Bachelorarbeit, 2021
55 Seiten, Note: Bachelor
1. Intention der Analyse von „Coptic Light“
2. Biographisches zu Morton Feldman
3. Analyse von „Coptic Light“ unter ausgewählten Aspekten
3.1. Teppiche
3.2. Pedal
3.3. Tonstruktur
5. Zusammenfassung
6. Forschungsmaterial
6.1. Anaylse der Akkorde von den Bläsern (Takt 41-200)
6.2. Analyse der Platzierung von den Bläsern (Takt 57-200)
Die Arbeit untersucht das letzte Orchesterwerk von Morton Feldman, „Coptic Light“ (1985), mit dem Ziel, die zugrundeliegenden Kompositionstechniken und die ästhetische Konzeption des Stücks zu ergründen. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie Feldman durch die Transformation von Klangstrukturen – beeinflusst durch koptische Textilmuster und bildende Kunst – neue musikalische Ausdrucksformen und eine spezifische Zeitstruktur innerhalb einer großorchestralen Besetzung etabliert.
3.1. Teppiche
Im Vorwort zur Partitur platzierte Feldman kurze Hinweise auf die grundlegende Idee und die technische Perspektive. Zunächst erwähnt er, dass er sich von Fragmenten koptischer Textilien im Louvre in Frankreich inspirieren ließ.
Koptische Kunst ist eine christliche Volkskunst, die aus Ägypten zur Zeit der Römer stammt. Koptische Textilien werden normalerweise in Leinen oder Wolle mit roter, blauer, gelber, grüner, lilaner, schwarzer und brauner Naturfarbe gefärbt. Feldman war ein begeisterter Sammler der Teppiche in dieser Art und kaufte auch eine Reihe türkischer Teppiche aus der Bergama in der Türkei des späten 18. Jahrhunderts auf einer Auktion in London. Insbesondere bemerkte er die unvollkommene Symmetrie der Teppiche und hatte bereits die Symmetrieprinzipien aus Teppichen auf seine Werke angewendet. Patterns und Farben mit kleinen Unterschieden sind wiederholt auf dem Teppich vorhanden, und Feldman verbindet diese Eigenschaften mit der musikalischen Zeitstruktur. Das Pattern ist in seinen Werken seit jeher häufig vorgekommen.
Teppiche haben mich dazu angeregt, in meiner unlängst entstandenen Musik von einer disproportionalen Symmetrie auszugehen, in der einer unregelmäßige Reihe – 4:3, 6:5, 8:7 etc. - als Ausgangspunkt benutzt wird. Meiner Absicht entsprechend „faßt“ diese Reihe damit mein Material in den rhythmischen Rahmen des Taktes; während es in der arhythmischen Sprache der nachwebernschen Zeit so ist, daß die lineare Überführung einer Figur in eine andere einer unausgewogenen Beschleunigung führt. Worum es mir geht, ist etwas, wonach Mondrian suchte, der keine „Blumenstrauße“ malen wollte, „sondern eine einzelne Blume.“
1. Intention der Analyse von „Coptic Light“: Dieses Kapitel stellt das Werk in seinen historischen Kontext und beleuchtet Feldmans Arbeitsweise sowie die Entstehungsgeschichte von „Coptic Light“.
2. Biographisches zu Morton Feldman: Es wird ein Abriss über den Lebensweg Feldmans gegeben, wobei der Fokus auf seinen Lehrern und den für seine Ästhetik prägenden Begegnungen liegt.
3. Analyse von „Coptic Light“ unter ausgewählten Aspekten: Dieses zentrale Kapitel analysiert die kompositorischen Parameter wie Pattern-Bildung, Pedal-Einsatz und Tonorganisation.
3.1. Teppiche: Dieser Abschnitt beschreibt, wie visuelle Konzepte der Symmetrie und koptischer Textilien als Strukturmodell für die musikalische Zeitgestaltung dienen.
3.2. Pedal: Es wird die technische und ästhetische Rolle des Pedals analysiert, wobei Vergleiche zu Sibelius’ Orchestrierung gezogen werden.
3.3. Tonstruktur: Dieses Kapitel erläutert die intervallische Anlage des Stücks und die Verwendung spezifischer Skalen und Cluster.
5. Zusammenfassung: Hier werden die Ergebnisse der Analyse zusammengeführt und Feldmans Leistung bei der Integration ästhetischer Prinzipien in das Medium Orchester gewürdigt.
6. Forschungsmaterial: Dieser Teil enthält detaillierte Analysetafeln und Notenbeispiele zur Platzierung der Instrumente und zur Akkordbildung.
6.1. Anaylse der Akkorde von den Bläsern (Takt 41-200): Eine tabellarische und analytische Darstellung der Akkordstrukturen in den Bläsergruppen.
6.2. Analyse der Platzierung von den Bläsern (Takt 57-200): Hier wird die genaue zeitliche und instrumentale Verteilung der Bläsereinsätze untersucht.
Morton Feldman, Coptic Light, Orchestermusik, Pattern, Symmetrie, Klangfarbe, Pedal, Tonorganisation, Cluster, 20. Jahrhundert, Kompositionstechnik, Indeterminierte Musik, Rhythmusnotation, Resonanz, Zeitstruktur
Die Arbeit analysiert das Orchesterwerk „Coptic Light“ von Morton Feldman und beleuchtet die hinter dem Werk stehenden kompositorischen Ansätze und ästhetischen Einflüsse.
Die zentralen Themen sind die rhythmische Pattern-Bildung, die Funktion von Klangfarben und Resonanz durch Pedalisierung sowie die Organisation der Tonhöhen in Clustern und Skalen.
Das primäre Ziel ist es, die spezifischen Kompositionstechniken aufzudecken, die Feldman in seinem Spätwerk zur Transformation großorchestraler Klangstrukturen einsetzte.
Es wird eine musiktheoretische Analyse durchgeführt, die Partituranalyse mit ästhetischen Reflexionen kombiniert und durch umfangreiches tabellarisches Datenmaterial zur Instrumentenplatzierung gestützt wird.
Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der Teppich-Metaphorik, der Rolle des Orchesterpedals und einer detaillierten Untersuchung der Ton- und Rhythmusstrukturen innerhalb des Werks.
Wichtige Begriffe sind Morton Feldman, Coptic Light, Pattern, Symmetrie, Klangfarbe, Cluster und Kompositionstechnik.
Feldman nutzt die visuelle Asymmetrie und die Wiederholung von leicht variierten Mustern aus koptischen Textilien, um eine disproportionale Symmetrie in der Zeitgestaltung seiner Musik zu erzeugen.
Das Orchesterpedal fungiert bei Feldman als Werkzeug, um Klangfarben zu verschmelzen und eine kontinuierliche Resonanz zu erzeugen, ähnlich dem Dämpferpedal am Klavier.
Die Tabellen dienen dazu, die hochkomplexen Einsatzmuster der verschiedenen Bläsergruppen über einen langen Zeitraum (Takt 41-200) übersichtlich und nachvollziehbar zu dokumentieren.
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