Bachelorarbeit, 2018
53 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Definitorisch-konzeptionelle Grundlagen
2.1 Definition der Mensch-Roboter-Interaktion
2.2 Ausgewählte künstliche Intelligenzen in der Mensch-Roboter-Interaktion
2.2.1 Avatar KRISTINA als Beispiel eines Embodied Conversational Agent
2.2.2 Pepper als Beispiel eines humanoiden Roboters
2.2.3 Begriffsbestimmung „social robot“
2.3 Theorie der Emotionsübertragung
2.4 Gesundheitswesen
2.4.1 Begriffsbestimmung Gesundheitswesen
2.4.2 Pflege als personenbezogene Dienstleistung
3. Literaturbasierte Analyse der Emotionsübertragung durch künstliche Intelligenzen
3.1 Emotionsübertragung durch Avatare im Gesundheitswesen
3.2 Emotionsübertragung durch „social robot“ im Gesundheitswesen
4. Handlungsempfehlungen für die Praxis
5. Fazit und Forschungsausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht, ob durch den Einsatz ausgewählter künstlicher Intelligenzen eine Emotionsübertragung in der Mensch-Roboter-Interaktion im Gesundheitswesen ermöglicht wird, um so das Potenzial dieser Technologien zur Unterstützung der Pflegepraxis zu bewerten.
3.1 Emotionsübertragung durch Avatare im Gesundheitswesen
Zu Anfang wird untersucht, wie ein Embodied Conversational Agent über die Kommunikationskanäle Computer, Tablet und Smartphone auf den Menschen wirkt.
Die Autoren Kim und Sundar (2012, S. 241) machen deutlich, dass der Mensch eine soziale Reaktion auf nicht belebte Objekte, in diesem Fall einen Computer, zeigt und die Geräte wie Menschen behandelt. Dieses Verhalten wird auch als „Computer as Social Actors Paradigma“ (CASA-Paradigma) bezeichnet. Das CASA-Paradigma beschreibt, dass Interaktionen mit Computern, Fernsehern, Smartphones und Tablets, im Wesentlichen sozial und natürlich sind (Nass, Moon, Fogg, Reeves & Dryer, 1995, S. 223f.; Wang, 2017, S. 334).
Als ein weiterer Vorreiter im Bereich Mensch-Roboter-Interaktion fungierte Clifford Nass, ein Informatiker und Soziologe. Seine Arbeit über die „Media Equation“ Theorie prägt einen Großteil des heutigen Mensch-Roboter-Interaktion-Bereiches (Nass & Reeves, 1996, o.S.). Nass und Moon (2000, S. 82) weisen in einer Reihe von Studien nach, dass Menschen Computer, Tablets und Smartphones so behandeln, als wären die Geräte Menschen, obwohl die Menschen wissen, dass dies nicht der Fall ist. Dies Verhalten ist etwas irrational und Nass und Moon (2000, S. 92) argumentieren, dass Menschen unbewusst soziale Regeln auf Computer anwenden. Es liegen Belege dafür vor, dass Menschen bei der Interaktion mit Computern stereotypisierte soziale Kategorien, wie Geschlecht, ethnische Zugehörigkeit, Status, innerhalb und außerhalb der Gruppe verwenden (Broadbent, 2017, S. 640). Huddy und Terkildsen (1993, S. 131) zeigen, dass Frauen mehr Mitfühlkompetenz und Männer mehr Handlungskompetenz besitzen. Bei der Studie hat sich herausgestellt, dass Computer mit weiblicher Stimme liebevoller bewertet wurden, während Computer mit männlicher Stimme eher eine sachliche Bewertung erhalten haben, obwohl die Computer identische Informationen lieferten (Nass, Moon & Green, 1997, S. 874).
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die wachsende Bedeutung der Robotik im Gesundheitswesen aufgrund demografischer Veränderungen und stellt die Forschungsfrage zur Emotionsübertragung.
2. Definitorisch-konzeptionelle Grundlagen: Es werden zentrale Begrifflichkeiten wie Mensch-Roboter-Interaktion, künstliche Intelligenz, verschiedene Robotertypen sowie die Theorie der Emotionsübertragung und das Gesundheitswesen definiert.
3. Literaturbasierte Analyse der Emotionsübertragung durch künstliche Intelligenzen: Dieser Hauptteil analysiert anhand existierender Studien, ob und wie Avatare sowie soziale Roboter Emotionen auf den Menschen übertragen können.
4. Handlungsempfehlungen für die Praxis: Auf Basis der Literaturanalyse werden Empfehlungen für den Einsatz von Robotern und Avataren in der Pflege entwickelt, wobei Aspekte wie Akzeptanz und Vertrauen berücksichtigt werden.
5. Fazit und Forschungsausblick: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert offene Forschungsfragen und plädiert für weiterführende empirische Studien.
Mensch-Roboter-Interaktion, Künstliche Intelligenz, Emotionsübertragung, Gesundheitswesen, Pflegemanagement, Soziale Roboter, Avatar, Embodied Conversational Agent, Anthropomorphismus, Mimikry, Uncanny Valley, Technikaffinität, Pflegepraxis, Soziale Präsenz, Digitale Assistenzsysteme.
Die Arbeit untersucht, ob und wie künstliche Intelligenzen (insbesondere Avatare und soziale Roboter) im Gesundheitswesen Emotionen auf Menschen übertragen können, um soziale Interaktionen in der Pflege zu unterstützen.
Zentrale Themenfelder sind die Mensch-Roboter-Interaktion, künstliche Intelligenz, die Theorie der Emotionsübertragung (emotionale Ansteckung) und der Anwendungsbereich des Gesundheitswesens bzw. der Pflege.
Das primäre Ziel ist es, wissenschaftlich zu bestimmen, ob eine Emotionsübertragung durch ausgewählte künstliche Intelligenzen in der Mensch-Roboter-Interaktion ermöglicht wird.
Die Autorin nutzt eine tiefgehende Literaturanalyse, um den aktuellen Forschungsstand zu theoretischen Konstrukten und empirischen Studien zur Emotionsübertragung zu evaluieren.
Der Hauptteil analysiert systematisch, wie Avatare und "social robots" in Interaktionen mit Menschen wirken und ob dabei nachweisbare Prozesse der Emotionsübertragung ausgelöst werden.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Mensch-Roboter-Interaktion, Emotionsübertragung, künstliche Intelligenz, soziale Roboter, Avatare und Pflegepraxis.
Pepper dient als praktisches Beispiel für einen humanoiden Roboter, dessen Einsatzmöglichkeiten im Gesundheitswesen und dessen Fähigkeit zur Emotionsvermittlung detailliert analysiert werden.
Das "uncanny valley" beschreibt das Phänomen, dass die Vertrautheit mit einem menschenähnlichen Roboter sinkt, wenn dieser dem Menschen zu ähnlich wird, was zu einem unheimlichen Empfinden führt.
Die Arbeit stellt fest, dass es aktuell noch keine eindeutigen Belege für eine erfolgreiche Emotionsübertragung durch Avatare gibt, da dies noch ein weitgehend unberührtes Forschungsgebiet ist.
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