Bachelorarbeit, 2019
68 Seiten, Note: 1,7
A) Einleitung
I) Einleitende Vorbetrachtungen
II) Zielsetzung und Aufbau der vorliegenden Arbeit
B) Hasskriminalität und Falschnachrichten in sozialen Netzwerken
I) Soziale Netzwerke
II) Verbreitungs- und Äußerungsdelikte
1. Hasskriminalität
2. Falschmeldungen („Fake News”)
3. Darstellung und Bewertung der Kriminalitätslage
III) Rechtslage und rechtliche Entwicklung
1. Meinungsfreiheit und ihre Grenzen
2. Vorkehrungen im hergebrachten Recht
3. Selbstverpflichtungen der Unternehmen
4. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG)
C) Illegale Handelsplattformen im Internet
I) Bereiche des Internets
1. Clearnet und Deepweb
2. Darknet
II) Drogenhandel
1. Darstellung und Bewertung der Kriminalitätslage
2. Betäubungsmittelgesetz (BtMG)
3. Das Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG)
III) Illegaler Waffenhandel
1. Darstellung und Bewertung der Kriminalitätslage
2. Waffenrecht in Deutschland
IV) Strafrechtliche Verantwortung der Plattformbetreiber
1. Bewertung nach derzeitiger Rechtslage
2. Beispielfall: Der Münchner Amoklauf im Juli 2016
3. Gesetzentwurf zur Einführung einer eigenständigen Strafbarkeit
D) Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
Die Bachelorarbeit untersucht die Herausforderungen, die der digitale Raum – insbesondere soziale Netzwerke und illegale Handelsplattformen im Darknet – für den Rechtsstaat darstellt. Das Hauptziel besteht darin, bestehende Regelungslücken im Umgang mit Internetkriminalität zu identifizieren, deren strafrechtliche Relevanz zu analysieren und den Handlungsbedarf im Hinblick auf aktuelle Gesetzesinitiativen wie das NetzDG und das NpSG kritisch zu hinterfragen.
I) Einleitende Vorbetrachtungen
„Das Internet ist für uns alle Neuland, und es ermöglicht auch Feinden und Gegnern unserer demokratischen Grundordnung natürlich, mit völlig neuen Möglichkeiten und völlig neuen Herangehensweisen unsere Art zu leben in Gefahr zu bringen."
So äußerte sich Bundeskanzlerin Merkel am 19.06.2013 auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem damaligen US-Präsidenten Obama und erntete damit größtenteils spöttische Reaktionen. Die Pressekonferenz war noch nicht vorbei, da war der Hashtag „#Neuland“ schon unter den populärsten Begriffen beim Kurznachrichtendienst Twitter.
Die Aussage von Merkel erscheint auf den ersten Blick weltfremd, wenn man bedenkt, dass bereits zu diesem Zeitpunkt ca. 77% der Erwachsenen ab 14 Jahren in Deutschland online waren. Die Suchmaschine Google war bereits 15 Jahre alt und das soziale Netzwerk Facebook seit neun Jahren online. Sechs Jahre später – im Jahre 2019 – ist das Internet für die meisten Deutschen zum alltäglichen und unverzichtbaren Bestandteil ihres beruflichen und privaten Lebens geworden. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2018 nutzen in Deutschland rund 90% der Bevölkerung im Alter von mehr als zehn Jahren das Internet. In der Altersgruppe zwischen 16 und 44 Jahren sind es sogar annähernd 100%. Zu vergleichbaren Ergebnissen kommt die ARD/ZDF-Onlinestudie 2018, nach der 63,3 Millionen Menschen in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren online sind, was einem Anteil von 90,3% entspricht.
A) Einleitung: Beleuchtet die zunehmende Bedeutung des Internets in Deutschland und stellt die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Herausforderungen für den Rechtsstaat im digitalen Zeitalter vor.
B) Hasskriminalität und Falschnachrichten in sozialen Netzwerken: Analysiert die Problematik von Hass-Postings und Fake News sowie die rechtliche Entwicklung und Anwendung des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes (NetzDG).
C) Illegale Handelsplattformen im Internet: Untersucht die Struktur des Darknets, den Handel mit Drogen und Waffen sowie die strafrechtliche Verantwortlichkeit von Plattformbetreibern anhand prominenter Fälle.
D) Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Führt die zentralen Ergebnisse der Untersuchung zusammen und bewertet die Notwendigkeit sowie die rechtliche Verhältnismäßigkeit neuer strafrechtlicher Instrumente.
Rechtsstaat, Internetkriminalität, Soziale Netzwerke, Hasskriminalität, Falschnachrichten, NetzDG, Darknet, Drogenhandel, Waffenhandel, NpSG, Cyberkriminalität, Strafverfolgung, Rechtsdurchsetzung, Online-Plattformen, Meinungsfreiheit
Die Arbeit beschäftigt sich mit den rechtlichen Herausforderungen, die der digitale Raum für den Rechtsstaat schafft, insbesondere im Kontext von Hassrede und dem illegalen Handel in Untergrund-Plattformen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Regulierung von sozialen Netzwerken durch das NetzDG, der Problematik von Darknet-Handelsplattformen sowie der strafrechtlichen Einordnung von Drogen- und Waffenhandel.
Ziel ist es zu identifizieren, ob die bestehenden strafrechtlichen Rahmenbedingungen ausreichen, um moderne Formen der Internetkriminalität effektiv zu bekämpfen, oder ob Handlungsbedarf für neue Gesetze besteht.
Der Autor stützt sich auf eine juristische Analyse der geltenden Gesetze (StGB, BtMG, WaffG, NetzDG, NpSG), ergänzt durch die Auswertung von Polizeilicher Kriminalstatistik und relevanter fachjuristischer Literatur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der Kriminalitätslage in sozialen Netzwerken, eine Untersuchung der Funktionsweise des Darknets und eine rechtliche Beurteilung der strafrechtlichen Verantwortlichkeit von Plattformbetreibern.
Wichtige Begriffe sind Hasskriminalität, NetzDG, Darknet, NpSG, Bestimmtheitsgrundsatz und Verhältnismäßigkeit.
Der Autor steht dem NetzDG kritisch gegenüber und bewertet es in der Gesamtschau als unangemessen und verfassungsrechtlich bedenklich, insbesondere aufgrund der Verlagerung von Entscheidungshoheit auf private Unternehmen.
Der Fall dient als konkretes Beispielfall, um die strafrechtliche Verantwortung von Waffenhändlern und Betreibern illegaler Darknet-Plattformen zu analysieren.
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