Masterarbeit, 2020
98 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
1.1 MOTIVATION
1.2 ZIELSTELLUNG UND FORSCHUNGSFRAGE
1.3 METHODIK UND VORGEHEN
2 GRUNDLAGEN
2.1 DIGITAL TWINS
2.1.1 Evolution und Konzept von Digital Twins
2.1.2 Architektur von Digital Twins
2.1.3 Kommunikation von Digital Twins
2.1.4 Sensoren und Aktuatoren
2.2 DEMONSTRATOR
2.2.1 Modell
2.2.2 Simulation
2.2.3 Prototyping
2.2.4 Zusammenfassung der Erkenntnisse
2.3 VORGEHENSMODELL
2.3.1 Allgemeine Einordnung und Abgrenzung
2.3.2 Relevante Arten von Vorgehensmodellen
3 ENTWICKLUNG DES ARTEFAKTS
3.1 ANALYSE EXISTIERENDER ANSÄTZE
3.2 ABLEITUNG VON ANFORDERUNGEN AN DAS VORGEHENSMODELL
3.3 SYSTEMATISCHE ENTWICKLUNG EINES EINHEITLICHEN VORGEHENSMODELLS
4 EVALUATION
4.1 DEMONSTRATION DES ARTEFAKTS
4.2 EVALUATION DES ARTEFAKTS
5 SCHLUSSBETRACHTUNG
5.1 ZUSAMMENFASSUNG DER ERKENNTNISSE
5.2 KRITISCHE WÜRDIGUNG
5.3 AUSBLICK
Die vorliegende Masterarbeit befasst sich mit der Entwicklung eines systematischen Vorgehensmodells für die Konstruktion eines Digital-Twin-Demonstrators in der Fertigungsindustrie. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie ein solches Vorgehensmodell strukturiert sein muss, um die praktische Umsetzung dieser komplexen Technologie zu unterstützen und bestehende Forschungslücken zu schließen.
2.1.1 Evolution und Konzept von Digital Twins
Im Zuge der technologischen Einschränkungen während der frühen Entwicklung ist die Geschichte der Digital Twins zeitlich komprimiert. In der theoretischen Entwicklung durchliefen Digital Twins drei Phasen – Entstehung, Inkubation und Wachstum (Tao et al., 2019, S. 2407). Das erstmalige Auftreten von digitalen Zwillingen in der Öffentlichkeit könnte auf die Präsentation von Michael Grieves im Jahr 2003, über das Produktlebenszyklusmanagement zurückgeführt werden, die zugleich als Ursprung der Digital Twins angesehen wird (Grieves, 2014, S. 1).
Da in diesem Zeitraum nur vereinzelt diesbezügliche Artikel veröffentlicht wurden, kann dieser Zeitraum als die Entstehungsphase eingestuft werden (Tao et al., 2019, S. 2407). Die rapide Entwicklung der Kommunikationstechnologie, des Internet-of-Things, der Sensorik, Big Data sowie der Simulationstechnologien in den Jahren 2003 bis 2011 ebnete unweigerlich den Aufstieg der digitalen Zwillinge (Tao, Zhang, et al., 2019). Der erste veröffentlichte Zeitschriftenartikel im Zusammenhang mit Digital Twins im Jahr 2011 handelte von deren Nutzenpotenzial für die Prognose der strukturellen Lebensdauer von Flugzeugen (Tuegel et al., 2011, S. 1). Ein Jahr später wurde die Definition von digitalen Zwillingen von der NASA (National Aeronautics and Space Administration) formalisiert und parallel dazu ihre Einsatzmöglichkeiten in der Luft und Raumfahrtindustrie vorgestellt (Glaessgen & Stargel, 2012, S. 6 f.).
Ab diesem Zeitpunkt stiegen die Ambitionen zur Erforschung von digitalen Zwillingen kontinuierlich und fortwährend an, wodurch dieser Zeitraum als Inkubationsphase angesehen werden kann (Tao et al., 2019, S. 2407). Grieves zeigte in seinem Whitepaper im Jahr 2014 erstmals das Wachstum der digitalen Zwillinge von einer konzeptuellen Vision zu praktischen Anwendungen in verschiedenen Bereichen auf.
1 EINLEITUNG: Einführung in die Thematik Industrie 4.0 und die Relevanz von Digital Twins, gefolgt von der Definition der Forschungsfrage und der methodischen Vorgehensweise.
2 GRUNDLAGEN: Theoretische Aufarbeitung der Kernbegriffe Digital Twin, Demonstrator und Vorgehensmodell, inklusive deren architektonischer und funktionaler Aspekte.
3 ENTWICKLUNG DES ARTEFAKTS: Analyse bestehender Ansätze, Ableitung der Anforderungen an das neue Modell und die systematische Konzeption des einheitlichen Vorgehensmodells.
4 EVALUATION: Praktische Demonstration des entwickelten Vorgehensmodells an einem Roboterarm-Szenario sowie die wissenschaftliche Evaluation des Modells.
5 SCHLUSSBETRACHTUNG: Zusammenfassende Betrachtung der Forschungsergebnisse, kritische Würdigung der Arbeit sowie ein Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Industrie 4.0, Digital Twin, Demonstrator, Vorgehensmodell, Design-Science-Research, Fertigungsindustrie, Digital Thread, Cyber-Physische Systeme, Simulation, Prototyping, OPC UA, Robotik, Datenintegration, Modellierung, Systementwicklung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der systematischen Entwicklung eines Vorgehensmodells, das die Konzeption und Implementierung von Digital-Twin-Demonstratoren in der Fertigungsindustrie ermöglicht.
Die zentralen Schwerpunkte liegen auf der Digitalisierung der Produktion, der Architektur von Digital Twins, der Rolle von Demonstratoren als Vorführmodelle sowie der methodischen Systementwicklung.
Das Ziel ist die Schließung einer Forschungslücke durch die Bereitstellung eines einheitlichen, praxistauglichen Vorgehensmodells für die Entwicklung von Digital-Twin-Demonstratoren.
Als wissenschaftliche Methode kommt der Ansatz der Design-Science-Research zur Anwendung, um ein valides Artefakt (das Vorgehensmodell) zu entwickeln und zu evaluieren.
Der Hauptteil umfasst eine Literaturrecherche zu bestehenden Ansätzen, die Ableitung von Anforderungen an das neue Modell sowie dessen detaillierte Ausarbeitung in Phasen von der Anforderungsdefinition bis hin zu Betrieb und Wartung.
Wichtige Begriffe sind Digital Twin, Industrie 4.0, Vorgehensmodell, Design-Science-Research, Simulation und Demonstrator.
Die Demonstration erfolgte durch den Bau eines verkleinerten Roboterarms, der mittels Arduino-Mikrocontrollern gesteuert und über das Robot Operating System (ROS) mit einem digitalen Abbild synchronisiert wurde.
Die AAS wird als bedeutendes Metamodell zur Strukturierung und Identifikation von Assets im Kontext von Industrie 4.0 diskutiert, jedoch aufgrund ihrer Komplexität im vorliegenden Vorgehensmodell spezifisch kontextualisiert.
Es kombiniert lineare Phasen mit iterativen Elementen, wodurch sowohl Struktur für den Entwicklungsprozess geboten wird als auch die notwendige Flexibilität für Korrekturen und Anpassungen während der Entwicklung erhalten bleibt.
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