Bachelorarbeit, 2021
103 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Demografischer Wandel
2.2 Die soziale Pflegeversicherung
2.2.1 Die aktuelle Pflegesituation in Deutschland
2.2.2 Leistungen für private Pflegepersonen
2.2.3 Personalmangel im Pflegesektor
2.3 Motive zur Pflegeübernahme
2.4 Präzisierung der Problemstellung
3. Methodik
3.1 Ausgangssituation und Rahmenbedingungen
3.2 Vor- und Nachteile einer Online-Befragung
3.3 Operationalisierung
3.4 Entwicklung des Fragebogens
3.5 Stichprobenziehung
3.6 Pretest
3.7 Vorgehensweise bei der Datenerhebung und Datenauswertung
4. Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistik
4.2 Hypothesenprüfung im Rahmen der Inferenzstatistik
4.2.1 Prüfung der Hypothese 1
4.2.2 Prüfung der Hypothese 2
4.2.3 Prüfung der Hypothese 3
4.2.4 Prüfung der Hypothese 4
4.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
5. Diskussion
5.1 Kritische Reflexion der eigenen Vorgehensweise
5.2 Interpretation der Ergebnisse
5.3 Bedeutsamkeit der Ergebnisse
5.4 Ableitung von Handlungsempfehlungen
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bereitschaft von Privatpersonen zur Übernahme von Pflegeleistungen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des zunehmenden Fachkräftemangels im Pflegesektor, wobei insbesondere soziodemografische Einflussfaktoren und Motive analysiert werden.
1.1 Problemstellung
Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel wurde in einem Interview im Jahr 2013 zur demografischen Entwicklung befragt, wobei sie folgende Anfangsworte wählte: „Beim demografischen Wandel geht es um eine tiefgreifende Veränderung unserer Gesellschaft, die alle Lebensbereiche betrifft. Wenn wir in Deutschland auf lange Sicht weniger, älter und vielfältiger werden, hat das Auswirkungen auf Junge wie Alte, auf die Menschen in den Städten wie auf dem Land, auf Arbeitnehmer wie Arbeitgeber.“
Diese zwar bereits einige Jahre alte, aber dafür heute umso aktuellere Aussage lässt erahnen, wie vielfältig die Herausforderungen sind, die der demografische Wandel mit sich bringt. Die Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik kann und muss in vielen Bereichen durch geeignete Maßnahmen gegensteuern.
Auch im Bereich der sozialen Pflegeversicherung (SPV) entsteht durch die Alterung der Gesellschaft zunehmend ein Handlungsbedarf, da sich die Anzahl der Leistungsbezieher kontinuierlich erhöht. Waren es nach der Einführung der SPV im Jahr 1995 insgesamt 1.061.418 Anspruchsberechtigte, stieg diese Zahl anschließend Jahr für Jahr an. Am Ende des Jahres 2015 waren es 2.665.109 Leistungsbezieher. Weitere vier Jahre später waren es beim Jahreswechsel schon 3.999.755 anspruchsberechtigte Menschen. Dabei handelt es sich um eine Zunahme von knapp über 50% innerhalb der vier Jahre, die auch durch eine Pflegereform im Jahr 2017 beschleunigt wurde. Die Zahlen zeigen, dass die Versorgung der Pflegebedürftigen in der Zukunft zum Problem werden könnte. Denn die steigende Zahl an Pflegebedürftigen erfordert zwangsläufig auch eine größere Anzahl an Menschen, die sich um diese Personen kümmern. Dabei scheint es zunächst gar nicht von großer Bedeutung zu sein, ob es sich um private und unqualifizierte oder professionelle Pflegekräfte handelt.
1. Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problemstellung im Kontext des demografischen Wandels, definiert das Ziel der Arbeit und gibt einen Überblick über den strukturellen Aufbau.
2. Theoretische Grundlagen: Hier werden der demografische Wandel, die soziale Pflegeversicherung sowie Motive zur Pflegeübernahme fundiert erörtert und die Forschungshypothesen abgeleitet.
3. Methodik: Dieses Kapitel beschreibt das Design der quantitativen Online-Befragung, inklusive Operationalisierung, Fragebogenentwicklung, Stichprobenziehung, Pretest und Datenauswertung.
4. Ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse der Befragung anhand deskriptiver Statistiken und der inferenzstatistischen Hypothesenprüfung detailliert dargestellt und zusammengefasst.
5. Diskussion: Dieses Kapitel enthält eine kritische Reflexion des eigenen Vorgehens sowie eine Interpretation der Ergebnisse und leitet daraus konkrete Handlungsempfehlungen ab.
6. Fazit und Ausblick: Diese abschließenden Ausführungen fassen die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und bieten einen Ausblick auf künftige Entwicklungen.
Pflegebedürftigkeit, demografischer Wandel, Pflegeleistungen, Pflegepotenzial, Lebenserwartung, soziale Pflegeversicherung, SGB XI, informelle Pflegepersonen, Pflegefachkräftemangel, Pflegetätigkeiten, Online-Befragung, Fragebogentechnik
Die Arbeit untersucht die Bereitschaft der Bevölkerung zur Übernahme von privaten Pflegeleistungen angesichts der alternden Gesellschaft und des Fachkräftemangels.
Die Schwerpunkte liegen auf den Auswirkungen des demografischen Wandels, den Leistungen der sozialen Pflegeversicherung und der Analyse von Motivationsfaktoren für pflegende Angehörige.
Es soll herausgearbeitet werden, welche soziodemografischen Faktoren und Motive die Bereitschaft zur Übernahme von Pflegeverantwortung beeinflussen.
Es wurde ein quantitativer Forschungsansatz in Form einer strukturierten Online-Befragung mit 353 Teilnehmern gewählt.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen des Pflegesektors, die detaillierte methodische Vorgehensweise, die Darstellung der statistischen Ergebnisse und die Diskussion der Befunde.
Zentrale Begriffe sind Pflegebedürftigkeit, informelle Pflegepersonen, Pflegepotenzial, soziale Pflegeversicherung und Pflegebereitschaft.
Sie ermöglichte eine kosteneffiziente und zeitnahe Erhebung bei einer relativ großen Stichprobe und reduzierte Interviewereinflüsse.
Die Untersuchung identifizierte die Liebe zu einem Menschen als das stärkste Motiv für die Übernahme von Pflegeaufgaben.
Die Ergebnisse zeigen, dass materielle Anreize, wie Pflegegeld, die Bereitschaft zur Pflege stärker steigern können als immaterielle Anreize, wie etwa die Pflegezeit.
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