Bachelorarbeit, 2019
56 Seiten
1. Einleitung
2. Theorien der Mensch-Tier-Beziehung
2.1 Psychologische Ansätze
2.2 Biophilie-Hypothese
2.3 Du-Evidenz
2.4 Ableitungen aus der Bindungstheorie
2.5 Das Konzept der Spiegelneurone
3. Begriffliche Abgrenzung der tiergestützten Interventionen
3.1 Tiergestützte Aktivität (TGA)
3.2 Tiergestützte Pädagogik (TGP)
3.3 Tiergestützte Therapie (TGT)
4. Rechtliche und organisatorische Grundlagen der tiergestützten Intervention in Deutschland
5. Die Anwendungsmethoden der tiergestützten Arbeit
5.1 Die freie Begegnung
5.2 Die Brücken-Methode
5.3 Die Präsenz-Methode
5.4 Die Hort-Methode
5.5 Die Methode der Integration
6. Interaktionsformen der tiergestützten Pädagogik
6.1 Organisationsformen
6.2 Funktionsformen
6.3 Organisations- und Funktionsaspekte in der Interaktion
7. Die Einwirkungsbereiche von Hunden auf die Entwicklung von Kindern
7.1 Körper und Motorik
7.2 Sozio-emotionale Kompetenz
7.3 Kognitive Fähigkeit
8. Grenzen und Probleme der tiergestützten Arbeit
8.1 Hygienisch-medizinische Aspekte
8.2 Ethische Aspekte
9. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die positive Einwirkung von Hunden auf die Entwicklung von Kindern im pädagogischen Kontext. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die kognitive, motorische sowie sozio-emotionale Entwicklung und analysiert, inwiefern Studien die positiven Effekte durch tiergestützte Arbeit belegen können.
7.1 Körper und Motorik
„Unter Motorik wird gemeinhin die Gesamtheit aller willkürlich kortikal gesteuerten Bewegungsvorgänge verstanden, die Bewegungsvorgänge also, die bewusst sind oder die willentlich beeinflusst, erlernt und trainiert werden können.“ (Vernooij & Schneider, 2013, S. 114).
Durch die Interaktion mit dem Hund kann der Bereich der Motorik gefördert werden. Dabei unterscheidet man in der gezielten Ansprache zwischen Grob- und Feinmotorik. Hier kann eine Einwirkung auf die Gesamtbeweglichkeit geschehen oder eine Förderung der Bewegungsfreude- und Koordination vorgenommen werden, was als Hauptaufgabe aber eher dem Gebiet der Ergotherapie zugeordnet werden muss. Selbstverständlich wird versucht, dieses Ziel mit gezielten Anregungen der Erzieher auch in gewissen pädagogischen Rahmen wie Kindergärten durch Bewegungsspiele oder Sport und Turnen im Tagesablauf zu realisieren. Darüber hinaus zählt zu der Gesamtheit aller Bewegungsvorgänge auch die Psychomotorik, die durch Mimik, Gestik und Sprache geprägt ist.
Die Autoren Vernooij & Schneider (2013) gehen davon aus, dass tiergestützte Interventionen in ihrem Kompetenzbereich zum einen auf die Gesamtbeweglichkeit einwirken und zum anderen eine Verbesserung der Psychomotorik hervorrufen. Auch eine Wirkung auf den Bewegungsapparat, im Sinne von Muskelentspannung und -aufbau, soll durch Bewegung des Kindes durch Anregung eines Hundes geschehen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Mensch-Hund-Beziehung und führt in die Bedeutung tiergestützter Interventionen als aufstrebendes Arbeitsfeld in Pädagogik und Therapie ein.
2. Theorien der Mensch-Tier-Beziehung: In diesem Kapitel werden grundlegende Erklärungsmodelle wie psychologische Ansätze, die Biophilie-Hypothese, Du-Evidenz, Bindungstheorie und das Konzept der Spiegelneurone zur Begründung der Mensch-Tier-Beziehung dargelegt.
3. Begriffliche Abgrenzung der tiergestützten Interventionen: Es erfolgt eine Definition der Begriffe tiergestützte Aktivität, tiergestützte Pädagogik und tiergestützte Therapie, um die Vielfalt der Interventionen in der Praxis zu strukturieren.
4. Rechtliche und organisatorische Grundlagen der tiergestützten Intervention in Deutschland: Dieses Kapitel behandelt die versicherungstechnischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, die beim Einsatz von Hunden in pädagogischen Einrichtungen beachtet werden müssen.
5. Die Anwendungsmethoden der tiergestützten Arbeit: Es werden fünf methodische Ansätze (freie Begegnung, Brücken-Methode, Präsenz-Methode, Hort-Methode, Integration) vorgestellt, die den Aktionsradius von Mensch und Tier definieren.
6. Interaktionsformen der tiergestützten Pädagogik: Dieses Kapitel analysiert, wie Hunde als Übergangs-, Motivations-, Identifikations- oder Projektionsobjekte in der Interaktion mit Kindern fungieren.
7. Die Einwirkungsbereiche von Hunden auf die Entwicklung von Kindern: Fokus auf die empirisch untersuchten positiven Effekte von Hunden auf Körper/Motorik, sozio-emotionale Kompetenzen und kognitive Fähigkeiten von Kindern.
8. Grenzen und Probleme der tiergestützten Arbeit: Auseinandersetzung mit kritischen Aspekten wie hygienisch-medizinischen Risiken, Unfallgefahren sowie ethischen Überlegungen zum Tierschutz.
9. Fazit und Ausblick: Abschließende Zusammenfassung der Ergebnisse und Diskussion über den Forschungsbedarf sowie die Notwendigkeit professioneller Standards für tiergestützte Pädagogik.
Tiergestützte Pädagogik, Mensch-Tier-Beziehung, Entwicklung von Kindern, Therapiebegleithund, Biophilie-Hypothese, Bindungstheorie, Motorik, Sozio-emotionale Kompetenz, Kognitive Entwicklung, Hygieneplan, Tierschutz, Inklusion, Lernprozesse, Stressreduktion, Interaktionsformen.
Die Arbeit untersucht die Wirkung von Hunden als Co-Pädagogen und analysiert deren Einfluss auf die kindliche Entwicklung in verschiedenen Bereichen.
Die Arbeit behandelt die theoretischen Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung, methodische Ansätze, Interaktionsformen sowie ethische und hygienische Fragestellungen.
Das Ziel ist es darzustellen, inwiefern Hunde positiv auf die kindliche Entwicklung einwirken können und welche Bedingungen für einen professionellen Einsatz notwendig sind.
Es handelt sich um eine wissenschaftliche Arbeit, die auf einer Literaturanalyse und der Auswertung bestehender englisch- und deutschsprachiger Studien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, Methoden, Interaktionsformen, die Analyse der Entwicklungsbereiche (Körper, Emotionen, Kognition) und die kritische Betrachtung von Risiken.
Zentrale Begriffe sind Tiergestützte Pädagogik, Mensch-Tier-Beziehung, Entwicklungsförderung, Psychomotorik und soziale Integration.
Studien zeigen, dass die Anwesenheit von Hunden soziale Ängste abbauen, die Interaktion mit Mitmenschen fördern und das prosoziale Verhalten sowie die Empathiefähigkeit steigern kann.
Zu beachten sind Zoonosen (wie Wurminfektionen), Allergien sowie die Einhaltung eines Hygieneplans und die Vermeidung von Kontakt in lebensmittelproduzierenden Bereichen.
Ein Hygieneplan ist erforderlich, um Infektionsrisiken (Bakterien, Viren, Parasiten) zu minimieren und eine rechtssichere Grundlage für den Einsatz des Tieres in der Einrichtung zu schaffen.
Eine professionelle Ausbildung ist essenziell, um das Tier an verschiedene Settings zu gewöhnen, eine Überforderung des Hundes zu vermeiden und die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

