Masterarbeit, 2021
166 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Relevanz des Themas
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2 Definitionen und Begriffe
2.1 Populismus und Rechtspopulismus
2.2 Rechtsextremismus und Rechtsradikalismus
2.3 Abgrenzung Rechtspopulismus von Rechtsextremismus
2.4 Politikjournalismus und Politikjournalist*innen
2.5 Das politische Fernsehinterview
3 Forschungsstand
3.1 Selbstbild von Journalist*innen
3.2 Selbstbild von Politiker*innen
3.3 Die Beziehung zwischen Journalist*innen und Politiker*innen
3.4 Medien und die AfD
4 Alternative für Deutschland (AfD)
4.1 Geschichte
4.2 Die AfD zwischen rechtspopulistisch und rechtsextremistisch, demokratisch und verfassungswidrig
4.3 Die Kommunikationsstrategie der AfD
4.3.1 Framing-Ansatz
4.3.2 Die Rhetorik der Rechten
5 Das politische Fernsehinterview
5.1 Kunst oder Handwerk?
5.2 Vorbereitung und Recherche
5.3 Vorgespräch
5.4 Informationsziel
5.5 Interviewdramaturgie und Interviewtechnik
5.6 Interviews als emotionale Balanceakte
5.7 Die Rolle des*der Interviewer*in
5.8 Interviews mit AfD-Politiker*innen
6 Forschungsfrage, Vorgehensweise und Methodik
6.1 Aufbau der Untersuchung
6.2 Auswahl der Experten
6.3 Die Gestaltung des Interviewleitfadens
7 Durchführung und Auswertung der Ergebnisse
7.1 Qualitative Inhaltsanalyse
7.2 Kategoriensystem
7.3 Kernaussage der Ergebnisse
8 Schlussbetrachtung
8.1 Diskussion und Fazit
8.2 Ausblick und Forschungsbedarf
Die vorliegende Masterarbeit untersucht, wie Politikjournalist*innen Fernsehinterviews mit Politiker*innen der Partei Alternative für Deutschland (AfD) führen und vor welchen Herausforderungen sie dabei stehen. Das primäre Ziel ist es, durch qualitative Experteninterviews empirische Erkenntnisse darüber zu gewinnen, ob und inwiefern sich die Interviewführung bei AfD-Vertreter*innen von der bei Politiker*innen anderer Parteien unterscheidet und welche Strategien im Umgang mit rechter Rhetorik und populistischen Frames angewendet werden.
4.3.1 Framing-Ansatz
Durch die Komplexität diverser Themen, wird schnell deutlich, dass oftmals bestimmte Faktoren hervorgehoben werden, die als wichtig erachtet werden und andere Aspekte weniger in den Vordergrund gestellt werden. Journalist*innen, Kommunikator*innen sowie Rezipient*innen haben jeweils einen eigenen Blickwinkel auf eine öffentliche Debatte. Diese Blickwinkel auf ein bestimmtes Thema, werden als Frames bezeichnet, und die Forschung, die sich damit beschäftigt, wird Framing-Forschung genannt (Matthes, 2014, S. 9). Framing bezieht sich also auf den aktiven Prozess des selektiven Hervorhebens von Informationen. Frames sind daher die Ergebnisse dieses Prozesses.
Nach Entman (1993) lassen sich vier Frame-Elemente unterscheiden: Problemdefinition, Ursachenzuschreibung, Lösungszuschreibung und Handlungsempfehlung sowie eine explizite Bewertung. Somit wird jeder öffentliche Diskurs zu einem Wettbewerb verschiedener Akteur*innen um den dominierenden Frame. Dies geschieht auf Ebene der Kommunikator*innen, der Medieninhalte und der Bevölkerungsmeinung. Somit ist der Framing-Ansatz ein zentraler Forschungsbereich in der politischen Kommunikationsforschung (Matthes, 2014, S. 10 – 12). Als Frame-Building wird der Einfluss von Kommunikator*innen auf die journalistischen Frames und damit die Medien-Frames bezeichnet. Dieser hat wiederum Einfluss auf die Rezipient*innen-Frames (Matthes, 2014, S. 18). Die Framing-Forschung hat ihren Ursprung in der Soziologie, Psychologie und Kommunikationswissenschaft (Matthes, 2014, S. 24).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problematik ein, dass rechtspopulistische Parteien wie die AfD den Journalismus vor neue Herausforderungen in der Interviewführung stellen.
2 Definitionen und Begriffe: Hier werden die theoretischen Grundlagen zu Populismus, Rechtsextremismus, Politikjournalismus und dem politischen Fernsehinterview erarbeitet.
3 Forschungsstand: Das Kapitel beleuchtet den aktuellen Kenntnisstand über die Rollenbilder von Journalisten und Politikern sowie die bisherige Berichterstattung über die AfD.
4 Alternative für Deutschland (AfD): Vorstellung der Partei, ihrer politischen Einordnung zwischen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus sowie ihrer Kommunikations- und Framing-Strategien.
5 Das politische Fernsehinterview: Erläuterung der handwerklichen Aspekte der Interviewführung, von der Vorbereitung bis hin zu Interviews mit AfD-Politikern.
6 Forschungsfrage, Vorgehensweise und Methodik: Erläuterung des Forschungsdesigns und der Durchführung leitfadenbasierter Experteninterviews.
7 Durchführung und Auswertung der Ergebnisse: Detaillierte Beschreibung der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und Darstellung des Kategoriensystems sowie der zentralen Ergebnisse.
8 Schlussbetrachtung: Diskussion der Erkenntnisse, Zusammenfassung der Ergebnisse und Identifikation von weiterem Forschungsbedarf.
Politikjournalismus, AfD, Fernsehinterview, Rechtspopulismus, Rechtsextremismus, Framing, Rhetorik, Experteninterviews, Interviewführung, Inhaltsanalyse, Medienethik, politische Kommunikation, Strategie, Tabubruch, Berichterstattung
Die Arbeit untersucht die journalistische Praxis im Umgang mit AfD-Politiker*innen in Fernsehinterviews und beleuchtet, welche besonderen Herausforderungen dabei auftreten.
Die zentralen Felder umfassen journalistische Rollenbilder, die Kommunikationsstrategien der AfD (insbesondere Framing und Rhetorik), Techniken der Interviewführung sowie die spezifischen Bedingungen tagesaktueller politischer Berichterstattung.
Das Ziel ist es, empirisch zu erforschen, ob und wie Politikjournalist*innen ihre Herangehensweise bei AfD-Interviews anpassen und welche Strategien zur Neutralität und Wahrheitsfindung sich in der Praxis bewährt haben.
Die Autorin verwendet eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, basierend auf leitfaden-basierten Experteninterviews mit Politikjournalist*innen und Medientrainern.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Begriffsdefinitionen, Forschungsstand, AfD-Strategien) und eine empirische Analyse der Experteninterviews zu Vorbereitung, Interviewtechnik, Umgang mit Framing und Herausforderungen bei AfD-Interviews.
Wichtige Begriffe sind Politikjournalismus, AfD, Fernsehinterview, Rechtspopulismus, Framing, Rhetorik und qualitative Experteninterviews.
Die Montage in gebauten Beiträgen (hinter der Kamera) erlaubt eine nachträgliche Einordnung von Aussagen, während Live-Interviews (vor der Kamera) eine sofortige, schlagfertige Reaktion erfordern, da keine nachträgliche redaktionelle Bearbeitung möglich ist.
Die Experten raten zu einer intensiven Vorbereitung, Sachkenntnis, mentaler Distanz (das Bild des "offenen Fensters") und dazu, sich nicht vom eigenen Interviewziel abbringen zu lassen.
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