Bachelorarbeit, 2021
79 Seiten, Note: 1,70
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung
1.3. Aufbau der Arbeit
1.4. Methodischer Ansatz
2. Begriffsbestimmungen und Theoretische Grundlagen
2.1. Begriffsbestimmungen
2.1.1. Mergers & Acquisitions
2.1.2. FinTech Unternehmen
2.1.3. Digitalisierung
2.1.4. Geschäftsmodell
2.2. Theoretische Grundlagen
2.2.1. Mergers & Acquisitions als Wellenphänomen
2.2.2. Der M&A Transaktionsprozess
2.2.3. Klassische Geschäftsmodelle des deutschen Bankensektors
2.3. Motive und Ziele für Unternehmenskonsolidierungen
2.3.1. Strategische Positionierung
2.3.2. Synergieeffekte
2.3.3. Bilanzpolitische Motive
3. Auswirkungen von Konsolidierungen auf den deutschen Bankensektor
3.1. Einflussgrößen durch FinTech Unternehmen
3.2. Einflussgrößen durch Digitalisierung
3.3. Skaleneffekte durch M&A Transaktionen
3.4. Entstehung disruptiver Geschäftsfelder
4. Diskussion
5. Fazit
Die Arbeit untersucht, ob Konsolidierungen ein wirksames Mittel zur Steigerung der Profitabilität deutscher Banken in einem durch Digitalisierung und regulatorischen Druck geprägten Marktumfeld darstellen.
2.2.2. Der M&A Transaktionsprozess
Zunächst lässt sich die strategische Richtung einer M&A-Transaktion einteilen, auf welche in Kapitel 2.3. noch genauer eingegangen wird. Hierbei erfolgt die Einteilung gemäß den jeweiligen Tätigkeitsfeldern der partizipierenden Unternehmen, in vertikale, horizontale, konglomerate- sowie konzentrische strategische Ausrichtung. Darüber hinaus wird bei Unternehmen, welche auf unterschiedlichen Produktionsebenen tätig sind, in „vor- oder nachgelagerte Wertschöpfungsstufen“ innerhalb eines Segments unterschieden. Hierbei spricht man von einem vertikalen Zusammenschluss. Sind Unternehmen einer gleichen Branche auf der gleichen Wertschöpfungsstufe tätig, spricht man von einer horizontalen Richtung. Treten keine Ähnlichkeiten des Wertschöpfungsprozesses auf, handelt es sich um eine konglomerate Richtung. Eine weitere Klassifizierung ist nach dem Integrationsgrad möglich. Die Akquisition kann sich hierbei auch nur auf Teilgebiete eines Unternehmens beziehen. Unter dem Grad der Integration kann verstanden werden, wie stark sich die beiden beteiligten Parteien zusammenschließen.
Dem Transaktionsprozess gehören darüber hinaus verschiedene Parteien an. Zunächst kann der Käufer in Finanzinvestor und strategischer Investor eingeteilt werden. Bei dem Finanzinvestor handelt es sich um eine Investorengruppe, welche ihre finanziellen Mittel in Unternehmen investiert, mit dem Ziel diese profitabel anzulegen. Diese Art des Zusammenschlusses muss nicht zwingend langfristig ausgestaltet sein. Der primäre Fokus des Finanzinvestors liegt auf der effizienten Gewinnmaximierung. Entgegen der Gewinnmaximierung, investiert die Gruppe der strategischen Investoren mit dem Ziel, Knowhow hinzu zu gewinnen und das akquirierte Unternehmen, in die eigenen Geschäftstätigkeiten zu integrieren.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den aktuellen Umbruch des deutschen Bankensektors, getrieben durch Digitalisierung und regulatorischen Druck, und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Profitabilitätssteigerung durch Konsolidierungen.
2. Begriffsbestimmungen und Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel liefert die definitorischen Grundlagen zu M&A, FinTech, Digitalisierung und Geschäftsmodellen sowie die theoretische Fundierung von M&A als Wellenphänomen und deren Motive.
3. Auswirkungen von Konsolidierungen auf den deutschen Bankensektor: Der Hauptteil analysiert die konkreten Einflüsse von FinTechs, Digitalisierung und M&A auf die deutsche Bankenlandschaft und untersucht die Entstehung neuer, disruptiver Geschäftsfelder.
4. Diskussion: Die Diskussion reflektiert die methodische Vorgehensweise der qualitativen Experteninterviews und bewertet die Belastbarkeit der gewonnenen Erkenntnisse für die Gesamtheit des Bankensektors.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und kommt zu dem Schluss, dass Konsolidierung allein nicht ausreicht, sondern eine umfassende Sanierung und Anpassung an neue Geschäftsmodelle für eine nachhaltige Profitabilität erforderlich ist.
Bankensektor, M&A, Fusionen, Konsolidierung, Profitabilität, FinTech, Digitalisierung, Geschäftsmodell, Skaleneffekte, Eigenkapitalrendite, Kostenstruktur, Retail Banking, Asset Management, Transformation, Marktpositionierung.
Die Bachelorarbeit befasst sich mit dem Strukturwandel im deutschen Bankensektor und der Frage, inwiefern Unternehmenskonsolidierungen (Fusionen) dazu beitragen können, die rückläufige Profitabilität der Institute zu steigern.
Die zentralen Themen sind Mergers & Acquisitions, der Einfluss von FinTech-Unternehmen, die Auswirkungen der Digitalisierung auf Bankprozesse sowie die Identifikation profitabler zukünftiger Geschäftsfelder.
Das primäre Ziel ist es, auf Basis einer Literaturanalyse und Experteninterviews zu erörtern, ob Konsolidierungsstrategien eine positive Auswirkung auf die Ertragskraft deutscher Banken haben können.
Es wurde eine umfangreiche Literaturanalyse durchgeführt, ergänzt durch einen qualitativen Forschungsansatz mittels Experteninterviews von 13 Führungspersonen aus der Finanzbranche.
Der Hauptteil analysiert die Einflussgrößen durch FinTechs und Digitalisierung, untersucht M&A-Skaleneffekte und beleuchtet die Entstehung neuer, disruptiver Geschäftsfelder innerhalb der verschiedenen Bankengruppen.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Bankensektor, M&A, Konsolidierung, Profitabilität, Digitalisierung, FinTech und Geschäftsmodell-Transformation.
Die Experten sind sich weitgehend einig, dass die Politik zwar Interesse an einer Konsolidierung hat, um Banken zu verschlanken, jedoch kaum effektive Unterstützung bei der Bewältigung der regulatorischen Last bietet.
Aufgrund der aktuellen Niedrigzinsphase und der starken digitalen Konkurrenz ist das traditionelle Zinsgeschäft für viele Banken langfristig nicht mehr rentabel genug, weshalb eine Ausrichtung auf Asset Management und Spezialfinanzierungen gefordert wird.
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