Bachelorarbeit, 2018
66 Seiten, Note: 1,00
1 PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN
2 BEGRIFFSBESTIMMUNGEN
2.1 Einleitung
2.2 Glaubenserfahrung
2.3 Glaubensaussage
2.3.1 Glaubensaussage als Zeugnis
2.3.2 Glaubensaussage als Bekenntnis
2.4 Wahrheit
2.4.1 Bedingungen der Epistemologie
2.4.2 Begründung der Anthropologie
2.5 Resümee
3 GELTUNGSANSPRUCH VON GLAUBENSAUSSAGEN
3.1 Kontextbezug von Glaubensaussagen
3.1.1 Lebensweltliche und historische Einordnung
3.1.2 Kategorische Einordnung
3.2 Glaubwürdigkeit
3.2.1 Glaubwürdigkeit eines bzw. einer Aussagenden
3.2.2 Glaubwürdigkeit einer Aussage
3.3 Interpersonale Kommunikation
3.3.1 Kommunikativer Akt
3.3.2 Ästhetischer Akt
3.3.3 Spiritueller Akt
3.4 Resümee
4 MÖGLICHKEITEN DES ERFASSENS KINDLICHER GLAUBENSAUSSAGEN IM UNTERRICHT
4.1 Zum allgemeinen Verständnis einer Methodenvielfalt im Religionsunterricht
4.2 Kindertheologie
4.2.1 Kompetenzaufbau beim Theologisieren im Religionsunterricht
4.2.2 Rolle der Lehrkraft beim Einsatz von Methoden im Religionsunterricht
4.3 Geeignete Methoden zum Erfassen kindlicher Glaubensaussagen im Religionsunterricht
4.3.1 Fantasiereise
4.3.2 Üben der Kommunikation
4.3.3 Einsatz von Spielen
4.4 Resümee
5 CONCLUSIO
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie im Religionsunterricht der Volksschule kindliche Glaubensaussagen erfasst und verstanden werden können. Die zentrale Forschungsfrage lautet: Inwiefern begünstigen oder hemmen bestimmte religionsdidaktische Methoden den Zugang von Volksschulkindern zum Verbalisieren ihrer subjektiven Glaubenserfahrungen?
4.3.1 Fantasiereise
Oftmals werden spirituelle Erlebnisse und Vorstellungen mittels diverser Bilder und Metaphern ausgedrückt. Dies kann daran liegen, dass die menschliche Sprache begrenzt ist und Menschen manchmal keine Worte finden können, um ihre Empfindungen verbal auszudrücken. Außerdem sind bildhafte Erinnerungen im Gedächtnis von Menschen deutlich eingeprägter und intensiver, als das kognitive Denken.
Es wird zwischen fünf Arten von Fantasiereisen unterschieden. Der hauptsächliche Grund der Unterscheidung liegt im Grad der Anleitung und der Intensität, die je nach Größe der Gruppe und dem Alter der teilnehmenden Personen variieren kann.
Fantasiegeschichten gelten als Vorstufe der Fantasiereisen, da es sich um Geschichten handelt, die vorgetragen werden und in der Fantasie miterlebt werden können. Das Erzählen der Geschichte verpflichtet sozusagen die zuhörende Person, sich innerlich passende Bilder zum ausgesprochenen Text vorzustellen.
Die zweite Stufe sind gelenkte Fantasiereisen, bei denen den zuhörenden Personen durch Pausen beim Sprechen die Möglichkeit gegeben wird, ihre Fantasie zu entfalten. Dieses Entfalten wird jedoch von der sprechenden bzw. anleitenden Person unterbunden, sobald erneut laut gesprochen wird. Dies sorgt dafür, dass die Fantasie entlang des Themas entsteht und die Gedanken der Zuhörenden nicht abschweifen. Mitunter ist das ein guter Grund, diese Art von Fantasiereisen in der Schule anzuwenden.
1 PROBLEMAUFRISS UND ZIELSTELLUNGEN: Einführung in die Thematik der Glaubwürdigkeit kindlicher Glaubensaussagen und Darlegung der Forschungsziele.
2 BEGRIFFSBESTIMMUNGEN: Klärung der Kernbegriffe Glaubenserfahrung, Glaubensaussage (als Zeugnis oder Bekenntnis) und Wahrheit aus epistemologischer und anthropologischer Sicht.
3 GELTUNGSANSPRUCH VON GLAUBENSAUSSAGEN: Analyse der Bedingungen für die Authentizität und Glaubwürdigkeit von Aussagen durch Kontextbezug und interpersonale Kommunikation.
4 MÖGLICHKEITEN DES ERFASSENS KINDLICHER GLAUBENSAUSSAGEN IM UNTERRICHT: Schulpraktische Auseinandersetzung mit didaktischen Methoden, Kindertheologie und deren Anwendung zur Ermittlung kindlicher Gottesvorstellungen.
5 CONCLUSIO: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf die Bedeutung respektvoller Kommunikation im Religionsunterricht.
Religionsunterricht, Kindertheologie, Glaubensaussage, Glaubenserfahrung, Fantasiereise, Kommunikation, Methodik, Religionsdidaktik, Gottesvorstellung, Volksschule, Geltungsanspruch, Glaubwürdigkeit, Theologisieren, Subjektivität, Wertschätzung.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten, wie kindliche Glaubensvorstellungen und Gottesfragen im Religionsunterricht der Volksschule erfasst und thematisiert werden können.
Die zentralen Felder sind die fundamentaltheologische Bestimmung von Glaubensaussagen, die Rolle der Kommunikation im religiösen Kontext sowie der Einsatz fachdidaktischer Methoden wie Fantasiereisen und Spiele.
Das Ziel ist herauszufinden, inwieweit bestimmte religionsdidaktische Methoden das Verbalisieren subjektiver Glaubenserfahrungen bei Kindern im Volksschulalter fördern oder hemmen können.
Die Arbeit ist textorientiert und hermeneutisch-kritisch, also interpretativ verfasst, und stützt sich auf die Auswertung fundamentaltheologischer und fachdidaktischer Fachliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Begriffsbestimmung, eine Untersuchung des Geltungsanspruchs von Glaubensaussagen sowie eine praktische Analyse verschiedener didaktischer Methoden für den Unterricht.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Kindertheologie, Glaubenserfahrung, Kommunikationsdidaktik, Methodik und den Bezug zur kindlichen Lebenswelt charakterisiert.
Fantasiereisen ermöglichen Kindern einen geschützten Raum, in dem sie bildhafte Vorstellungen entwickeln können, was besonders hilfreich ist, da kindliche Glaubenserfahrungen oft bildhaft und nicht rein kognitiv-sprachlich geprägt sind.
Die Lehrkraft ist die zentrale Instanz, die Rahmenbedingungen schafft, Impulse setzt und vor allem durch ihre authentische, wertschätzende Haltung und ihre eigene kommunikative Kompetenz ein Klima schafft, in dem Kinder sich öffnen können.
Spielen wird als ganzheitliches Lernen verstanden, das Kindern hilft, gewohnte Denkweisen zu durchbrechen und sich in fiktive oder religiöse Kontexte einzufühlen, wobei es auch den sozialen Austausch fördert.
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