Bachelorarbeit, 2016
51 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsstand
1.3 Quellen und Methode
2 Die Ratsherrschaft in Greifswald – Ein Überblick
2.1 Die Verfassung des Rates
2.2 Greifswalds Bedeutung innerhalb der Hanse
2.3 Soziale Stellung und Verflechtung der Ratsherren
3 Die Greifswalder Ratsmitglieder auf den Hansetagen 1344 – 1381
3.1 Mulart Bolto
3.2 Lambert von Warendorp
3.3 Heinrich von Lübeck
3.4 Everhard Rubenow
3.5 Heinrich Schuppelenberg
3.6 Nicolaus Westfal
3.7 Johann Bockolt
3.8 Siegfried von Lübeck
3.9 Arnold Lange
3.10 Heinrich Wruke
3.11 Gottschalk von Lübeck
3.12 Johannes Lowe
3.13 Arnold Letzernitz
3.14 Vincenz Wicholt
3.15 Arnold Lange II.
3.16 Nikolaus Rose
4 Die Greifswalder Ratsmitglieder auf den Hansetagen 1382 – 1422
4.1 Walter von Lübeck
4.2 Lorenz Bockolt
4.3 Heinrich Rubenow
4.4 Nikolaus Westfal II.
4.5 Johann Hilgemann
4.6 Bernhard Wanghelkow
4.7 Gottschalk von Lübeck II.
4.8 Ludikin Nienkerken
4.9 Nikolaus Below
4.10 Bertram von Lübeck
4.11 Albert Warskow
4.12 Werner Hagemeister
4.13 Jakob von Lübeck
5 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die Rolle und Bedeutung der Greifswalder Ratsmitglieder im Kontext der Hansetage zwischen 1344 und 1422, wobei insbesondere deren soziale, wirtschaftliche und familiäre Verflechtungen sowie ihre politischen Handlungsspielräume analysiert werden.
3.6 Nicolaus Westfal
Ebenfalls wie Heinrich von Lübeck war auch Nicolaus Westfal auf dem Hansetag 1361 in Greifswald anwesend. Nicolaus Westfal war von 1357 bis 1383 Bürgermeister der Stadt und bereits seit 1353 Ratsmitglied.
In dieser Funktion vertrat er die Stadt nicht nur auf einem, sondern auf mehreren Hansetagen. Zum Beispiel auf dem Hansetag am 29. Juli 1367 in Stralsund. Gestorben ist er vermutlich im Jahre 1383, da er dort zuletzt erwähnt wird. Nicolaus Westfal war Vormund von den Söhnen Johannes Papes I., da dieser frühzeitig verstarb. Sein Wohnhaus befand sich in der Fischstraße. Dieses ist im Jahre 1383 im Besitz seiner Erben erwähnt. Des Weiteren ist ein Kauf eines Hauses in der Fischstraße von Nikolaus Westfal dokumentiert:
„Nicolaus Westfal, noster consocius, emit a tutoribus puerorum quondam Johannis Clutzenmanshaghen – Ludekino Langhe, Jacobo Langhe et Hinrico Gorslaw – hereditatem transuersalem lapideam, stantem in pl. Piscium, que ad eundem Johannem pertinebat, - Scr. feria quarta post domicam Misericordia domini “.
In einer Liste von Karsten Igel war das Wohnhaus tatsächlich in der Fischstraße. Nicolaus besaß mehrere Häuser bzw. erwarb er mehrere, wie sich bei Pyl nachlesen lässt. Sein Vater Heinrich Westfal war ebenfalls Bürgermeister der Stadt und sehr vermögend. In einer Steuerliste aus dem Jahre 1326 ist er an zweiter Stelle vermerkt, mit einer Steuersumme von 1200 Mark.
1 Einleitung: Stellt die Forschungsfrage nach der Rolle und Legitimation der Greifswalder Ratsherren auf den Hansetagen zwischen 1344 und 1422 vor und gibt einen Überblick über den aktuellen Forschungsstand sowie die methodische Quellenbasis.
2 Die Ratsherrschaft in Greifswald – Ein Überblick: Beleuchtet die rechtlichen Grundlagen, die städtische Verfassung, die hanseatische Bedeutung der Stadt sowie die sozioökonomischen Bedingungen der Ratsherrschaft.
3 Die Greifswalder Ratsmitglieder auf den Hansetagen 1344 – 1381: Porträtiert detailliert sechzehn Ratsmitglieder, ihre Amtszeiten, ihren Besitz, ihre Familienverbindungen und ihre Aktivitäten auf den Hansetagen in der ersten Hälfte des Untersuchungszeitraums.
4 Die Greifswalder Ratsmitglieder auf den Hansetagen 1382 – 1422: Führt die biografische Analyse der Ratsherren fort, wobei dreizehn weitere Persönlichkeiten und ihre diplomatische sowie wirtschaftliche Bedeutung für Greifswald im Fokus stehen.
5 Fazit: Führt die Ergebnisse zusammen und verdeutlicht die Bedeutung familiärer Netzwerke, den Einfluss beruflicher Tätigkeiten auf den politischen Aufstieg sowie die zentrale Rolle der Ratsherren bei der Wahrung städtischer Interessen innerhalb der Hanse.
Greifswald, Hansetage, Ratsherren, Bürgermeister, Hanse, Mittelalter, Stadtgeschichte, soziale Netzwerke, Grundbesitz, Handelsbeziehungen, Stiftungen, Diplomatie, Stadtverfassung, Familienforschung, wirtschaftliche Eliten
Die Arbeit analysiert die politische, soziale und wirtschaftliche Rolle der Greifswalder Ratsmitglieder während ihrer Teilnahme an den Hansetagen zwischen 1344 und 1422.
Zentrale Themen sind die biografische Erfassung der Ratsherren, ihre familiären Verflechtungen, ihr Grundbesitz, ihre berufliche Tätigkeit sowie ihr diplomatisches Wirken als städtische Gesandte.
Das Ziel ist es, die Legitimation, den Einfluss und die Machtansprüche der Greifswalder Ratsfamilien zu verstehen, die die Stadt in der Hanse repräsentierten.
Die Arbeit basiert primär auf der Auswertung archivalischer Quellen wie Stadtbüchern, Steuerlisten, Testamenten und den Hanserecessen, ergänzt durch die Analyse genealogischer Literatur.
Im Hauptteil werden in chronologischen Abschnitten über 29 einzelne Ratsmitglieder porträtiert, inklusive ihrer Amtszeiten, Familienhintergründe, Besitzverhältnisse und ihrer spezifischen Teilnahme an Hansetagen.
Die Arbeit zeichnet sich durch eine detaillierte prosopografische Analyse aus, die individuelle Biografien mit stadtgeschichtlichen und hansepolitischen Entwicklungen verknüpft.
Die Arbeit verdeutlicht, dass der familiäre Hintergrund oft wichtiger als bloßer Reichtum war, da durch Heiratsnetzwerke Herrschaftsstrukturen gefestigt und politische Netzwerke ausgebaut wurden.
Grundbesitz war ein wesentlicher Indikator für den sozialen Status und Reichtum; er wurde häufig strategisch erworben und innerhalb der Familien oder durch Vergleiche und Erbschaften gesichert.
Die Hansetage dienten der Durchsetzung städtischer Interessen, der Sicherheit sowie der Handelspolitik; die Ratsherren fungierten hier als sorgsam ausgewählte diplomatische Vertreter der Hansestadt Greifswald.
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