Masterarbeit, 2018
94 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Zucker als gesundheitlicher Risikofaktor
2.1.1 Politische Perspektive – Der Zuckermarkt
2.1.2 Zusammensetzung und Wirkungsweise im menschlichen Körper
2.1.3 Alternative Süßungsmittel
2.1.4 Industriell gefertigte Lebensmittel
2.1.5 Zucker als Suchtfaktor
2.1.6 Gesundheitliche Auswirkungen von übermäßigem Zuckerkonsum
2.1.7 Folgen für das Gesundheitssystem
2.2 Ernährung im Kindesalter
2.2.1 Die Ernährungssituation von Kindern in Deutschland
2.2.2 (Zuckerbezogenes) Ernährungswissen
2.2.2.1 Theoretische Überlegungen
2.2.2.2 Forschungsstand
2.2.3 Einflussfaktoren auf das Ernährungswissen und -verhalten
2.3 Gesundheitsförderung in Schulen
3 Material und Methoden
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Rekrutierung der Studienteilnehmer
3.3 Fragebogen
3.4 Ablauf der Datenerhebung
3.5 Statistische Datenanalyse
4 Ergebnisse
4.1 Beschreibung der Stichprobe
4.2 Lebensweltlicher Hintergrund
4.3 Ernährungswissen
5 Diskussion
5.1 Ergebnisdiskussion
5.2 Methodendiskussion
6 Handlungsempfehlung für die Praxis der Gesundheitsförderung
7 Fazit
Diese Arbeit untersucht das zuckerbezogene Ernährungswissen von Grundschulkindern sowie dessen Zusammenhang mit ihrem lebensweltlichen Hintergrund und der Größe ihres Wohnortes. Ziel ist es, Erkenntnisse zu gewinnen, die für die Entwicklung zielgruppengerechter Maßnahmen der schulischen Gesundheitsförderung genutzt werden können, um ernährungsbedingte Gesundheitsrisiken frühzeitig zu minimieren.
2.1.2 Zusammensetzung und Wirkungsweise im menschlichen Körper
Kohlenhydrate oder auch Saccharide bestehen aus den Bausteinen Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff, wobei es sie in verschiedenen Arten und Zusammensetzungen gibt. Üblicherweise wird unter dem Begriff Zucker beziehungsweise Saccharose der normale Kristall- oder auch Haushaltszucker verstanden, der aus Zuckerrüben gewonnen wird. Als Zweifachzucker (auch: Disaccharide) setzt sich Saccharose zu gleichen Teilen aus Glukose und Fructose zusammen, die als Einfachzucker (auch: Monosaccharide) bezeichnet werden. Weitere Disaccharide sind beispielsweise Milchzucker (Laktose) und Malzzucker (Maltose). Weiterhin gibt es Mehrfachzucker (auch: Polysaccharide oder Oligosaccharide), die aus mindestens drei Zuckermolekülen bestehen und damit an Süßkraft verlieren. Zu den Mehrfachzuckern gehören Stärke, Cellulose und Chitin. Im Vergleich enthalten Nahrungsmittel mit Mehrfachzuckern deutlich mehr Nährstoffe, wie Ballaststoffe, aber auch Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente (Boss-Teichmann 2017) (Tummel et al. 2014). Der menschliche Organismus ist allerdings nicht in der Lage, Mehrfachzucker aus Lebensmitteln aufzunehmen und zerlegt diese durch Stoffwechselprozesse in Einfachzucker. Dies trägt dazu bei, dass die Verdauung der Nahrung länger dauert, der Blutzuckerspiegel weniger stark ansteigt und die Sättigung länger anhält.
Bei der Aufnahme von Mono- oder Disacchariden steigt der Blutzuckerspiegel hingegen kurzfristig stark an und sinkt durch die anschließende Insulinproduktion wieder ab, was dem Körper ein Hungergefühl signalisiert. Süßwaren sind deshalb äußerst ungünstig und ineffektiv um den Hunger zu stillen (Boss-Teichmann 2017). Zudem blockiert Insulin das Hormon Leptin, das den Appetit zügelt und für das Sättigungsgefühl verantwortlich ist. Als Indikator für die Auswirkung von Lebensmitteln auf den Blutzucker gilt der Glykämische Index. Generell gilt: Je höher der glykämische Index, desto stärker steigt der Blutzucker und damit die Insulinproduktion und umso geringer ist die Sättigung für den Organismus (Kühne 2015). Die Glykolyse ist ein zentraler Vorgang im Energiestoffwechsel, bei dem Monosaccharide im Körper abgebaut werden und Energie gewonnen wird. Der größte Energieverbraucher im menschlichen Organismus ist das Gehirn. Etwa 20 % des gesamten Energieverbrauches beansprucht es für sich, wobei Kinder hier deutlich mehr Energie benötigen als Erwachsene. Im Alter von fünf Jahren ist der Energieverbrauch des Gehirns auf dem prozentualen Höchststand und liegt bei bis zu 43 % (Hauner et al. 2012).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das gesundheitliche Risiko von Zucker, besonders bei Kindern, und definiert das Ziel, das Ernährungswissen dieser Zielgruppe in Abhängigkeit vom Wohnort zu untersuchen.
2 Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert Zucker als Risikofaktor für Krankheiten, beleuchtet die Ernährungssituation von Kindern und diskutiert die Rolle der Schule in der Gesundheitsförderung.
3 Material und Methoden: Hier wird das Untersuchungsdesign der quantitativen Querschnittstudie, die Rekrutierung der Grundschüler sowie der Aufbau des Fragebogens und der Datenauswertung beschrieben.
4 Ergebnisse: Die Ergebnisse präsentieren die statistische Auswertung der Daten hinsichtlich des lebensweltlichen Hintergrunds und des zuckerbezogenen Ernährungswissens der 72 teilnehmenden Kinder.
5 Diskussion: In der Diskussion werden die Ergebnisse kritisch interpretiert, Limitationen der Studie aufgezeigt und die Bedeutung des Ernährungswissens im Vergleich zur Literatur diskutiert.
6 Handlungsempfehlung für die Praxis der Gesundheitsförderung: Auf Basis der Ergebnisse werden Strategien für Schule und Politik abgeleitet, um die Ernährungskompetenz von Kindern nachhaltig zu verbessern.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Studie zusammen, bestätigt die Hypothese über den Zusammenhang zwischen Ernährungswissen und Wohnort und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Zuckerkonsum, Ernährungswissen, Grundschulkinder, Gesundheitsförderung, Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Ernährungsverhalten, Setting Schule, Lebenswelt, Gesundheitskompetenz, Prävention, Stadtgröße, Ernährungserziehung, Konsumverhalten, Übergewicht.
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema Zuckerkonsum als Gesundheitsrisiko und untersucht speziell das Wissen von Grundschulkindern über Zucker in Lebensmitteln sowie die Einflüsse ihres Lebensumfeldes.
Die zentralen Themen umfassen die gesundheitlichen Folgen von übermäßigem Zuckerkonsum, die Rolle der Ernährungserziehung im Kindesalter, den Einfluss des familiären und sozialen Umfelds sowie die Bedeutung der Schule als Setting für die Gesundheitsförderung.
Das Hauptziel ist die Untersuchung, über welches zuckerbezogene Ernährungswissen Grundschulkinder verfügen und ob es einen signifikanten Zusammenhang zwischen diesem Wissen und der Wohnortgröße (Landstadt vs. Mittelstadt) gibt.
Die Autorin führt eine quantitative Querschnittstudie durch, bei der 72 Kinder der 3. Jahrgangsstufe in zwei bayerischen Grundschulen mittels eines teilstandardisierten Paper-Pencil-Fragebogens befragt wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen umfassenden theoretischen Hintergrund zur Problematik des Zuckerkonsums und eine empirische Analyse, in der die Ergebnisse der Fragebogenerhebung detailliert dargestellt und kritisch diskutiert werden.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Zuckerkonsum, Ernährungswissen, Grundschulkinder, Gesundheitsförderung, Setting Schule und Prävention beschreiben.
Die Studie ergab, dass die Kinder in der untersuchten Landstadt (Seßlach) ein signifikant höheres zuckerbezogenes Ernährungswissen aufwiesen als die Kinder in der größeren Mittelstadt (Coburg).
Die Schule wird als essenzielles Setting hervorgehoben, da sie durch die Schulpflicht eine konstante Erreichbarkeit aller Kinder – auch aus sozial schwächeren Verhältnissen – über einen langen Zeitraum ermöglicht, um gesundheitsfördernde Verhaltensweisen zu etablieren.
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