Masterarbeit, 2020
98 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung und Problemstellung der Arbeit
1.1 Relevanz und Bedeutung der Pauschalwertberichtigung
1.2 Zielsetzung und Gang der Untersuchung
2 Handelsrechtliche Pauschalwertberichtigungen
2.1 Einordung in den Kontext der bankbetrieblichen Risikovorsorge sowie Grundlagen der Pauschalwertberichtigung
2.2 Bisherige in der Literatur vertretene Ermittlungsverfahren
2.2.1 Stellungnahme BFA 1/1990
2.2.2 BMF-Schreiben vom 10.01.1994
2.2.3 Ermittlung in Anlehnung an die Vorschriften nach IAS 39
2.2.4 Kritische Würdigung der bisherigen Ermittlungsverfahren
2.3 Bestimmung nach IDW RS BFA 7 und Analyse der konzeptionellen Änderungen
2.3.1 Grundsätze des IDW RS BFA 7
2.3.2 Mögliche Verfahren und Einzelfragen der Ermittlung
2.3.3 Kritische Würdigung des IDW RS BFA 7
3 Analyse ausgewählter deutscher Kreditinstitute in Bezug auf das Verfahren zur Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen
3.1 Datengrundlage und Bestimmung der Grundgesamtheit
3.2 Durchführung der Inhaltsanalyse
3.3 Darstellung der Ergebnisse der Inhaltsanalyse
3.4 Kritische Würdigung der Analyseergebnisse
3.4.1 Verwendete Verfahren zur Ermittlung der Pauschalwertberichtigung
3.4.2 Anpassungsnotwendigkeiten
3.4.3 Relevanz der Pauschalwertberichtigung aus Sicht des Abschlussprüfers
3.4.4 Berichterstattung über die Höhe der Pauschalwertberichtigung sowie Relevanz aus Sicht der Kreditinstitute
4 Zusammenfassung und Fazit
Das Hauptziel der Arbeit besteht in der Analyse der konzeptionellen Änderungen bei der Ermittlung von handelsrechtlichen Pauschalwertberichtigungen durch die Einführung des IDW RS BFA 7 im Vergleich zu bisherigen Ermittlungsverfahren. Zudem wird mittels einer Inhaltsanalyse der Geschäftsberichte deutscher Kreditinstitute untersucht, welche Verfahren bisher angewendet wurden, welche Anpassungsnotwendigkeiten bestehen und welche Relevanz die Pauschalwertberichtigung aus Sicht der Kreditinstitute sowie der Abschlussprüfer besitzt.
2.2 Bisherige in der Literatur vertretene Ermittlungsverfahren
Wie zuvor bereits ausgeführt, lässt sich die Notwendigkeit der Pauschalwertberichtigung aus dem Imparitätsprinzip nach § 252 Abs. 1 Nr. 4 Hs. 1 HGB ableiten. Konkrete Vorgaben zur Bestimmung der Pauschalwertberichtigung enthält das Handelsrecht nicht. Es ist jedoch zu beachten, dass sich das entsprechend gewählte Berechnungsverfahren an den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung zu orientieren hat. Zudem ist das Verfahren zur Ermittlung der Pauschalwertberichtigung im Anhang im Rahmen der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach § 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB zu beschreiben.
Sowohl der BFA des IDW als auch das BMF haben entsprechende Vorschläge zur Berechnung der Pauschalwertberichtigung veröffentlicht. In der einschlägigen Fachliteratur werden im Wesentlichen die zuvor genannten Vorschläge diskutiert, sodass diese den Schwerpunkt der weiteren Untersuchung darstellen sollen. Als Folge der grundsätzlichen Methodenfreiheit wird es in der Fachliteratur auch als zulässig erachtet die Pauschalwertberichtigung in Anlehnung an IAS 39 ggf. unter Berücksichtigung der Parameter, die für die aufsichtsrechtlichen Risikoklassifizierungsverfahren verwendet werden, zu ermitteln. Aufgrund der Tatsache, dass die Wertminderungsvorschriften des IAS 39 mittlerweile durch die Vorschriften des IFRS 9 ersetzt wurden, wird dies in der Praxis tendenziell nur noch von untergeordneter Bedeutung sein. Die weitere Untersuchung soll aber auch diese bislang zulässige Verfahrensmethodik beinhalten.
1 Einleitung und Problemstellung der Arbeit: Diese Einleitung beleuchtet die steigende Relevanz der Risikovorsorge bei Kreditinstituten vor dem Hintergrund konjunktureller Risiken und führt in die Problematik der bisherigen sowie neuen Ermittlungsverfahren ein.
2 Handelsrechtliche Pauschalwertberichtigungen: Dieses Kapitel ordnet die Pauschalwertberichtigung in den Kontext der Risikovorsorge ein, analysiert die historischen Verfahren sowie die konzeptionellen Neuerungen durch den IDW RS BFA 7.
3 Analyse ausgewählter deutscher Kreditinstitute in Bezug auf das Verfahren zur Ermittlung der Pauschalwertberichtigungen: Dieser Teil beschreibt die methodische Inhaltsanalyse von Geschäftsberichten deutscher Kreditinstitute zur Feststellung der bisherigen Praxis und der notwendigen Anpassungen.
4 Zusammenfassung und Fazit: Das abschließende Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse über den Methodenwechsel zur Bestimmung latenter Kreditrisiken zusammen und würdigt die Auswirkungen auf die deutsche Kreditwirtschaft.
Pauschalwertberichtigung, IDW RS BFA 7, Kreditrisiko, Risikovorsorge, Handelsrecht, Jahresabschluss, Expected Loss, Incurred Loss, Bankbilanz, IFRS 9, Inhaltsanalyse, Kreditinstitute, IAS 39, Kreditderivate, Adressenausfallrisiko
Die Arbeit analysiert die handelsrechtlichen Pauschalwertberichtigungen bei deutschen Kreditinstituten und den Übergang von bisherigen Ermittlungsmethoden hin zum neuen Standard IDW RS BFA 7.
Die zentralen Themen sind die bankbetriebliche Risikovorsorge, die verschiedenen Ermittlungsverfahren für latente Kreditrisiken und die empirische Untersuchung der Bilanzierungspraxis deutscher Institute.
Das primäre Ziel ist die Analyse der konzeptionellen Änderungen durch den IDW RS BFA 7 sowie die Untersuchung, wie deutsche Kreditinstitute ihre Verfahren zur Ermittlung der Pauschalwertberichtigung anpassen und welche Relevanz diese in der Praxis aufweisen.
Es wird eine Inhaltsanalyse der veröffentlichten Geschäftsberichte, Lageberichte und Prüfungsurteile von 49 deutschen Kreditinstituten für die Geschäftsjahre 2018 und 2019 durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Erörterung der Ermittlungsverfahren (BFA, BMF, IAS 39 und IDW RS BFA 7) sowie eine empirische Auswertung der Vorgehensweise bei den ausgewählten Kreditinstituten.
Wichtige Schlagworte sind Pauschalwertberichtigung, IDW RS BFA 7, Expected Loss, Risikovorsorge und Kreditrisiko.
Der Wechsel markiert den Übergang von eher historischen, vergangenheitsorientierten Schätzungen hin zu einem moderneren Expected Loss Modell, das besser mit aktuellen Risikomanagement-Daten der Banken korrespondiert.
Die Analyse der Key Audit Matter zeigt, welche Bedeutung Abschlussprüfer der Pauschalwertberichtigung beimessen, da diese oft als prüfungsrelevanter Sachverhalt mit hohem Ermessensspielraum identifiziert werden.
Das Anrechnungsverfahren ist das Grundmodell mit einer barwertigen Betrachtung, während die Vereinfachungsverfahren (wie 12-Monats-ECL) den Rechenaufwand durch standardisierte Ansätze reduzieren.
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