Examensarbeit, 2017
76 Seiten, Note: 1,0
Diese wissenschaftliche Arbeit untersucht Figurationen männlicher Adoleszenz und Bindungsstörungen in den Romanen "Come Dio comanda" (2006) und "Io e te" (2012) des italienischen Schriftstellers Niccolò Ammaniti. Ziel ist es, die Entwicklung und die Herausforderungen der jugendlichen Protagonisten im Kontext ihrer Familienverhältnisse und der sich ergebenden Bindungsstörungen herauszuarbeiten.
Das erste Kapitel widmet sich der Analyse von "Come Dio comanda" und untersucht die Handlung, den adoleszenten Charakter Cristiano, seine Jugendprobleme und seine Bindungsstörungen im Verhältnis zu seinen Eltern und Bezugspersonen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Entwicklung Cristianos hin zum Erwachsenwerden und der Rolle seines Vaters Rino in diesem Prozess.
Das zweite Kapitel behandelt "lo e te" und analysiert die Handlung, den Charakter Lorenzo und seine Jugendprobleme sowie seine komplexen Bindungsstörungen im Verhältnis zu seiner Mutter und anderen Bezugspersonen. Es wird die Frage untersucht, wie Lorenzo trotz seiner problematischen Entwicklung und dem Einfluss seiner Mutter eine gewisse Form von Verantwortung übernimmt.
Das dritte Kapitel stellt Parallelen und Unterschiede zwischen den beiden Romanen "Come Dio comanda" und "lo e te" heraus. Es beleuchtet Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Lebensumständen, der schulischen und familiären Situation der Protagonisten sowie die jeweiligen Auswirkungen der Bindungsstörungen auf ihre Entwicklung.
Diese Arbeit beschäftigt sich mit den Themen männliche Adoleszenz, Bindungsstörung, Familienkonstellation, soziales Umfeld, Entwicklungspsychologie, Erwachsenwerden, italienische Literatur und Niccolò Ammaniti. Sie konzentriert sich auf die Darstellung der jugendlichen Protagonisten und ihre Entwicklungen innerhalb der beiden Romane.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Werke „Come Dio Comanda“ (Wie Gott es befiehlt) und „Io e te“ (Ich und du).
Die Arbeit analysiert Figurationen männlicher Adoleszenz (Jugendphase) und die Darstellung von Bindungsstörungen bei den Protagonisten.
Das Eltern-Kind-Verhältnis wird oft als Auslöser für Bindungsstörungen dargestellt und ist entscheidend für die (fehlende) Ablösung und das Erwachsenwerden der Söhne.
Während Cristiano in „Come Dio Comanda“ durch Verantwortung und eine ambivalente Bindung zum Vater wächst, kämpft Lorenzo in „Io e te“ mit narzisstischen Störungen und einer engen Bindung zur Mutter.
Neben entwicklungspsychologischen Quellen wird der Ratgeber „Nel nome del figlio“, den Ammaniti gemeinsam mit seinem Vater Massimo (einem Psychologen) schrieb, genutzt.
Thematisiert werden Probleme mit dem eigenen Körper, dem anderen Geschlecht, schulische Schwierigkeiten, Lügen und die Suche nach einem Platz in der Gesellschaft.
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