Bachelorarbeit, 2021
55 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Konzeption der Risk-Governance-Perspektive
2.1 Risk-Governance-Philosophie
2.2 Grundlagen der Stakeholder-Theorie
2.3 Definition der Elemente eines Geschäftsmodells
3. Stakeholderorientierte Analyse des Geschäftsmodells
3.1 Private Equity Gesellschaften
3.2 Finanztechnologische Startup-Unternehmen
4. Analyse einer Finanzierung durch Beteiligungskapital aus Risk-Governance-Perspektive
4.1 Wachstumschancen für FinTech Startups durch Beteiligungskapital
4.2 Risikogesichtspunkte einer Beteiligungskapitalfinanzierung
4.3 Handlungsimplikationen zur Risikominderung
5. Fazit
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen von Finanzierungen durch Private Equity Gesellschaften auf das Geschäftsmodell sowie die Stakeholder von FinTech-Startups unter einer Risk-Governance-Perspektive. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich diese Finanzierungsform auf das Unternehmenswachstum, die Risikostruktur und die strategische Ausrichtung auswirkt.
2.1 Risk-Governance-Philosophie
Das grundlegende Problem und die daraus resultierende Notwendigkeit der Risk Governance besteht zunächst in der Auslegung des operationellen Risikomanagements auf vordefinierte Risiken. Die Verantwortlichkeit des Risikomanagements ist durch die frühzeitige Identifikation und die anschließende Bewältigung von Risiken mithilfe von routinierten Verfahren gekennzeichnet. Folglich werden als relevant eingeschätzte Risikoinformationen an die Unternehmensführung weitergeleitet, sodass diese, strategische Maßnahmen zur Risikoprävention des Geschäftsmodells ableiten kann. Aufgrund des in Zeiten der Digitalisierung komplexen und eigendynamischen Charakters von Risiken besteht die Gefahr einer Falscheinschätzung, bzw. des Herausfilterns relevanter Informationen. Folglich bleibt die Unternehmensführung uninformiert und ist aufgrund der Unwissenheit, nicht in der Lage Maßnahmen zur Risikoprävention des Geschäftsmodells abzuleiten.
Corporate Governance ist als ein Regelwerk zu verstehen und stellt ein weiteres Instrument zur Risikokontrolle eines Unternehmens dar. Das Ziel der Corporate Governance besteht in der Prävention eines Interessenkonflikts zwischen der Geschäftsführung eines Unternehmens und dessen Stakeholder. Im Zuge dessen wird im Rahmen der Corporate Governance der Fokus auf die Risikoprävention, hinsichtlich mangelnder Unternehmensführungsqualität, Regelkonformität und Intransparenz gelegt. Im Rahmen der Risk Governance wird die Funktion der Corporate Governance dafür kritisiert, dass diese lediglich als Formalität zur Einhaltung von Vorschriften und Transparenz fungiert, anstatt als Risikokontrollfunktion.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der FinTech-Branche ein, erläutert die Bedeutung von Private Equity Finanzierungen für Startups und formuliert die zentrale Forschungsfrage der Arbeit.
2. Konzeption der Risk-Governance-Perspektive: Dieses Kapitel erarbeitet die theoretische Grundlage zur Risk Governance, der Stakeholder-Theorie und den generischen Elementen von Geschäftsmodellen als analytisches Fundament.
3. Stakeholderorientierte Analyse des Geschäftsmodells: Hier werden Private Equity Gesellschaften und FinTech-Startups im Detail untersucht, um deren Rollen, Interessen und Geschäftsmodelle im Kontext der Stakeholder-Theorie zu klassifizieren.
4. Analyse einer Finanzierung durch Beteiligungskapital aus Risk-Governance-Perspektive: Dieses Hauptkapitel bewertet die Auswirkungen der Finanzierung auf Wachstumschancen und Risiken für das Startup-Unternehmen und leitet daraus notwendige Handlungsempfehlungen ab.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Kernergebnisse der Untersuchung zusammen, beleuchtet die Rolle von Reputation und Zielkongruenz und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsfelder.
Risk Governance, FinTech, Private Equity, Venture Capital, Stakeholder-Theorie, Geschäftsmodell, Business Model Canvas, Eigenkapitalfinanzierung, Unternehmenswachstum, Risikomanagement, Corporate Governance, Startup, Beteiligungskapital, Interessenskonflikte, Reputation.
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen, die eine Finanzierung durch Private Equity Gesellschaften auf das Geschäftsmodell und die Stakeholder von FinTech-Startups ausübt.
Die zentralen Themen sind Risk-Governance, die Stakeholder-Theorie, Geschäftsmodell-Design (Business Model Canvas) sowie die spezifischen Chancen und Risiken einer Venture-Capital-Finanzierung.
Ziel ist es zu untersuchen, wie sich Private-Equity-Finanzierungen auf die strategische Entwicklung von FinTech-Startups auswirken und welche Risikomanagement-Implikationen sich daraus ergeben.
Es wird eine Literaturrecherche nach der Methode der konzentrischen Kreise sowie der systematischen Methode angewandt, um hochwertige Fachliteratur aus renommierten Journals zu erschließen.
Im Hauptteil werden die theoretischen Konzepte von Risk-Governance und Stakeholder-Management auf FinTech-Startups und ihre Investoren angewendet, um deren Interaktionen und Konfliktpotenziale kritisch zu beleuchten.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie FinTech, Risk Governance, Private Equity, Stakeholder-Theorie und Business Model Canvas charakterisiert.
Die Beteiligungsgesellschaften werden als sogenannte "Mixed Blessing Stakeholder" klassifiziert, da sie sowohl wichtige Unterstützung leisten als auch ein erhebliches Bedrohungspotenzial bezüglich der Kontrolle mit sich bringen.
Die Reputation einer Beteiligungsgesellschaft dient laut der Arbeit als wesentlicher Indikator für Kompetenz und beeinflusst die Bereitschaft zur Kooperation sowie die Risikorobustheit des Geschäftsmodells positiv.
Ein Börsengang wird als kongruentes Ziel angesehen, da das Startup dadurch Unabhängigkeit gewinnt und die Geschäftsführung ihre Kontrolle behalten kann.
Der Autor weist darauf hin, dass die bestehende Literatur oft die Sichtweise der Investoren dominiert und es an Untersuchungen zu fehlgeschlagenen Finanzierungen aus expliziter Sicht der Startups mangelt.
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