Bachelorarbeit, 2020
76 Seiten, Note: 1,88
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Motivation
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Begriffliche Einordnung
2.1 Eigenschaften von Lebensmitteln
2.2 Begriffsabgrenzung Handel
2.3 Definition Lebensmitteleinzelhandel
3 Theoretische Grundlagen zum Online-Lebensmittelhandel
3.1 Entwicklung des Online-Lebensmittelhandels
3.2 Markt- und Anbieterübersicht
3.3 Vorteile für Anbieter des Online-Lebensmittelhandels
3.4 Herausforderungen und Risiken für den Online-Lebensmittelhandel
4 Kunden des Online-Lebensmittelhandels
4.1 Untersuchung sozialdemographischer Aspekte
4.2 Motivation der Kunden zur Nutzung des OLHs
4.3 Bedenken der Kunden
5 Methode der empirischen Untersuchung
5.1 Konzeption des Forschungsvorgehens
5.2 Zielsetzung der empirischen Untersuchung
5.3 Das Erhebungsinstrument
5.4 Vorgehen zur Datenaufbereitung und -auswertung
6 Auswertung und Interpretation der Umfragewerte
6.1 Ergebnisse der Forschung
6.2 Ergebnisdiskussion und Ableitung von Handlungsempfehlungen
6.3 Limitation der Arbeit
7 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht das Einkaufsverhalten von Privatpersonen in Deutschland im Online-Lebensmittelhandel (OLH), um daraus Potenziale und Handlungsempfehlungen für Marktteilnehmer abzuleiten und die Akzeptanz dieser Vertriebsform zu analysieren.
3.1 Entwicklung des Online-Lebensmittelhandels
Mit der Etablierung des Internets und den damit verbundenen Anfängen von Online-Einkäufen, wurden auch die ersten Online-Lebensmittelhändler in den 1990er Jahren gegründet. Der große Erfolg blieb jedoch weit hinter den Erwartungen zurück, da die Voraussetzungen sich als denkbar schlecht erwiesen (Fritsche, 2012). Die Verbreitung von Internetanschlüssen war insgesamt noch sehr gering. Zusätzlich waren zu diesem Zeitpunkt die handelsüblichen Modems (Hardware für einen Internetzugang) von einer generellen Langsamkeit geprägt. Der Marktanteil des OLH galt allgemein als zu vernachlässigen, sodass auch bekannte Lebensmitteleinzelhandelsketten größere Investitionen in den Online-Handel vermieden, aus Angst eine Abwertung des gesamten bestehenden Filialnetzes zu riskieren (Doherty, Ellis-Chadwick & Hart, 1999).
In der Anfangszeit gab es bereits Szenarien, in denen die Konsumenten mit minimalen Kosten national oder sogar global erreicht werden konnten. In dieser Kostenkalkulation wurde davon ausgegangen, dass nicht länger Geld in die stationären Geschäfte investiert werden müsste (Doherty et al., 1999). Diese Szenarien blieben weiterhin erfolglos, da einerseits die Kundenbereitschaft, Lebensmittel online einzukaufen überschätzt, andererseits die Logistikkosten in Form von Lagerhäusern und Transport sowie die Personalkosten unterschätzt wurden (Clark & Wrigley, 1997; Ring & Tigert, 2001). Insbesondere der essentielle Erfolgsfaktor, die sogenannte „Letzte Meile“, gestaltete sich für Anbieter problematisch. Sie stellt, ähnlich wie bei der Liberalisierung des Telefonmarkts, die Priorität der Infrastruktur für einen Lebensmittellieferdienst heraus. Um eine zeitunabhängige Übergabe der Nahrungs-/ Lebensmittel an den Verbraucher sicherstellen zu können, ist ein überregionales bzw. flächendeckendes Netz an gekühlten Automaten erforderlich. Fehlt diese Infrastruktur, besteht der Bedarf, dass der Verbraucher bei der Lieferung zu Hause ist (Wotruba, 2011). Diese Faktoren ließen einige Anbieter der ersten Stunde scheitern z. B. Webvan (Delaney-Klinger, Boyer & Frohlich, 2003; Schröder & Großweischede, 2002).
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung und Motivation für die Untersuchung des wachsenden, aber in Deutschland noch unterrepräsentierten Online-Lebensmittelhandels.
2 Begriffliche Einordnung: Klärung der Definitionen von Lebensmitteln und der Strukturen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) als Grundlage für die Untersuchung.
3 Theoretische Grundlagen zum Online-Lebensmittelhandel: Analyse der Marktentwicklung, der Anbieterstrukturen sowie der Vor- und Nachteile dieser Vertriebsform.
4 Kunden des Online-Lebensmittelhandels: Untersuchung sozialdemografischer Aspekte sowie der spezifischen Motivationsgründe und Bedenken der Konsumenten.
5 Methode der empirischen Untersuchung: Beschreibung des Forschungsdesigns, der Online-Umfrage als Instrument und des methodischen Vorgehens zur Datenanalyse.
6 Auswertung und Interpretation der Umfragewerte: Präsentation der erhobenen Forschungsdaten, Diskussion der Ergebnisse und Ableitung konkreter Handlungsempfehlungen für Anbieter.
7 Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Kernergebnisse und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung des Online-Lebensmittelhandels.
Online-Lebensmittelhandel, LEH, Konsumentenverhalten, E-Commerce, Digitalisierung, Online-Umfrage, Lebensmittelqualität, Kundenakzeptanz, Logistik, Handlungsempfehlungen, Marktanteile, Convenience Goods, Omni-Channel, Lebensmittel, Einzelhandel.
Die Arbeit analysiert den Status quo und das Kundenverhalten im Online-Lebensmittelhandel in Deutschland, um Verbesserungspotenziale für Anbieter zu identifizieren.
Zu den zentralen Themen gehören die Marktentwicklung, die Anforderungen der Kunden an Frische und Zustellung, die Nutzung sozialdemografischer Daten zur Kundensegmentierung sowie die Rolle der Nachhaltigkeit.
Ziel ist es zu untersuchen, mit welcher Intensität Privatpersonen Online-Angebote nutzen und wie Unternehmen die Akzeptanz bei den Kunden durch gezielte Verbesserungen steigern können.
Die Autorin/der Autor wählte einen deduktiven Forschungsansatz mit einer quantitativen Online-Umfrage (N=188), ergänzt durch Literaturrecherche.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine tiefergehende Analyse der Kundenseite sowie die Vorstellung und Auswertung der empirischen Untersuchung inklusive Handlungsempfehlungen.
Wichtige Begriffe sind Online-Lebensmittelhandel (OLH), Kundenakzeptanz, Konsumentenverhalten, Digitalisierung und Convenience Goods.
Die Arbeit zeigt, dass der demografische Wandel – insbesondere durch eine alternde Bevölkerung, die zunehmend digital affin wird – neue Zielgruppen und Potenzial für den OLH erschließt.
Die Pandemie wird als ein wesentlicher Beschleuniger identifiziert, der den Anteil der Online-Käufer deutlich gesteigert hat, da Kunden aus Sicherheitsgründen und durch veränderte Arbeitsweisen öfter online bestellten.
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