Bachelorarbeit, 2020
80 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Untersuchung
2 Kostenplanung und -kontrolle
2.1 Grundlagen der Planung und Kontrolle
2.1.1 Kontrolle
2.1.2 Planung
2.2 Planung und Kontrolle als untrennbare Prozesse
2.3 Kontrollfunktionen und Agency-Theory
2.4 Grundsätze ordnungsgemäßer Unternehmensüberwachung
2.5 Kontrollablauf
2.6 Betriebsabrechnungsbogen
3 Einsatz von Digitalisierung und KI im Bereich Kostenkontrollen
3.1 Definitionen
3.2 Ausgewählte Teilbereiche der Digitalisierung von Kostenkontrollen
3.2.1 Big Data
3.2.2 Data Warehouse
3.2.3 Cloud Computing
4 Einführung eines digitalisierten BAB zur Ermittlung von Abweichungen und zur Vornahme von Abweichungsanalysen
4.1 Aktuelle Anwendung des BAB
4.2 Voraussetzungen eines digitalisierten BAB
4.3 Schrittweise Einführung eines digitalisierten BAB
4.3.1 Durchführung der Planung
4.3.2 Digitalisierung der Primärkostenverteilung
4.3.3 Digitalisierung der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung
4.3.4 Digitalisierung der Abweichungsermittlung
4.3.5 Digitalisierung der Abweichungsanalyse
4.4 Chancen und Schwächen des digitalisierten BAB
5 Schlussbetrachtung und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, einen eigenständigen, praxisorientierten Vorschlag zur schrittweisen Digitalisierung des Betriebsabrechnungsbogens (BAB) in mittelständischen Industrieunternehmen zu entwickeln, um eine exaktere und effizientere Kostenkontrolle sowie Abweichungsanalyse zu ermöglichen.
4.3.1 Durchführung der Planung
Um die schrittweise Digitalisierung des BAB zu verdeutlichen wird folgendes Beispiel herangezogen: Beispiel 1: Das Familienunternehmen Kabel OHG ist in der Kabelindustrie tätig. Der Geschäftsführer A hat Kostenkontrollen bislang folgendermaßen vom Controller B durchführen lassen: Innerbetriebliche Leistungen werden im BAB mithilfe des Anbauverfahrens verrechnet. Die dafür erforderlichen Werte wurden manuell aus den operativen Systemen gesammelt und in Excel eingefügt bzw. berechnet. Im Anschluss folgte der Soll-Ist-Vergleich der GK-Zuschlagssätze, für den Normalkosten vergangener Jahre als Maßstab dienten. Bei Abweichungen wurden die KoSt-Verantwortlichen darauf hingewiesen. Auf weitere Analysen wurde aus Zeitgründen verzichtet.
B hat jedoch einige Verbesserungsvorschläge: Anstelle der Normalkosten würde er gerne unter Einbeziehung weiterer Vorjahresdaten und Geschäftserwartungen Planwerte ermitteln. Die manuelle Eingabe und Berechnung der Werte im BAB kostet ihn viel Zeit. Weiterhin stört ihn, dass er mithilfe des Anbauverfahrens die vielfältigen Leistungsverflechtungen zwischen den KoSt des Unternehmens nicht exakt beachten kann. Er schlägt deshalb vor, die Durchführung der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung mithilfe des Gleichungsverfahrens zu vollziehen und diese, sowie die anschließende Kostenkontrolle, zu digitalisieren, sodass monatlich exakte und schnelle Kostenkontrollen durchgeführt werden können.
Im Unternehmen liegen folgende GK-Arten, charakterisiert nach fixen und variablen GK, vor: Material (variabel), Gehälter (fix), Abschreibungen (fix), Strom (variabel), Miete (fix), Essen (variabel).
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Digitalisierung für mittelständische Unternehmen und definiert den Fokus auf die schrittweise Einführung eines digitalisierten BAB.
2 Kostenplanung und -kontrolle: Legt die theoretischen Grundlagen des unternehmerischen Überwachungssystems, der Kostenplanung sowie des klassischen Betriebsabrechnungsbogens dar.
3 Einsatz von Digitalisierung und KI im Bereich Kostenkontrollen: Erläutert technologische Bausteine wie Big Data, Data Warehouse und Cloud Computing und deren Mehrwert für eine moderne Kostenkontrolle.
4 Einführung eines digitalisierten BAB zur Ermittlung von Abweichungen und zur Vornahme von Abweichungsanalysen: Dokumentiert die praktische Umsetzung eines digitalisierten, Excel-basierten BAB-Modells am Beispiel der Kabel OHG.
5 Schlussbetrachtung und Ausblick: Resümiert die Ergebnisse der Arbeit und gibt einen Ausblick auf weiterführende Digitalisierungsmöglichkeiten im Controlling.
Digitalisierung, Kostenkontrolle, Betriebsabrechnungsbogen, KMU, Controlling, Excel, Abweichungsanalyse, Big Data, Data Warehouse, Cloud Computing, Kostenplanung, innerbetriebliche Leistungsverrechnung, Gleichungsverfahren, KMU-Controlling
Die Arbeit untersucht, wie mittelständische Industrieunternehmen durch eine schrittweise Digitalisierung ihres Betriebsabrechnungsbogens die Effizienz und Genauigkeit ihrer Kostenkontrolle steigern können.
Die Arbeit verknüpft die klassischen Instrumente der Kostenrechnung (BAB) mit modernen Digitalisierungstechnologien wie Data Warehousing und Cloud Computing.
Das Hauptziel ist es, einen praktischen, in Excel umsetzbaren Lösungsvorschlag zu erarbeiten, der manuelle, fehleranfällige Prozesse in eine automatisierte Kostenkontrolle überführt.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse sowie einer anwendungsorientierten Fallstudie am Beispiel der "Kabel OHG".
Im Hauptteil werden die Voraussetzungen für einen digitalisierten BAB definiert und die schrittweise Automatisierung – von der Primärkostenverteilung bis zur Abweichungsanalyse mittels Gleichungsverfahren – detailliert aufgezeigt.
Die zentralen Schlagworte sind Digitalisierung, Kostenkontrolle, Betriebsabrechnungsbogen (BAB), Mittelstand (KMU) und Excel-Automatisierung.
Das Anbauverfahren bildet komplexe Leistungsverflechtungen zwischen Kostenstellen ungenau ab, während das Gleichungsverfahren durch die Lösung linearer Gleichungssysteme eine exaktere verursachungsgerechte Verrechnung ermöglicht.
Das Data Warehouse dient als zentraler Datenpool, der die manuelle Datenpflege aus unterschiedlichen Systemen ersetzt, die Nachvollziehbarkeit erhöht und als Basis für automatisierte Analysen dient.
Durch die digitalen Kostenfunktionen in Excel lassen sich Szenarien zur Änderung der Beschäftigung simulieren, um deren Auswirkungen auf die Kostenstruktur schnell bewerten zu können.
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