Masterarbeit, 2019
50 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
Theoretischer Hintergrund und Stand der Forschung
Tagebuchmethodik: Operationalisierung von Variabilität
Job-Demand-Resources Model
Motivation (work engagement)
Wohlbefinden
Selbstwert
Variabilität von Selbstwert
Autonomie
Methode
Design und Stichprobe
Messinstrumente
Statistische Verfahren
Ergebnisse
Korrelationen
Multiple hierarchische Regression
Diskussion
Variabilität von Selbstwert
Variabilität von Handlungsspielraum
Kritische Reflexion und Limitation
Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss der intrapersonalen Variabilität von Selbstwert und Autonomie am Arbeitsplatz auf das Wohlbefinden und das Arbeitsengagement. Ziel ist es zu analysieren, ob diese Schwankungen als eigenständige Konstrukte eine Vorhersagekraft für arbeitspsychologische Variablen besitzen.
Tagebuchmethodik: Operationalisierung von Variabilität
Bei der Auseinandersetzung mit empirischen Ergebnissen wird oft vernachlässigt, dass es sich meistens um Mittelwerte aus mehreren Fragen (zu verschiedenen Zeitpunkten) handelt, sodass der Eindruck entsteht, Individuen hätten genau qualifizierbare, stabile Merkmalsausprägungen auf diversen Konstrukten.
Fleeson (2001) schlägt deshalb vor, dass Merkmalsausdrücke einer Person am besten als Dichteverteilungen dargestellt werden sollten, die sowohl die Stabilität in mittleren Merkmalsebenen als auch Variation in Merkmalsausdrücken über Zeit oder Situationen zeigen. So verkörpert das Verhalten jedes Menschen möglicherweise eine Häufigkeitsverteilung um seinen eigenen Mittelwert für jedes Merkmal, sodass die Person im Laufe der Zeit oder in bestimmten Situationen etwas höhere Werte eines bestimmten Merkmals (z.B. Extraversion) aufweist, jedoch zu anderen Zeiten etwas niedrigere Werte im Vergleich zu ihrem eigenen Mittelwert (Fleeson, 2001).
Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Interesse der Arbeits- und Organisationspsychologie an kurzfristigen psychologischen Prozessen ein und erläutert den Mehrwert von Tagebuchstudien gegenüber traditionellen Querschnittdesigns.
Theoretischer Hintergrund und Stand der Forschung: Hier werden theoretische Grundlagen wie das JD-R Modell sowie Konzepte wie Motivation, Wohlbefinden, Selbstwert und Autonomie unter dem Aspekt ihrer intrapersonalen Variabilität diskutiert.
Methode: In diesem Kapitel wird das Untersuchungsdesign mittels Tagebuchmethode, die Stichprobenzusammensetzung sowie die verwendeten psychometrischen Messinstrumente und statistischen Analyseverfahren beschrieben.
Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die Korrelationsanalysen sowie die Ergebnisse der multiplen hierarchischen Regressionen zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
Diskussion: Hier werden die Ergebnisse kritisch interpretiert, in den bestehenden Forschungsstand eingeordnet und die Limitationen der explorativen Untersuchung reflektiert.
Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Bedeutung der Variabilität von Selbstwert und Handlungsspielraum zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Studien.
Intrapersonale Variabilität, Selbstwert, Autonomie, Arbeitsengagement, Wohlbefinden, Tagebuchmethode, Job-Demand-Resources Modell, Arbeitspsychologie, Leistung, Stress, Arbeitsgestaltung, Regression, Dichteverteilung, Arbeitszufriedenheit, Personale Ressourcen.
Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Untersuchung, wie Schwankungen (Variabilität) bei individuellen Merkmalen wie dem Selbstwert und der Autonomie am Arbeitsplatz das Erleben und Verhalten von Angestellten beeinflussen.
Die zentralen Themenfelder umfassen die psychologische Arbeitsforschung, insbesondere die Themen Arbeitsengagement, Wohlbefinden und die Dynamik von Ressourcen wie Selbstwert und Autonomie.
Das primäre Ziel ist es zu ergründen, ob die intrapersonale Variabilität – also wie stark sich Werte einer Person über eine Arbeitswoche hinweg verändern – als unabhängiges Konstrukt einen signifikanten Einfluss auf Arbeitsengagement und Wohlbefinden ausübt.
Die Arbeit nutzt ein exploratives Forschungsdesign, das auf Daten einer Tagebuchstudie basiert. Zur statistischen Auswertung werden Korrelationsanalysen und multiple hierarchische Regressionen eingesetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (inklusive des JD-R Modells), die methodische Erfassung der Tagebuchdaten sowie die anschließende empirische Auswertung und Diskussion der Regressionsergebnisse.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören intrapersonale Variabilität, Selbstwert, Autonomie, Arbeitsengagement und das Job-Demand-Resources Modell.
Variabilität beschreibt hier die Schwankungsbreite der täglichen Werte eines Individuums, operationalisiert als Standardabweichung über eine Arbeitswoche, im Gegensatz zu einer statischen Betrachtung durch einfache Mittelwerte.
Tagebuchstudien ermöglichen es, kurzfristige psychologische Prozesse und tägliche Schwankungen direkt zu erfassen, die in klassischen Querschnittsbefragungen verloren gehen würden, da dort nur ein einzelner Zeitpunkt betrachtet wird.
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