Bachelorarbeit, 2020
53 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Sprachenlandschaft Marokkos
2.1 Arabisch.
2.1.1 Das klassische Hocharabisch
2.1.2 Das moderne Hocharabisch
2.1.3 Das marokkanische Arabisch
2.2 Die Berbersprachen
2.3 Französisch
2.4 Englisch
2.5 Spanisch
2.6 Sprachaufteilung innerhalb der Bevölkerung
3 Präsenz des Französischen in Marokko
3.1 Der Status des Französische
3.2 Die Konkurrenz mit dem modernen Hocharabisch und dem Darija
3.3 Verwendungsbereiche.
3.3.1 Öffentliche Verwendungsbereiche
3.3.2 Arbeitsmarkt
3.3.3 Medien.
3.3.4 Kunst
4 Bildungswesen
4.1 Die Protektoratsschulen und die Arabisierung des Bildungswesens
4.2 Reformen
4.3 Organisation und Struktur
4.4 Die französische Sprache im marokkanischen Schulsystem
4.5 Schwächen
4.6 Aktuelle Lage
4.6.1 Strategieplan 2015-2030
4.6.2 Campus Vivant’e
4.6.3 Situation in Zeiten von COVID-19
5 Der Sprachkonflikt im Bildungswesen in Medienbeispielen
6 Fazit
7 Literaturverzeichnis.
Die vorliegende Arbeit untersucht das komplexe soziolinguistische Profil Marokkos mit einem besonderen Fokus auf die Rolle und Präsenz der französischen Sprache innerhalb des marokkanischen Bildungswesens sowie deren gesellschaftliche Wahrnehmung in öffentlichen Diskursen.
2.1.3 Das marokkanische Arabisch
Das marokkanische Arabisch, auch Darija genannt, gilt als Muttersprache des Großteils der marokkanischen Bevölkerung, mit Ausnahme der Berber. Es wurde als Umgangssprache kategorisiert und dient hauptsächlich als Kommunikationssprache im Alltag. Auch die Berber greifen teilweise aus wirtschaftlichen und kulturellen Gründen auf das marokkanische Arabisch zurück, sodass es einerseits als deren Zweitsprache anerkannt wird und es aber andererseits auch von den Berbersprachen beispielsweise auf syntaktischer oder lexikalischer Ebene beeinflusst wird. Des Weiteren basiert es sehr auf Entlehnungen aus dem Französischen und Spanischen. So bezeichnet man ‚Woche’ als simana oder ‚Küche’ als cusina (vgl. Rouchdy 2009: 57). Obwohl regionale Varietäten des Darija aufzufinden sind, kann die ganze marokkanische Bevölkerung die Sprache verstehen. Sie wird vor allem in Medien und der Volkskunst, wie beispielsweise den Volkstheatern, wiedergefunden. Seit der Unabhängigkeit Marokkos beabsichtigt man eine Verbreitung dieser Dialektform, vor allem durch Radio und Fernsehen, um eine nationale Spracheneinigung zu erreichen. Doch das marokkanische Arabisch ist in erster Linie eine gesprochene Sprache, die über keine eigene offizielle Verschriftlichung verfügt. Nichtsdestotrotz gab es bereits einige Versuche, Besagtes umzusetzen. Dies geschah hauptsächlich mit arabischen Schriftzeichen. Der marokkanische Sprachwissenschaftler Youssi übersetzte „Le Petit Prince“ ins marokkanische Arabisch, weil er diese Dialektform als Meilenstein im Kampf gegen den Analphabetismus in Marokko sieht. Diesen begründet er vor allem mit der Schwierigkeit des Erlernens des klassischen Arabisch, das weniger als ein Viertel der Schülerinnen und Schüler nach Schulabschluss beherrscht. Das marokkanische Arabisch ist auch im Internet wiederzufinden, in dem viele NutzerInnen mithilfe von lateinischen Schriftzeichen und Zahlen versuchen, sich auszudrücken (vgl. Laroui 2011: 75).
1 Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage und Einordnung Marokkos als mehrsprachiges Land mit historisch gewachsenen linguistischen Spannungsfeldern.
2 Sprachenlandschaft Marokkos: Detaillierte Darstellung der verschiedenen Sprachen und Dialekte, die das sprachliche Gefüge Marokkos prägen.
3 Präsenz des Französischen in Marokko: Analyse des Prestiges, des Status und der konkreten Anwendungsbereiche der französischen Sprache im gesellschaftlichen Alltag.
4 Bildungswesen: Historische Untersuchung der Entwicklung, der Reformen und der aktuellen Herausforderungen des marokkanischen Schul- und Hochschulsystems.
5 Der Sprachkonflikt im Bildungswesen in Medienbeispielen: Qualitative Analyse von Nutzerkommentaren in digitalen Medien zur Identifizierung individueller Perspektiven auf die Sprachpolitik.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Rolle des Französischen als Prestigesprache und der anhaltenden Ambivalenz in der marokkanischen Sprachenpolitik.
7 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primär- und Sekundärquellen.
Marokko, Soziolinguistik, Bildungswesen, Französisch, Arabisch, Berbersprachen, Mehrsprachigkeit, Sprachpolitik, Diglossie, Identität, Kolonialismus, Postkolonialismus, Fremdsprachenunterricht, Medienanalyse, Sprachkonflikt
Die Arbeit befasst sich mit der komplexen Sprachsituation in Marokko, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Rolle der französischen Sprache im Bildungswesen und deren gesellschaftlicher Akzeptanz liegt.
Zentrale Themen sind die Sprachenvielfalt des Landes, die historische Entwicklung des Bildungssystems, die ökonomischen und politischen Faktoren für den Fortbestand des Französischen sowie die öffentliche Meinung dazu.
Das primäre Ziel ist es, den Stellenwert des Französischen im heutigen Marokko zu klären und zu beleuchten, inwiefern dieses im Bildungswesen präsent ist und durch die Bevölkerung rezipiert wird.
Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse der Sprachenlandschaft sowie eine qualitative Auswertung von Kommentaren in Medienbeispielen zur Erfassung der gesellschaftlichen Einstellung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Sprachen, eine Untersuchung der Präsenz des Französischen in verschiedenen Lebensbereichen und eine historische sowie aktuelle Analyse des Bildungswesens.
Schlüsselwörter sind Marokko, Mehrsprachigkeit, Bildungsreform, französische Sprache, Arabisierung, Sprachkonflikt und soziolinguistisches Profil.
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