Bachelorarbeit, 2020
48 Seiten, Note: 1
1. „Der Besuch der alten Dame“ – Eine literarische Betrachtung
1.1 Der Autor: Friedrich Dürrenmatt
1.2 Entstehungsgeschichte und Adaptionen
1.3 Der Handlungsort: Güllen
1.4 Handelnde Personen
1.4.1 Alfred Ill
1.4.2 Die Dame – Claire Zachanassian
1.4.3 Die Güllener
1.5 Die Handlung
1.5.1 Eröffnungsszene, die Ankunft der Dame und die Begrüßungsrede
1.5.2 Konfrontation mit bzw. Richtigstellung der Vergangenheit und der erste Prozess
1.5.3 Claires Angebot und Güllens Reaktion
1.5.4 Die Veränderungen in Güllen und Ills Umstimmungsversuche
1.5.5 Alfred Ill – vom „Retter“ zum „Gejagten“ zum „Helden“
1.5.6 Der zweite Prozess und die Abschlussszene
2. Theologische Relevanz einzelner Sequenzen
2.1 Die Ankunft der Dame
2.2 Der Prozess – Recht und Gerechtigkeit
2.3 Das Angebot
2.4 Die Person Alfred Ill und sein Schicksal im Vergleich zur Passion Jesu Christi
3. Der Sündenbock – René Girard
3.1 Hinführung
3.1.1 Mimesis
3.1.2 Das Opfer
3.1.3 Der Sündenbock
3.2 „Es ist besser, ein Mensch sterbe, …“
3.2 „Ills Krankheit, Ills Opfer“
3.3 Vom archaischen Opfer zum Rechtssystem
4. Recht und Gerechtigkeit im Sinne der katholischen Soziallehre
4.1 Katholische Soziallehre
4.1.1 Definition
4.1.2 Geschichte
4.1.3 Grundsätze der katholischen Soziallehre
4.2 Gerechtigkeit
4.2.1 Biblische Perspektive
4.2.2 Traditionelles Schema nach Thomas von Aquin
4.2.3 Heutige Gerechtigkeitsbegriffe
4.2.4 Gerechtigkeit und Liebe
4.3 Recht und Gerechtigkeit bei Dürrematt
4.3.1 Claire und ihre Konstruktion einer Gerechtigkeit
4.3.2 Ill und seine Konstruktion einer Gerechtigkeit
5. Konklusion
Die Arbeit untersucht Friedrich Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“ aus einer theologischen Perspektive, wobei sie die Begriffe Recht und Gerechtigkeit in Zusammenschau mit der katholischen Soziallehre und dem Sündenbockmechanismus nach René Girard analysiert.
3.1 Hinführung
Kernkategorien der Kulturtheorie Girards sind die Kategorien der Mimesis und des Opfers, insbesondere des Sündenbocks, zwei zunächst kultische und als solche soziale Kategorien.
1. „Der Besuch der alten Dame“ – Eine literarische Betrachtung: Vorstellung des Autors, der Entstehungsgeschichte des Werks sowie eine detaillierte Zusammenfassung der Handlung entlang zentraler Schlüsselmomente.
2. Theologische Relevanz einzelner Sequenzen: Analyse spezifischer Szenen des Stücks hinsichtlich ihrer theologischen Bezüge, insbesondere Parallelen zur Passionsgeschichte Jesu.
3. Der Sündenbock – René Girard: Untersuchung des Stücks durch die Brille der mimetischen Theorie Girards, wobei Alfred Ill als Sündenbock und Opfer der Güllener Gesellschaft identifiziert wird.
4. Recht und Gerechtigkeit im Sinne der katholischen Soziallehre: Reflexion über Gerechtigkeitskonzepte der katholischen Sozialethik und deren Kontrastierung mit den individuellen Gerechtigkeitskonstruktionen von Claire Zachanassian und Alfred Ill.
5. Konklusion: Zusammenfassende Betrachtung der theologischen Erkenntnisse und deren Relevanz für das Verständnis der moralischen und gesellschaftlichen Dynamiken im Stück.
Der Besuch der alten Dame, Friedrich Dürrenmatt, Gerechtigkeit, Recht, Katholische Soziallehre, René Girard, Sündenbock, Mimesis, Opfer, Passion, Alfred Ill, Claire Zachanassian, Gewalt, Rache, Ethik.
Die Bachelorarbeit analysiert Dürrenmatts tragische Komödie „Der Besuch der alten Dame“ aus einem theologisch-ethischen Blickwinkel.
Die Arbeit konzentriert sich auf die Begriffe von Recht und Gerechtigkeit, die Theorie des Sündenbocks nach René Girard sowie die Prinzipien der katholischen Soziallehre.
Das Ziel ist es, das Handeln der Figuren im Stück mittels theologischer und soziologischer Konzepte zu deuten und das Gerechtigkeitsverständnis des Autors zu hinterfragen.
Es handelt sich um eine literatur- und theologische Analyse, die auf der Anwendung von Theorien (Girard, Soziallehre) auf das literarische Werk basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine literarische Einführung, die theologische Analyse von Schlüsselszenen, die Anwendung der Sündenbocktheorie und die Reflexion über Recht und Gerechtigkeit.
Wichtige Begriffe sind Sündenbock, Gerechtigkeit, Mimesis, Opfer, christliche Ethik, Macht des Geldes und Rache.
Ill wird als Figur gedeutet, die durch ihren Verrat und den anschließenden Leidensweg Parallelen zum biblischen Leidensweg Jesu aufweist, insbesondere in seiner Rolle als "Sündenbock".
Ihre Konstruktion ist durch eine stark subjektive, auf Rache basierende Haltung geprägt, die sie durch ihre enorme Finanzkraft und die Korrumpierung der Stadt Güllen ausübt.
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