Masterarbeit, 2020
80 Seiten, Note: 1,3
Diese Master-Thesis befasst sich mit der Thematik der Suizidalität im Kontext der stationären Jugendhilfe. Sie beleuchtet psychoanalytische Konzepte und deren Bedeutung für die beraterische und pädagogische Arbeit mit suizidalen Jugendlichen. Die Arbeit zielt darauf ab, das komplexe Thema Suizidalität bei Jugendlichen facettenhaft zu beleuchten und ein reflexives Verständnis für die Interaktion mit suizidalen Jugendlichen zu entwickeln.
Das erste Kapitel befasst sich mit dem Phänomen der Suizidalität in der stationären Jugendhilfe. Die Bedeutung der Terminologie wird geklärt und ein Einblick in die Epidemiologie und Statistik gegeben.
Das zweite Kapitel behandelt den Krisenbegriff und beleuchtet die psychodynamischen Besonderheiten traumatischer und Veränderungskrisen. Anschließend wird die suizidale Krise bei Jugendlichen im Detail untersucht, inklusive der Themen Individualisierungstheorem, Identitätsentwicklung und Entwicklungsaufgaben.
Im dritten Kapitel werden gängige psychoanalytische Theorien und Entwicklungsmodelle zum Suizid vorgestellt, wie z.B. das Suizidkonzept von Freud und Abraham, das Narzissmus Konzept von Henseler und der objektbeziehungstheoretische Ansatz von Kind.
Das vierte Kapitel widmet sich der psychodynamischen Beratung als methodischen Zugang zur Arbeit mit suizidalen Jugendlichen.
Das fünfte Kapitel analysiert anhand eines Fallbeispiels die Interaktion mit einem suizidalen Jugendlichen in der stationären Jugendhilfe. Die Interaktion wird theoriegeleitet betrachtet und verschiedene Problemfelder, die daraus erwachsen, werden im Detail erläutert.
Das sechste Kapitel leitet aus den gewonnenen Erkenntnissen ein Haltungs- und Handlungsprofil für die Arbeit mit suizidalen Jugendlichen ab.
Suizidalität, stationäre Jugendhilfe, psychodynamische Beratung, Gegenübertragung, Psychoanalytische Suizidtheorien, Adoleszenz, Krisenintervention, Resilienzfaktoren, Prävention.
Die Pubertät ist eine krisenhafte Zeit der Identitätsentwicklung; Suizidgedanken sind in dieser Phase leider nicht ungewöhnlich und erfordern professionelle Aufmerksamkeit.
Die Thesis behandelt Konzepte von Freud, Henseler (Narzissmus) und Kind (Objektbeziehungstheorie) sowie das präsuizidale Syndrom nach Ringel.
Es bezeichnet die Gefühle der Fachkräfte (wie Angst oder Ohnmacht), die durch den Jugendlichen ausgelöst werden und die pädagogische Arbeit massiv beeinflussen können.
Durch die Stärkung von Resilienzfaktoren, eine tragfähige pädagogische Haltung („Containing“) und eine frühzeitige Risikoabschätzung.
Pädagogen sollen befähigt werden, reflexiv und kritisch mit dem Phänomen umzugehen, anstatt suizidale Jugendliche aus Angst sofort institutionell „wegzuschieben“.
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