Masterarbeit, 2019
167 Seiten, Note: 2,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1 Einführung
2 Analyse des Transkripts
2.1 Datenerhebung und Unterrichtskontext
2.2 Begründung der Methodenwahl (Funktionalpragmatik)
2.3 Lehr-Lern-Diskurs oder Unterrichtsdiskurs und grundlegende Handlungsmuster
2.4 Analyse einzelner Transkriptabschnitte
2.4.1 Themen- und Begriffseinführung
2.4.2 Begriffserklärung
2.4.3 Besprechung der Ergebnisse aus der Anwendungsphase
2.4.4 Fazit zur Transkriptanalyse
3 Lehrersprache und ihre Merkmale
4 Nachschlagewerke im Fremdsprachenunterricht
5 Lexikaanalyse
5.1 Begründung der Lexikawahl
5.2 Begründung der Analysekriterien
5.3 Lexikon 1: Rossipotti - Literaturlexikon für Kinder
5.4 Lexikon 2: Basislexikon – Literaturwissenschaft
5.5 Fazit zur Lexikaanalyse
6 Erstellung eigener Lexikoneinträge
7 Fazit: Nutzung von Lexikoneinträgen im Rahmen der Literaturarbeit im sprachsensiblen Fachunterricht
Ziel dieser Masterarbeit ist es zu untersuchen, wie durch den gezielten Einsatz von Lexika die Unterrichtskommunikation im sprachsensiblen Fachunterricht, insbesondere am Beispiel der Literaturarbeit im Fach Deutsch, verbessert werden kann, um somit den schulischen Erfolg sprachlich förderbedürftiger Schülerinnen und Schüler zu unterstützen.
2.4.2 Begriffserklärung
Wie aus der Abschnittsüberschrift bereits zu entnehmen ist, folgt nun die eigentliche Begriffserklärung. In der Reihenfolge, in der Frau Müller die Begriffe im vorherigen Abschnitt eingeführt hat, werden diese nun gemeinsam mit dem Vorwissen der Schüler_innen erarbeitet (vgl. Fläche [61]-[70]).
Zu vermuten ist demnach, dass Frau Müller den vorherigen Abschnitt als Begriffseinführung nutzt. Sie will den Schüler_innen u.U. einen Überblick über die (bekannten) Begriffe des Unterrichts geben. Inwiefern diese Struktur nachteilig sein kann, wurde bereits oben genannt.
Im Nachfolgenden werden die Erklärungen der einzelnen Begriffe genauer betrachtet.
1 Einführung: Die Arbeit motiviert sich durch die Notwendigkeit, sprachlich förderbedürftige Schülerinnen und Schüler im Fachunterricht durch das Konzept des sprachsensiblen Fachunterrichts und den Einsatz von Lexika zu unterstützen.
2 Analyse des Transkripts: Dieses Kapitel untersucht mittels funktionalpragmatischer Diskursanalyse die Unterrichtskommunikation, um Verständnisprobleme bei der Einführung literarischer Fachbegriffe zu identifizieren.
3 Lehrersprache und ihre Merkmale: Hier werden Merkmale der Lehrersprache (teacher talk) theoretisch beleuchtet, um Kriterien für die Lexikaanalyse und die Gestaltung verständlicher Erklärungen abzuleiten.
4 Nachschlagewerke im Fremdsprachenunterricht: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des Begriffs Lexikon sowie eine Erörterung des Nutzens von Wörterbüchern für den Fremdsprachenerwerb und das autonome Lernen.
5 Lexikaanalyse: Die vorhandenen Lexika "Rossipotti" und "Basislexikon – Literaturwissenschaft" werden anhand selbst aufgestellter, fachsprachlicher und linguistischer Kriterien kritisch auf ihre Eignung für den sprachsensiblen Fachunterricht geprüft.
6 Erstellung eigener Lexikoneinträge: Auf Basis der Analyseergebnisse werden neue, strukturierte Lexikoneinträge entwickelt, die speziell auf die Bedürfnisse sprachlich förderbedürftiger Lernender zugeschnitten sind.
7 Fazit: Nutzung von Lexikoneinträgen im Rahmen der Literaturarbeit im sprachsensiblen Fachunterricht: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass der gezielte Einsatz schriftlicher Lexikoneinträge die Flüchtigkeit des Unterrichtsdiskurses kompensieren und das Begriffsverständnis sowie den Lernerfolg nachhaltig fördern kann.
Sprachsensibler Fachunterricht, Funktionalpragmatik, Unterrichtskommunikation, Literaturarbeit, Lexikographie, Lehrerfrage, Schülerförderung, Begriffsvermittlung, Deutsch als Zweitsprache, Unterrichtsdiskurs, Literaturlexikon, Sprachförderung, Fachsprache, Textanalyse, Lernprozess
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Lexika als Werkzeug, um die Unterrichtskommunikation im sprachsensiblen Fachunterricht zu verbessern und sprachlich förderbedürftige Schülerinnen und Schüler bei der Literaturarbeit zu unterstützen.
Die zentralen Felder umfassen die Funktionalpragmatik, die Lehrersprache (Teacher Talk), die Lexikographie sowie das Konzept des sprachsensiblen Fachunterrichts.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch sprachlich optimierte Lexikoneinträge ein tieferes Verständnis von literarischen Fachbegriffen ermöglicht und somit der schulische Erfolg der Schülerinnen und Schüler gefördert werden kann.
Die Autorin nutzt die Funktionalpragmatik zur Analyse eines transkribierten Unterrichtsbeispiels, um sprachliche Handlungsmuster und mögliche Verständnisbarrieren aufzudecken.
Der Hauptteil gliedert sich in die Transkriptanalyse, eine theoretische Aufarbeitung von Lehrersprache und Nachschlagewerken, die Analyse bestehender Literaturlexika sowie die Erstellung eigener, didaktisch aufbereiteter Lexikoneinträge.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Sprachsensibler Fachunterricht, Funktionalpragmatik, Begriffsvermittlung, Unterrichtsdiskurs und die explizite Förderung durch Lexikoneinträge.
Im Gegensatz zum Unterrichtsdiskurs, in dem Schülerinnen und Schüler oft nur ihre Schulpflicht erfüllen, zeichnet sich der Lehr-Lern-Diskurs durch wechselseitige Anerkennung und die Eigenmotivation der Lernenden aus, ihre Wissenslücken zu schließen.
Die Transkriptanalyse zeigt, dass Schülerinnen und Schüler diese Begriffe häufig gleichsetzen, was die Textanalyse erschwert. Die Arbeit betont daher die Notwendigkeit einer klaren begrifflichen Abgrenzung.
Beispiele dienen dazu, die theoretischen Definitionen zu konkretisieren und die Schülerinnen und Schüler bei der praktischen Anwendung der Begriffe in einer eigenen Textanalyse anzuleiten.
Das Redundanzprinzip hilft dabei, wichtige Aspekte mehrfach aufzugreifen und in alternativen Formulierungen wiederzugeben, um unterschiedliche Sprachniveaus und Wissensstände der Schülerinnen und Schüler gleichermaßen zu erreichen.
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