Bachelorarbeit, 2020
53 Seiten, Note: 1,7
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Handlungsbedarf in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) hinsichtlich der Erhaltung und Förderung der Mitarbeitergesundheit zu identifizieren. Dabei wird die Forschungsfrage gestellt, inwieweit Handlungsbedarf im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung besteht, und es sollen darauf basierend konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet werden.
Einleitung und Problemstellung
Die Arbeitswelt wird zunehmend immer mehr durch Flexibilität, technologischen Fortschritt und internationalem Wettbewerbsdruck geprägt. Stetig ansteigende Ansprüche an Qualität erhöhen den Druck auf Betriebe und dessen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Aufgrund des demografischen Wandels werden zukünftig immer mehr Beschäftige 50 oder älter sein (Bechmann, 2011). Um diesen zunehmenden Belastungen entgegen zu wirken können Betriebe die psychische und physische Gesundheit der Mitarbeiter fördern.
Die Gesundheit von Mitarbeitern steht bei Maßnahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) im Vordergrund. Zwar gibt es in diesem Zusammenhang bereits zahlreiche gute Beispiele für erfolgreiche Projekte in allen Betriebsgrößen, doch insbesondere in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) sind die Aktivitäten diesbezüglich deutlich zurückhaltender als in Großbetrieben. Nach wie vor zeigen sich erhebliche Unterschiede in Bezug auf die Aufgeschlossenheit und Nachhaltigkeit der BGF. Gerade die kleineren Unternehmen haben häufig nicht die finanziellen Mittel Verantwortliche für diesen Bereich einzusetzen und legen den Fokus auf das alltägliche Geschäft (Lück, 2020). Dabei kann jedes Unternehmen mit einfachen Mitteln die Gesundheit seiner Beschäftigten fördern und für den Unternehmenserfolg nutzen. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit soll daher der Frage nachgegangen werden, in welchen gesundheitsrelevanten Themenfeldern derzeit für KMU ein Handlungsbedarf besteht, um die Gesundheit der Beschäftigten zu fördern.
Leistungsfähige Mitarbeiter stellen für den Betriebserfolg eine wichtige Ressource dar. Dies haben, wie oben beschrieben, noch lange nicht alle Unternehmer erkannt. Allerdings spielen gerade heutzutage gesunde und motivierte Mitarbeiter eine wichtige Rolle im Unternehmen.
Bereits jetzt ist es aufgrund des demografischen Wandels und des bereits einsetzenden Fachkräftemangels für Unternehmen schwierig, den Bedarf an qualifizierten Mitarbeitern zu decken. Demzufolge sind der Erhalt und die Wiederherstellung der Gesundheit der Mitarbeiter immer wichtiger.
Das Ziel der Arbeit ist es, herauszufinden, inwieweit KMU die Gesundheit ihrer Beschäftigten erhalten und fördern und in welchen gesundheitsrelevanten Themenfeldern noch Handlungsbedarf besteht. Hierzu wird jeweils ein betrieblicher Experte (Unternehmensleitungen oder deren Vertreter) aus 17 verschiedenen Unternehmen schriftlich befragt. Im Mittelpunkt der Befragung stehen folgende Themen aus Sicht der jeweiligen Experten: Verständnis eines gesunden Unternehmens beziehungsweise eine gesunde Unternehmensstrategie, Gesundes Arbeitsumfeld, Gesunde Organisation, Gesunde Führung, Gesundes Miteinander (Unternehmenskultur) und Gesundes Verhalten.
1 Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel beschreibt die aktuellen Herausforderungen der modernen Arbeitswelt, wie zunehmende Flexibilität, technologischer Fortschritt und demografischer Wandel, die den Druck auf Mitarbeiter erhöhen und die Notwendigkeit betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) unterstreichen.
2 Zielsetzung: Hier wird das Hauptziel der Arbeit definiert, nämlich den Handlungsbedarf in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) bezüglich der Mitarbeitergesundheit durch die Befragung von 17 Unternehmensexperten zu ermitteln und daraus Handlungsempfehlungen abzuleiten.
3 Gegenwärtiger Kenntnisstand: Das Kapitel sammelt relevante Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien und definiert zentrale Begriffe des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM), ergänzt durch Analysen zu Arbeitsunfähigkeitsständen und der Effektivität von BGM-Maßnahmen.
4 Methodik: Es wird die Durchführung einer empirischen Studie mittels eines standardisierten Fragebogens mit geschlossenen Fragen beschrieben, der bei Führungskräften und Personalmitarbeitern aus 17 KMU zur Datenerhebung eingesetzt wurde.
5 Ergebnisse: In diesem Teil werden die Resultate der Befragung detailliert präsentiert, gegliedert nach sechs spezifischen Themenfeldern der betrieblichen Gesundheitsförderung, und die Forschungsfrage zur Beantwortung des Handlungsbedarfs beantwortet.
6 Diskussion: Dieses Kapitel bewertet die Umsetzung des BGM auf Basis der analysierten Ergebnisse, identifiziert kritische Schwachpunkte, insbesondere in Bezug auf Kommunikation und Ressourcen, und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen ab.
7 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen, hebt die hohen Kosten krankheitsbedingter Ausfälle hervor und betont den Nutzen von BGF, wobei festgestellt wird, dass insbesondere kleinere Unternehmen noch erheblichen Handlungsbedarf aufweisen.
Gesundheit, KMU, betriebliche Gesundheitsförderung, Handlungsbedarf, Mitarbeitergesundheit, Arbeitsumfeld, Unternehmenskultur, Führung, Befragung, Prävention, Arbeitsunfähigkeit, Return-on-Investment, Demografischer Wandel, Stressmanagement, Ergonomie
Die Arbeit befasst sich grundsätzlich mit der Gesundheit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und untersucht die Potenziale betrieblicher Gesundheitsförderungsaktivitäten durch eine Befragung von Unternehmensexperten.
Die zentralen Themenfelder umfassen das Verständnis eines gesunden Unternehmens und seiner Strategie, ein gesundes Arbeitsumfeld, eine gesunde Organisation, gesunde Führung, ein gesundes Miteinander (Unternehmenskultur) und gesundes Verhalten der Mitarbeiter.
Das primäre Ziel ist es, herauszufinden, inwieweit KMU die Gesundheit ihrer Beschäftigten erhalten und fördern und in welchen gesundheitsrelevanten Themenfeldern noch Handlungsbedarf besteht. Die Forschungsfrage lautet: „Inwieweit besteht Handlungsbedarf im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung?“
Es wird eine empirische Studie in Form eines Fragebogens mit geschlossener Fragestellung verwendet, um Daten von betrieblichen Experten zu erheben.
Der Hauptteil der Arbeit behandelt die Ergebnisse der Befragung zu den verschiedenen Themenfeldern der betrieblichen Gesundheitsförderung und deren anschließende Diskussion, einschließlich Handlungsempfehlungen.
Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Gesundheit, KMU, betriebliche Gesundheitsförderung, Handlungsbedarf, Mitarbeitergesundheit, Arbeitsumfeld, Unternehmenskultur, Führung, Befragung, Prävention, Arbeitsunfähigkeit, Return-on-Investment, Demografischer Wandel, Stressmanagement und Ergonomie.
Laut den Ergebnissen der Befragung zeigt sich insbesondere in den Bereichen „Gesundes Unternehmen (Strategie)“, „Gesunde Organisation“ und „Gesundes Verhalten“ ein erhöhter Handlungsbedarf, mit Modalwerten von 2 bei den entsprechenden Frageblöcken.
Die Studie zeigt, dass Kleinstunternehmen deutlich mehr Schwachpunkte bei der Umsetzung von BGM-Maßnahmen aufweisen als mittlere Unternehmen, was auf unterschiedliche finanzielle Mittel und Ressourcen hindeuten könnte.
Der mittlere Return-on-Investment (ROI) für BGM-Maßnahmen liegt bei 2,7, was bedeutet, dass ein aufgewendeter Euro zu einer Einsparung von 2,7 Euro führt, obwohl die Spannbreite der ROIs erheblich ist und nicht alle Studien einen positiven ROI belegen.
Die Diskussion der Ergebnisse hebt hervor, dass fehlende Kommunikation ein wesentlicher Faktor für nicht umgesetzte Maßnahmen ist. Ein offener Informationsaustausch und der konstruktive Umgang mit Konflikten sind als wichtige Bausteine für einen reibungslosen Ablauf und ein positives Arbeitsergebnis entscheidend.
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