Bachelorarbeit, 2019
30 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Kinderarmut in Deutschland
2.1 Definition von Armut
2.2 Armut und Kindheit
3 Das Konzept der Resilienz
3.1 Resilienz: Definition und begriffliche Annäherung
3.2 Die Kauai-Studie von Werner und Smith
3.3 Resilienzfaktoren
3.4 Risikofaktoren
3.5 Schutzfaktoren
4 Resilienzstärkung bei Kindern in Armutslagen
4.1 Bewältigungsstrategien und Handlungskonzepte zur Resilienzförderung
4.2 Präventionsmodelle
4.3 Resiliente Kinder
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Kinderarmut in Deutschland und analysiert das Konzept der Resilienz als unterstützende Säule bei der Bewältigung belastender Lebensbedingungen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, wie sich Armut auf die kindliche Entwicklung auswirkt und durch welche Handlungskonzepte sowie Resilienzfaktoren betroffene Kinder trotz ungünstiger Lebensumstände eine positive Entwicklung nehmen können.
3.1 Resilienz: Definition und begriffliche Annäherung
Der Begriff der Resilienz leitet sich aus dem englischen „resilience“ ab und bedeutet „Spannkraft, Widerstandsfähigkeit und Elastizität“. Damit ist die Fähigkeit eines Individuums gemeint, mit belastenden Lebensumständen und negativen Stressfolgen erfolgreich umzugehen (vgl. Wustmann 2004, S.10 ff.). Resilienz umfasst „nicht nur die Abwesenheit psychischer Störungen, sondern den Erwerb altersangemessener Fähigkeiten (Kompetenzen) vor dem Hintergrund der normalen kindlichen Entwicklung, zum Beispiel die Bewältigung altersrelevanter Entwicklungsaufgaben trotz aversiver Umstände“ (Petermann et. al 2004, S.344).
Es geht also darum, dass Kinder mit konkreten belastenden Ereignissen umzugehen wissen. Genauso sollen sie aber auch Entwicklungsaufgaben der verschiedenen Lebensabschnitte angemessen bewältigen können. „Wird eine altersspezifische Entwicklungsaufgabe erfolgreich bewältigt, stabilisiert sich die Persönlichkeit des Kinder und es lernt, Veränderungen und Stresssituationen als Herausforderung zu begreifen. Ist dies nicht der Fall, ist mit einer Stagnation, mit Entwicklungsdefiziten oder gar psychischen Fehlentwicklungen oder somatischen Erkrankungen zu rechnen“ (Wustmann 2004, S.20) beschreibt Wustmann.
Resilienz darf man jedoch nicht als angeborene Persönlichkeitseigenschaft ansehen. Stattdessen entwickelt sie sich im Laufe des Lebens und wird deshalb dynamisch betrachtet, also über die gesamte Lebensspanne hinweg. Außerdem resultiert sie aus der Interaktion mit den Bezugspersonen und realen positiven Bewältigungserfahrungen (vgl. Dörner, Fröhlich-Gildhoff, Rönnau-Böse 2019, S.8). Außerdem sei Resilienz eine „variable Größe“, es gäbe keine „absolute Unverwundbarkeit gegenüber negativen Lebensereignissen und psychischen Störungen“ (Wustmann 2004, S.30). Die Resilienzforschung ist Ressourcen- und nicht Defizitorientiert ausgerichtet. Sie geht davon aus, dass der Mensch ein aktiver Bewältiger und Mitgestalter seines Lebens ist und negativen Situationen nicht hilflos ausgeliefert ist. Er habe durch soziale Unterstützung und Hilfestellung die Chance, mit den gegebenen Situationen erfolgreich umzugehen.
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Kinderarmut in Deutschland ein und formuliert die leitenden Forschungsfragen hinsichtlich der Resilienzförderung.
2 Kinderarmut in Deutschland: Dieses Kapitel definiert Armut, analysiert deren Auswirkungen auf die Kindheit und beleuchtet die psychosozialen Risiken, die mit einem Leben in Armut einhergehen.
3 Das Konzept der Resilienz: Es erfolgt eine theoretische Herleitung des Resilienzbegriffs sowie die Analyse zentraler Studien, Risiko- und Schutzfaktoren für die kindliche Entwicklung.
4 Resilienzstärkung bei Kindern in Armutslagen: Das Kapitel behandelt konkrete Bewältigungsstrategien, präventive Handlungsmodelle und die Charakteristika resilienter Kinder im Kontext pädagogischer Unterstützung.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Bedeutung der Balance zwischen Risiko- und Schutzfaktoren zusammen und betont die Rolle von Schulen und Kindertagesstätten bei der Resilienzförderung.
Kinderarmut, Resilienz, Resilienzfaktoren, Schutzfaktoren, Risikofaktoren, Sozialpädagogik, Präventionsmodelle, Kindheit, Bewältigungsstrategien, Entwicklungsrisiko, Sozialisation, Selbstwirksamkeit, Kindertageseinrichtung, Erziehung, Psychosoziale Gesundheit
Die Arbeit befasst sich mit dem Thema der Kinderarmut in Deutschland und untersucht, wie das Konzept der Resilienz Kindern dabei helfen kann, trotz prekärer Lebensumstände eine gesunde psychische Entwicklung zu durchlaufen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition und Analyse von Armutsfolgen, der theoretischen Erklärung von Resilienz, der Identifikation von Risiko- und Schutzfaktoren sowie der Darstellung praktischer Präventionsmodelle in pädagogischen Kontexten.
Das Ziel ist es zu beantworten, wie Armut die kindliche Entwicklung beeinflusst und welche Handlungskonzepte es gibt, um Kinder durch die Förderung von Resilienz effektiv in ihrer Widerstandsfähigkeit zu stärken.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte theoretische Literaturanalyse aktueller Fachliteratur, Langzeitstudien zur Resilienzforschung (wie die Kauai-Studie) und existierende Konzepte der pädagogischen Armutsprävention.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Kinderarmut, eine detaillierte Erarbeitung des Resilienzkonzepts mit seinen personellen und sozialen Faktoren sowie die Ableitung von Förderstrategien für Kindertagesstätten und Schulen.
Die zentralen Begriffe sind Kinderarmut, Resilienz, Resilienzfaktoren, Schutzfaktoren, soziale Unterstützung, Selbstwirksamkeit, Bewältigungsstrategien und Prävention.
Die Studie dient als empirisches Fundament, um aufzuzeigen, dass ein signifikanter Teil der Kinder, die unter Risikobedingungen aufwachsen, dank spezifischer Schutzfaktoren und Selbstwirksamkeitsüberzeugungen zu erfolgreichen Erwachsenen heranwachsen können.
Pädagogen fungieren als bedeutsame Bezugspersonen, die durch eine stärkeorientierte, wertschätzende Beziehung sowie durch die Implementierung strukturierter Förderprogramme eine sichere Basis schaffen können, die das Kind bei der Bewältigung von Stress unterstützt.
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