Bachelorarbeit, 2020
47 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Allgemeines
1.2 Ziel der Arbeit
I Theoretischer Teil
2. Entlehnungen
2.1. Entlehnungen aus dem englischsprachigen Raum
2.1.1 Subkategorien von Entlehnungen
3. Gebrauchshäufigkeiten von Anglizismen- Forschungshintergrund
3.1 Das Anglizismenprojekt von Eisenberg (2013)
3.2 Anglizismen in der deutschen Pressesprache
II Empirischer Teil
4.1 Korpus und Methode
4.2 Vorgehensweise der Untersuchung
5. Ergebnisse
5.1 Gesamthäufigkeit von Anglizismen
5.2 Häufigkeit nach Kommunikationsbereichen
5.3 Häufigkeit nach Wortarten
6. Vergleichende Betrachtung
6.1 Allgemeine Vergleich mit der Untersuchung von Yang (1990)
6.2 Vergleich nach Kommunikationsbereichen
6.3 Vergleich nach Wortarten
7. Fazit
Die Arbeit untersucht das Vorkommen und die Gebrauchshäufigkeit von Anglizismen in der deutschen Pressesprache. Ziel ist es, durch eine Pilotuntersuchung am Beispiel der Zeitschrift „Spiegel“ eine quantitative Analyse durchzuführen und diese mit historischen Daten zu vergleichen, um Tendenzen der Sprachveränderung aufzuzeigen.
2.1. Entlehnungen aus dem englischsprachigen Raum
Ein Oberbegriff für Entlehnungen, die aus dem englischen Lexikon übernommen sind, ist der Anglizismus. Der Duden definiert Anglizismus als „Übertragung einer für [das britische] Englisch charakteristischen sprachlichen Erscheinung auf eine nicht englische Sprache.“ (Dudenradaktion, 2020) Diese Annahme impliziert, dass das Konzept des Anglizismus auf eine geographische beschränkte Herkunft hinweist (vgl. Meder 2005; 65). Deswegen wird in vielen Definitionen für entlehnte Ausdrücke aus dem englischsprachigen Raum auch zwischen Amerikanismus oder Britizismus differenziert, die sich auf ihre Herkunftsländer beziehen (vgl. Meder 2005: 65). Laut Duden ist Britizismus somit ein Synonym für Anglizismus (vgl. Dudenredaktion 2020). Auch Kupper (2007) setzt sich mit dem Begriff Amerikanismus auseinander, und verweist darauf, dass „eine Entlehnung aus dem amerikanischen (im Gegensatz zum britischen) Englisch stammt“ (Kupper 2007: 75). Auch Carstensen (1965) stimmt dem Begriffsunterschied zwischen Britinismus und Amerikanismus zu und bezieht sich dabei auf die Entlehnungen aus der britischen und der amerikanischer Varietät (vgl. Carstensen 1965: 19).
Bei Bestimmungen von Entlehnungen nach ihrer Herkunft treten jedoch immer wieder Schwierigkeiten auf. Nicht immer ist es möglich festzustellen, über welche Sprachvarietät ein Wort entlehnt worden ist (vgl. Yang 1990: 7). Dieses Problem adressiert auch Carstensen (1965), der betont, dass bei vielen Wörtern eine eindeutige Differenzierung zwischen britischen und amerikanischem Englisch nicht möglich sei „und die philologische Exaktheit wäre hier nicht gewährleistet, wenn man mehr als ‚Englisch’ sagte“ (Carstensen 1965: 18). Deswegen schlägt Yang (1990) vor, Anglizismus als “Oberbegriff von Entlehnungen aus dem amerikanischen Englisch, dem britischen Englisch sowie den übrigen englischen Sprachbereichen wie Kanada, Australien, Südafrika u.a.“ (Yang 1990: 7) zu verstehen. Dem stimmt auch Meder (2005) zu, die schreibt, dass „englische Spracheinflusse gleich welcher Varietät – sei es britischen, US-amerikanischen, kanadischen oder australischen – unter die Kategorie ‚Anglizismus’ zu fassen [wären]“ (Meder 2005: 66).
1. Einleitung: Vorstellung des Themas, des Einflusses des Englischen auf das Deutsche und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2. Entlehnungen: Darstellung theoretischer Grundlagen zu Entlehnungsprozessen und Definition des Begriffs Anglizismus.
3. Gebrauchshäufigkeiten von Anglizismen- Forschungshintergrund: Überblick über bestehende Studien von Eisenberg (2013) und Yang (1990) zur Häufigkeit von Anglizismen.
4.1 Korpus und Methode: Beschreibung der Auswahl der aktuellen Stichproben aus dem „Spiegel“ zur Analyse.
4.2 Vorgehensweise der Untersuchung: Erläuterung der manuellen Auswertungsmethodik und der Kriterien zur Identifizierung von Anglizismen.
5. Ergebnisse: Präsentation der erhobenen Daten zur Häufigkeit von Anglizismen in der aktuellen Ausgabe.
6. Vergleichende Betrachtung: Diskussion der Ergebnisse im Vergleich mit der historischen Studie von Yang (1990).
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Erkenntnisse und Ausblick auf künftige Forschungsbedarfe.
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Die Bachelorarbeit untersucht den Einfluss der englischen Sprache auf die deutsche Pressesprache durch die Analyse von Anglizismen.
Die Themen umfassen die Definition und Kategorisierung von Anglizismen sowie deren quantitative Gebrauchshäufigkeit in Zeitungen.
Das Ziel ist es, das Vorkommen von Anglizismen im „Spiegel“ empirisch zu untersuchen und diachron mit Ergebnissen aus dem Jahr 1980 zu vergleichen.
Es wird eine quantitative Pilotstudie durchgeführt, bei der ein Korpus aus aktuellen Ausgaben des „Spiegel“ manuell auf Anglizismen hin ausgewertet wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Vorstellung relevanter Forschungshintergründe, eine eigene empirische Untersuchung sowie einen Vergleich mit historischen Studien.
Die zentralen Begriffe sind Anglizismen, Sprachwandel, Mediensprache und quantitative Sprachanalyse.
Die Autorin vermutet, dass die Zunahme von Anglizismen, insbesondere im Wirtschaftsbereich, stark durch die Digitalisierung und die Verbreitung digitaler Medien getrieben ist.
Der „Spiegel“ ist ein überregional bekanntes Nachrichtenmagazin und dient aufgrund seiner periodischen Erscheinungsweise und thematischen Vielfalt als ideale Grundlage für einen Vergleich mit früheren wissenschaftlichen Studien.
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