Bachelorarbeit, 2012
54 Seiten, Note: 2,0
1)Einleitung
2)Phase Adoleszenz
3)Schmerzbewältigung
4)Körperinszenierung
5)Körpermodifikationen
5.1) Historischer Kontext von Tätowierungen und Piercings
5.2) Schmerz in Verbindung mit Bodymodification
6)Feldforschung - exemplarisches Interview
6.1) Auswahl des Forschungsinstruments
6.1.1) Stichprobe und Interviewsituation
6.2) Datenauswertung
6.2.1) Analyse
6.2.2) Interpretation
6.2.3) Forschungsfragenrelevante Ergebnisse
7)Fazit
8)Literaturverzeichnis
9)Anhang
9.1) Leitfragen
9.2) Transkription des Interviews am 12.07.2012 um 13 Uhr
Diese Bachelorarbeit untersucht die psychische Bedeutung von Körpermodifikationen bei Heranwachsenden und jungen Erwachsenen. Ziel ist es, die tieferen Hintergründe und die Rolle von Schmerz sowie Körperinszenierungen im Identitätsbildungsprozess zu ergründen, statt sich auf rein ästhetische Erklärungen zu beschränken.
6) Feldforschung – exemplarisches Interview
„Für den Entschluss, die Qualen der Gewichtsabnahme, des Krafttrainings, des Piercens, Cuttings oder Tätowierens zu erleiden, gibt es viele Gründe“ (Kasten, 2006, S. 228). Kasten benennt unter anderem Aspekte wie Zugehörigkeit, Abhebung von der Gesellschaft, Schmuck oder zur Steigerung von erotischen Momenten (vgl. ebd.). Zum Teil finden sich jene Erklärungsversuche auch in Studien von Meier (2010) oder Brähler, Strin und Brosig (2002 und 2003).
Um jedoch einen individuelleren Einblick in die Thematik zu bekommen, insbesondere Bezug zu Realität und Praxis herstellen zu können, habe ich mich entschieden, zu einem kleinen Teil selbst exemplarisch zu forschen. Im Folgenden werde ich zunächst die Entscheidung für die von mir gewählte Forschungsmethode begründen und weiterhin genauer darauf eingehen, wie ich mit dem gesammelten Datenmaterial umgegangen bin, um dann anschließend die daraus resultierenden Ergebnisse interpretativ zu präsentieren.
1)Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Körpermodifikationen ein und stellt die Relevanz der Untersuchung für die pädagogische Praxis sowie die Forschungsfrage vor.
2)Phase Adoleszenz: Das Kapitel beleuchtet die psychologischen Herausforderungen der Adoleszenz und deren Zusammenhang mit Körpererleben und Identitätsentwicklung.
3)Schmerzbewältigung: Hier werden die verschiedenen Arten des Schmerzes sowie deren bewusste oder unbewusste Verarbeitung im Kontext psychischer Belastungen diskutiert.
4)Körperinszenierung: Das Kapitel untersucht, wie Körper gezielt in Szene gesetzt werden, um soziale Anerkennung zu erlangen oder das eigene Selbstbild zu stabilisieren.
5)Körpermodifikationen: Diese Sektion bietet einen Überblick über verschiedene Formen des Körperschmucks, beleuchtet deren historische Kontexte und die Rolle physischen Schmerzes bei ihrer Entstehung.
6)Feldforschung - exemplarisches Interview: Dieser Hauptteil dokumentiert das methodische Vorgehen bei der Auswahl und Durchführung eines narrativen Interviews sowie die anschließende Analyse der gewonnenen Daten.
7)Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse, die betont, dass Modifikationen oft individuelle Wege der Konfliktbewältigung darstellen.
8)Literaturverzeichnis: Auflistung aller verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Fachliteratur.
9)Anhang: Dieser Teil enthält die Leitfragen des Interviews sowie die vollständige Transkription des geführten Gesprächs.
Adoleszenz, Körpermodifikation, Bodymodification, Tätowierung, Piercing, Schmerz, Identitätsentwicklung, Qualitative Forschung, Episodisches Interview, Körperinszenierung, Selbstverletzung, Psychische Verarbeitung, Leiblichkeit, Sozialpädagogik, Biographiearbeit.
Die Arbeit untersucht die psychischen Hintergründe und Bedeutungen von Körperveränderungen (wie Tattoos und Piercings) bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
Zentrale Themen sind die Entwicklungspsychologie der Adoleszenz, die Funktion von Schmerz, die Rolle der Körperwahrnehmung und die Bedeutung von Körpermodifikationen als Ausdruck der eigenen Lebensgeschichte.
Das Ziel ist es, über eine exemplarische qualitative Forschung ein tieferes Verständnis dafür zu entwickeln, welche emotionalen Motive hinter der Entscheidung stehen, den eigenen Körper dauerhaft zu verändern.
Die Autorin nutzt ein qualitatives, episodisches Interview zur Erhebung individueller Lebensberichte, um eine narrative, tiefenpsychologisch orientierte Auswertung der Daten zu ermöglichen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Adoleszenz und Körperbild sowie eine empirische Untersuchung, in der ein detailliertes Fallbeispiel analysiert und interpretiert wird.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Körpermodifikation, Identitätsbildung, Schmerzbewältigung, Sozialpädagogik und qualitative Interviewführung charakterisieren.
Schmerz wird nicht nur als physische Empfindung, sondern als psychisches Werkzeug zur Konfliktbewältigung und zur Erzeugung von "geistiger Klarheit" oder Selbstspüren betrachtet.
Sie wollte individuellere Sichtweisen erschließen, die über standardisierte, quantitative Fragebögen und vorgegebene Antwortmöglichkeiten hinausgehen.
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