine Romane zu Werten wie Wahrheit, Solidarität und Zivilcourage erzieht.
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