Bachelorarbeit, 2020
97 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen
2.1. Mobbing
2.2. Soziale Arbeit
3. Soziale Organisationen
3.1. Organisation der sozialen Arbeit
3.2. Konflikte in der Organisation der sozialen Arbeit
4. Mobbing in sozialen Berufen
4.1. Mobbing als Prozess
4.2. Rechtliches Vorgehen gegen Mobbing
5. Qualitative Forschungsansatz und Begründung der Methodenauswahl
5.1. Auswertungsverfahren und das narrative Interview nach Schütze
5.2.Transkription und Anonymisierung
6. Zugang zum Feld
6.1. Zielgruppe
6.2. Kontaktaufnahme zum Gesprächspartner und Beschreibung der Gesprächssituation
7. Strukturelle Fallbeschreibung Frau Nikolova
8. Strukturelle Fallbeschreibung Herr Frank
9. Fallanalytische Gesichtspunkte
9.1. Die Bedeutung von Rahmenbedingungen: Organisation und Team
9.2. Gegenwehr und Leidensprozess
9.3. Reflexionsprozess nach dem Mobbingprozess
10. Präventionsmaßnahmen gegen Mobbing
11. Schlussfolgerung
Diese Arbeit untersucht die Verbreitung, die Ursachen und die Auswirkungen von Mobbing im Arbeitsumfeld sozialer Berufe. Auf Basis von narrativen Interviews mit zwei Betroffenen wird analysiert, wie Mobbingprozesse in sozialen Einrichtungen entstehen, welche psychischen Folgen diese für die Mitarbeitenden haben und inwieweit Organisationen sowie Führungskräfte in der Lage sind, präventiv oder intervenierend einzugreifen.
4. Mobbing in sozialen Berufen
Nicht jeder Streit führt zum Mobbing, jedoch beginnen die Handlungen von Mobbing nicht erst, wenn sich jemand in der Krise befindet (Dietl, 2015, S. 1). „Mobbing gehört leider zum Alltag in sozialen Einrichtungen. In Heimen, Kliniken und Tagestätten wird jeden Tag geschlagen, gefesselt und geschrien. Betroffen sind Bewohner und Mitarbeiter“ (ebd.), d.h. unter den Bewohnern in einem Heim oder auch zwischen den Vorgesetzten und/oder Kollegen. Die Probleme in diesen Einrichtungen werden meistens thematisiert, wenn diese Fälle veröffentlicht werden. Führungskräfte werden dann verantwortlich gemacht, wenn die Zeitungen über Heimskandale berichten. Dabei sind nicht nur die Hauptvorwürfe mit Mobbing und Gewalt im Heim Thema, sondern auch Missmanagement, Korruption und Untreue der Führungskräfte können dann zur Diskussion stehen.
Gewalt kann sich in unterschiedlichen Formen zeigen, zum einen die psychische (unsichtbar) und zum anderen die physische Gewalt (sichtbar), d.h. auch Beleidigung und Bedrohung stellen eine Form von Gewalt dar (ebd., S. 1ff). „Wohl am häufigsten und auch am verstecktesten ist aber die sogenannte strukturelle Gewalt, die sich auf alltägliche Strategien stützt. Grenzüberschreitungen, Herabsetzungen, Machtmissbrauch oder Bestrafungen – so zeigt sich diese Form im Sozialwesen“ (ebd., S. 4).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Themas Mobbing in sozialen Berufen und stellt die Forschungsfrage, ob auch kirchliche Träger vor dieser Problematik sicher sind.
2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe Mobbing und Soziale Arbeit definiert und in einen theoretischen Kontext gesetzt.
3. Soziale Organisationen: Es wird die Struktur sozialer Organisationen sowie das Auftreten und die Dynamik von Konflikten in diesem Arbeitsumfeld erörtert.
4. Mobbing in sozialen Berufen: Dieses Kapitel beschreibt Mobbing als Prozess, analysiert dessen Erscheinungsformen im Sozialwesen und beleuchtet das rechtliche Vorgehen.
5. Qualitative Forschungsansatz und Begründung der Methodenauswahl: Hier werden der gewählte qualitative Forschungsansatz sowie das narrative Interview nach Schütze als zentrale Datenerhebungsmethode begründet.
6. Zugang zum Feld: Die Autorin beschreibt den Prozess der Gewinnung der Interviewpartner sowie die Rahmenbedingungen der geführten Gespräche.
7. Strukturelle Fallbeschreibung Frau Nikolova: Darstellung des Mobbingerlebnisses von Frau Nikolova, einer Asylsozialberaterin, und der damit verbundenen teaminternen Konflikte.
8. Strukturelle Fallbeschreibung Herr Frank: Darstellung des Mobbingerlebnisses von Herrn Frank, eines Heilpädagogen, im Kontext seiner Arbeit in einer Tagesstätte.
9. Fallanalytische Gesichtspunkte: Vergleich der beiden Fallstudien mit existierender Literatur zur Identifikation zentraler Aspekte des Mobbinggeschehens.
10. Präventionsmaßnahmen gegen Mobbing: In diesem Kapitel werden konkrete Maßnahmen zur Vorbeugung von Mobbing in Organisationen diskutiert.
11. Schlussfolgerung: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion und Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit.
Mobbing, Soziale Arbeit, Arbeitsplatz, Konflikt, Führung, Organisation, Prävention, Psychoterror, Supervision, Sozialarbeiter, Team, Arbeitsbedingungen, professionelles Handeln, Mitarbeiterführung, Interaktion.
Die Bachelorarbeit setzt sich mit der Problematik von Mobbing in sozialen Berufen auseinander, wobei der Fokus auf den Erfahrungen von Betroffenen in sozialen Einrichtungen liegt.
Zentrale Themen sind die Dynamik von Mobbingprozessen, die Bedeutung organisatorischer Strukturen, die Rolle von Führungskräften und die Auswirkungen auf die Gesundheit der Mitarbeitenden.
Ziel ist es, Einblicke in Mobbing-Erfahrungen zu gewinnen und daraus Erkenntnisse abzuleiten, wie Unternehmen präventiv und frühzeitig auf Mobbing reagieren können.
Die Arbeit basiert auf einem qualitativen Forschungsansatz, wobei narrative Interviews nach Fritz Schütze als Methode zur Datenerhebung genutzt wurden.
Neben den theoretischen Grundlagen zu Mobbing und sozialen Organisationen umfasst der Hauptteil detaillierte Fallbeschreibungen sowie deren fallanalytische Auswertung.
Wichtige Begriffe sind Mobbing, Soziale Arbeit, Konfliktmanagement, präventive Organisationsentwicklung und die rechtlichen Rahmenbedingungen am Arbeitsplatz.
Die Arbeit verdeutlicht, dass Führungskräfte eine zentrale Verantwortung tragen; ihr Handeln oder Nichthandeln beeinflusst die Mobbingentwicklung maßgeblich.
Die Betroffenen versuchen zunächst eigenständig Konflikte zu lösen, suchen teilweise externe Supervision und reflektieren ihre Situation im Nachhinein kritisch.
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