Masterarbeit, 2021
73 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Die Corona-Krise und ihre wirtschaftlichen Folgen
1.2 Stand der Forschung
1.3 Zielsetzung und Gang der Arbeit
2 Kurzarbeit
2.1 Kurzarbeit: Definition und Abgrenzung
2.2 Kurzarbeit während der Corona-Krise
2.3 Der Einsatz der Kurzarbeit aus Arbeitgebersicht
3 Beziehung zwischen Unternehmen und Mitarbeiter*innen
3.1 Social Exchange Theory als theoretische Grundlage
3.2 Perceived Organziational Support: Definition
3.3 Perceived Organizational Support und Kurzarbeit
4 Arbeitsplatzunsicherheit
4.1 Definition
4.2 Arbeitsplatzunsicherheit in der Beziehung von Kurzarbeit und POS
5 Unternehmenszugehörigkeit
5.1 Definition
5.2 Unternehmenszugehörigkeit in der Beziehung zwischen der Kurzarbeit und POS
6 Methodik
6.1 Vorgehensweise
6.2 Erhebungsinstrumente und Operationalisierung
6.3 Reliabilitätsanalyse der Skalen
7 Ergebnisse
7.1 Stichprobe und Deskriptive Statistik
7.2 Überprüfung der Hypothesen
7.2.1 Ergebnisse zu Hypothese 1
7.2.2 Ergebnisse zu Hypothese 2
7.2.3 Ergebnisse zu Hypothese 3
8 Diskussion
8.1 Interpretation der Ergebnisse
8.2 Implikationen
8.3 Limitationen und zukünftige Forschung
9 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht den Einfluss des Instruments der Kurzarbeit auf die Beziehung zwischen Unternehmen und ihren Mitarbeitern. Dabei wird analysiert, inwieweit die wahrgenommene Unterstützung durch die Organisation (Perceived Organizational Support, kurz POS) durch Kurzarbeitsmaßnahmen beeinflusst wird und welche moderierenden Rollen hierbei die Arbeitsplatzunsicherheit sowie die Dauer der Unternehmenszugehörigkeit spielen.
3.3 Perceived Organizational Support und Kurzarbeit
Die Entscheidung eines Unternehmens, in einer wirtschaftlich schwierigen Situation Kurzarbeit zu beantragen, liegt bei der Führungsebene eines Unternehmens. Es ist davon auszugehen, dass die Mitarbeiter*innen diese Entscheidung also der Organisation als Ganzes zuschreiben (Rhoades & Eisenberger, 2002). Somit haben die Konsequenzen dieser Entscheidung für die Mitarbeiter*innen auch einen Einfluss auf die wahrgenommene Unterstützung durch das Unternehmen, also den POS (Wayne, Shore & Liden, 1997).
Es könnte davon ausgegangen werden, dass der Einsatz der Kurzarbeit als Mittel gegen einen Stellenabbau einen positiven Effekt auf die Beziehung zwischen Mitarbeiter*innen und dem Unternehmen hat. Die Mitarbeiter*innen können so trotz einer schlechten Auftragslage im Unternehmen gehalten werden. Dies könnte also von den Beschäftigten als Unterstützung durch das Unternehmen wahrgenommen werden. Für die Mitarbeiter*innen bringt die Einführung der Kurzarbeit jedoch auch eine Verschlechterung ihrer aktuellen Situation und das Signal einer unsicheren Zukunft mit sich.
Einen negativen Einfluss auf den POS hat es, wenn ein Unternehmen seinen Mitarbeiter*innen eine geringe Wertschätzung entgegenbringt (Wayne, Shore & Liden, 1997). Ein Ausdruck von Wertschätzung kann z.B. durch das Gehalt der Arbeitnehmer*innen zum Ausdruck gebracht werden (Rhoades & Eisenberger, 2002). Mit dem Einsatz der Kurzarbeit geht einher, dass Mitarbeiter*innen auf einen Teil ihres Gehalts verzichten müssen. Dies könnte bei Mitarbeiter*innen zu einer geringeren wahrgenommenen Wertschätzung und möglicherweise zu einer Einschränkung des bisherigen Lebensstandards, bis hin zu finanziellen Engpässen führen.
1 Einleitung: Beschreibt die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise und führt in das Instrument der Kurzarbeit sowie die Relevanz der Mitarbeiter-Unternehmens-Beziehung ein.
2 Kurzarbeit: Definiert die konjunkturelle Kurzarbeit, erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen während der Pandemie und analysiert die ökonomischen Beweggründe aus Arbeitgebersicht.
3 Beziehung zwischen Unternehmen und Mitarbeiter*innen: Erläutert die Social Exchange Theory sowie das Konzept des Perceived Organizational Support (POS) als theoretische Basis für die Untersuchung der Arbeitsbeziehung.
4 Arbeitsplatzunsicherheit: Definiert das Konstrukt der Arbeitsplatzunsicherheit und beleuchtet dessen Rolle als potenzieller Stressor und Vermittler in der Beziehung zwischen Kurzarbeit und POS.
5 Unternehmenszugehörigkeit: Untersucht die Länge der Betriebszugehörigkeit als moderierenden Faktor und deren theoretische Bedeutung für die Bindung und Stabilität der Arbeitsbeziehung.
6 Methodik: Beschreibt den quantitativen Forschungsansatz, die Datenerhebung via Online-Fragebogen und die statistische Vorgehensweise zur Prüfung der aufgestellten Hypothesen.
7 Ergebnisse: Präsentiert die deskriptive Statistik der Stichprobe sowie die Resultate der Regressions- und Moderationsanalysen zur Hypothesenprüfung.
8 Diskussion: Interpretiert die statistischen Befunde, diskutiert deren Implikationen für die Unternehmenspraxis und benennt Limitationen sowie Ansatzpunkte für zukünftige Forschung.
9 Zusammenfassung: Fasst die Zielsetzung, den theoretischen Hintergrund, das methodische Vorgehen und die wesentlichen Erkenntnisse der Masterarbeit kompakt zusammen.
Kurzarbeit, Corona-Krise, Perceived Organizational Support, POS, Soziale Austauschtheorie, Social Exchange Theory, SET, Arbeitsplatzunsicherheit, Unternehmenszugehörigkeit, Personalmanagement, Mitarbeiterbindung, empirische Studie, Regressionsanalyse, Arbeitsmarktpolitik, wirtschaftliche Rezession.
Die Arbeit untersucht, wie sich das Instrument der Kurzarbeit während der Corona-Pandemie auf die wahrgenommene Wertschätzung und Unterstützung auswirkt, die Mitarbeiter von ihrem Unternehmen erfahren (POS).
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Schnittstelle von Kurzarbeit, psychologischen Austauschverhältnissen in Unternehmen, dem Empfinden von Arbeitsplatzunsicherheit und der Rolle der Betriebszugehörigkeit.
Ziel ist es zu ergründen, welchen Einfluss der Einsatz von Kurzarbeit auf die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer hat und welche Faktoren diesen Zusammenhang gegebenenfalls abschwächen oder verstärken.
Es wurde eine quantitative empirische Untersuchung durchgeführt, bei der Daten mittels eines Online-Fragebogens erhoben und anschließend mithilfe von Regressionsmodellen in SPSS analysiert wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der untersuchten Konstrukte, die Herleitung der Hypothesen, die Beschreibung des methodischen Vorgehens sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der statistischen Ergebnisse.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Kurzarbeit, Perceived Organizational Support (POS), Social Exchange Theory, Arbeitsplatzunsicherheit, Mitarbeiterbindung und empirische Analyse.
In der vorliegenden Stichprobe konnten statistisch keine signifikanten Moderatoreffekte durch die Betriebszugehörigkeit nachgewiesen werden, weshalb die Vermutung, dass eine längere Zugehörigkeit den negativen Einfluss der Kurzarbeit abfedert, für dieses Datenset abgelehnt werden musste.
Die Studie zeigt, dass die Arbeitsplatzunsicherheit einen wesentlichen direkten negativen Einfluss auf den POS hat und als wichtiger Faktor im Zusammenhang zwischen Kurzarbeit und der Mitarbeiter-Unternehmens-Beziehung fungiert.
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