Masterarbeit, 2019
58 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Verarbeitung psychiatrischer Diagnosen
2.1.1 Der Begriff Krankheitsbewältigung
2.1.2 Modelle der Krankheitsverarbeitung
2.1.2.1 Psychophysiologische Stresstheorie
2.1.2.2 Psychoanalyse
2.1.3 Diagnosemitteilung
2.1.4 Diagnoseverarbeitung
2.1.4.1 Funktionale Strategien
2.1.4.2 Dysfunktionale Strategien
2.1.5 Implikationen für die Psychotherapie
2.2 Ressourcen
2.2.1 Begriffsbestimmung Ressourcen
2.2.2 Personale Ressourcen
2.2.3 Soziale Ressourcen
2.2.4 Strukturelle Ressourcen
2.2.5 Ressourcen in der Psychotherapie
2.2.6 Ressourcen als Stressbewältigung
2.3 Forschungsstand zur Fragestellung
2.4 Fragestellung und Hypothesen
3 Methode
3.1 Untersuchungsdesign
3.2 Messinstrumente
3.3 Ablauf der Datenerhebung
3.4 Ein- und Ausschlusskriterien
3.5 Statistik
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik
4.2 Überprüfung der Hypothesen
4.2.1 Überprüfung der H1
4.2.2 Überprüfung der H2
4.2.3 Überprüfung der H3
5 Diskussion
5.1 Kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen
5.2 Diskussion der methodischen Stärken und Schwächen
5.3 Implikationen für die Praxis
5.4 Fazit
Die Masterarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der subjektiven Verarbeitung psychiatrischer Diagnosen und der Verfügbarkeit verschiedener Ressourcen bei Patienten. Ziel ist es zu klären, welche personalen, sozialen oder strukturellen Ressourcen förderlich oder hinderlich für eine funktionale Diagnoseverarbeitung sind und wie dies therapeutisch genutzt werden kann, um Selbststigmatisierung zu mindern und Empowerment zu stärken.
2.1.4.1 Funktionale Strategien
Die erste funktionale Verarbeitungsstrategie ist die Positive Klärung und die Selbstakzeptanz. Nach Klaus Grawe ist Klärung ein unabdingbarer Bestandteil der Psychotherapie. Er beschreibt die motivationale Klärung als einer von fünf Wirkfaktoren der Psychotherapie. Demnach wird der Patient in der Therapie mit geeigneten Interventionen gefördert damit er ein klareres Bewusstsein des Ursprungs, der Hintergründe und der aufrechterhaltenden Faktoren seines problematischen Erlebens und Verhaltens bekommt. Durch die Klärung werden dem Patienten Zusammenhänge verständlich gemacht (Grawe, 1998). In der Praxis geht es nicht nur um die Klärung von Begrifflichkeiten, sondern vielmehr darum, dass der Patient eine Aufklärung über die Diagnose erhält. Mittels einer adäquaten Aufklärung kann dem Patienten zu mehr Verständnis für sich selbst und zu seiner aktuellen Lebenssituation verholfen werden, damit er sich selbst akzeptieren kann (Kehring et al., unveröffentlichtes Manuskript).
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der subjektiven Diagnoseverarbeitung, deren Bedeutung für den Therapieerfolg und die Notwendigkeit von Forschung in diesem Bereich.
2 Theoretischer Hintergrund: Darstellung der Konzepte Krankheitsbewältigung, Ressourcenmodelle und deren Relevanz in der Psychotherapie sowie Ableitung der Forschungsfragen.
3 Methode: Beschreibung des Untersuchungsdesigns (Querschnittstudie), der verwendeten Fragebögen (HAVD, ERI) und der statistischen Vorgehensweise zur Hypothesenprüfung.
4 Ergebnisse: Präsentation der deskriptiven Daten und der Ergebnisse der Regressionsanalysen zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
5 Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Diskussion der methodischen Stärken und Schwächen sowie Ableitung von Implikationen für die klinische Praxis.
Psychiatrische Diagnose, Krankheitsbewältigung, Ressourcen, Empowerment, Selbststigmatisierung, Positive Klärung, Selbstakzeptanz, Psychotherapie, Wirkfaktoren, Stressbewältigung, Personale Ressourcen, Soziale Ressourcen, Strukturelle Ressourcen, Diagnoseverarbeitung, HAVD
Die Arbeit untersucht, wie Patienten nach Erhalt einer psychiatrischen Diagnose diese verarbeiten und welchen Einfluss ihre persönlichen, sozialen und strukturellen Ressourcen dabei spielen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Diagnoseverarbeitung, den verschiedenen Arten von Ressourcen, dem Prozess der Selbststigmatisierung und den Möglichkeiten des Empowerments in der Psychotherapie.
Das Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen Ressourcen und der Art der Diagnoseverarbeitung (funktional vs. dysfunktional) empirisch zu klären, um Leitlinien für die therapeutische Praxis zu entwickeln.
Es wurde eine Querschnittstudie mit 91 Probanden durchgeführt, wobei Daten mittels Online-Umfragen erhoben und mittels Multipler Regressionsanalysen statistisch ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Verarbeitungsstilen und Ressourcen sowie in den empirischen Teil, in dem Hypothesen zur Stigmatisierung, Funktionalisierung und Selbstakzeptanz geprüft werden.
Zentrale Begriffe sind Diagnoseverarbeitung, Ressourcenaktivierung, Empowerment, Selbststigmatisierung und psychotherapeutische Wirkfaktoren.
Die Studie zeigt, dass eine stärkere Ausprägung personaler Ressourcen signifikant mit einer geringeren Selbststigmatisierung einhergeht.
Da Patienten die Diagnose teilweise als Entschuldigung für das Ausscheiden aus dem Arbeitsleben nutzen könnten (Funktionalisierung), wurde geprüft, ob soziale Ressourcen diesen Effekt beeinflussen, wobei sich ein negativer Zusammenhang zeigte.
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