Masterarbeit, 2020
45 Seiten, Note: 2,0
A. Einführung in die Thematik
I. Einleitung
II. Definitionen
1. Begriff der Kryptowährung
2. Token vs. Coins
a) „Initial Coin Offering“ – Fluch oder Segen?
b) Gegenüberstellung von Tokenarten
3. History
a) Gesamtzahl existenter Coins & Token
b) Marktkapitalisierung
B. Kryptotoken im Steuerrechtssystem
C. Bewertung im Rahmen der ErbSt/ SchenkSt
I. Kryptowährungen im Erbrecht
II. Vorüberlegungen - Kryptowährungen im Erbschaftsteuerrecht
1. Abgrenzung: Vermögensverwaltung vs. Gewerbebetrieb beim Handel mit Kryptotoken
3. Erbgang & Bewertung von Anteilen an einer Kapitalgesellschaft
4. Betriebsvermögensverschonung i.S.d. § 13a -13c ErbStG
a) Verwaltungsvermögen: Wertpapiere und vergleichbare Forderungen
b) Verwaltungsvermögen: Finanzmittel
aa) Zahlungsmittel
bb) Geschäftsguthaben
cc) Geldforderungen und andere Forderungen
D. Erbschaftsteuerliche Beurteilung – Aus Sicht der Emittenten
I. Erbzeitraum zwischen Tokenerstellung und Emission
1. Einordnung als Wertpapier oder vergleichbare Forderung
2. Einordnung als Finanzmittel
3. Steuerliches Aktivierungsverbot (Systematischer Exkurs)
4. Zwischenergebnis
II. Erbzeitraum nach Tokenemission
1. Einordnung als Wertpapiere
2. Einordnung als Finanzmittel
a) Einordnung als Geschäftsguthaben oder Forderung
b) Einordnung als Zahlungsmittel
aa) Elemente des Geldbegriffs
bb) Auslegung des Zahlungsmittelbegriffs gem. § 13b Abs. 4 Nr. 5 ErbStG
cc) Zwischenergebnis
dd) Berücksichtigung im Rahmen des Schuldenabzugs
III. Erbzeitraum nach Rückgabe an den Emittenten
IV. Zwischenergebnis
E. Erbschaftsteuerliche Beurteilung – Aus Sicht der Investoren
I. Erbrechtliche Beurteilung
II. Investition durch Privatpersonen
1. Praktische Problemfelder
a) Private Key - Verfügungsmacht
b) Vermächtnisansprüche
III. Institutionelle Investoren
1. Begünstigungsfähiges Betriebsvermögen
2. Verwaltungsvermögen
a) Wertpapiere
b) Finanzmittel
F. Persönliche Meinung
I. Sicherer Hafen während Wirtschaftskrisen
II. Persönliche steuerliche Einschätzung
G. Abschließende Beurteilung
Diese Arbeit untersucht die erbschaftsteuerliche Behandlung von Kryptotoken aus zwei Perspektiven: der des emittierenden Unternehmens und der des privaten bzw. institutionellen Investors. Das zentrale Ziel ist es, die steuerliche Einordnung verschiedener Tokenarten innerhalb der geltenden Regelungen, insbesondere im Kontext der Erbschaftsteuer (ErbSt), zu klären und dabei die Herausforderungen durch technische Besonderheiten wie die Verfügungsmacht über Private Keys zu adressieren.
3. History
Die Anzahl neu geschaffener Token und Coins steigt kontinuierlich. Gerade in Zeiten neuer Allzeithochs des oftmals als Leitwährung bezeichneten Bitcoins im Jahr 2017/ 2018 ist ein exponentieller Anstieg der unterschiedlichsten Tokenemissionen erkennbar. Sicherlich hat eine Vielzahl der Token einen Boom dem psychologischen Phänomen namens „Fear of missing out“ (FOMO), also der Angst etwas zu verpassen, zu verdanken. Dennoch steckt gerade hinter jüngeren, teilweise langfristig geplanten Tokenprojekten eine vielversprechende Unternehmung, welche sich nach hier vertretener Ansicht nicht nur als vorübergehende „Modeerscheinung“ entpuppt, sondern tatsächlich als neue Alternative neben klassischen Anlageformen am Kapitalmarkt seinen verdienten Platz finden wird.
In nachstehender Abbildung wird der enorme Zuwachs an neu emittierten Token im historischen Verlauf grafisch dargestellt:
Die vorstehend dargestellte exponentielle Zunahme an unterschiedlichen Token lässt eine Aufteilung des Gesamtmarktes unter den verschiedensten Tokenprojekten vermuten. Bislang konnte der Bitcoin allerdings seine Position halten bzw. sogar gegenüber seinen Konkurrenten ausbauen. Dies lässt sich durch Gegenüberstellung der Marktkapitalisierung zur Marktkapitalisierung des Bitcoins veranschaulichen.
A. Einführung in die Thematik: Hinführung zum Thema Kryptowährungen, Definitionen sowie ein historischer Abriss zur Entwicklung von Coins und Token.
B. Kryptotoken im Steuerrechtssystem: Kurze Erläuterung der umsatzsteuerlichen und ertragsteuerlichen Einordnung, die als Grundlage für die erbschaftsteuerliche Bewertung dient.
C. Bewertung im Rahmen der ErbSt/ SchenkSt: Analyse der erbrechtlichen Stellung von Kryptotoken und Vorüberlegungen zur erbschaftsteuerlichen Behandlung, insbesondere der Betriebsvermögensverschonung.
D. Erbschaftsteuerliche Beurteilung – Aus Sicht der Emittenten: Detaillierte Untersuchung der verschiedenen Erbzeiträume bei Tokenemissionen und die steuerliche Zuordnung der Token für das emittierende Unternehmen.
E. Erbschaftsteuerliche Beurteilung – Aus Sicht der Investoren: Analyse der erbschaftsteuerlichen Relevanz für Privatpersonen und institutionelle Investoren, inklusive der Problematik von Private Keys und Vermächtnissen.
F. Persönliche Meinung: Einschätzung zur Rolle von Kryptotoken in Wirtschaftskrisen und eine persönliche steuerliche Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung der Behandlung.
G. Abschließende Beurteilung: Zusammenfassendes Fazit über die Herausforderungen und die Notwendigkeit einer frühzeitigen Auseinandersetzung mit der erbschaftsteuerlichen Thematik bei Tokeninvestitionen.
Kryptotoken, Kryptowährung, Erbschaftsteuer, Schenkungsteuer, Betriebsvermögen, Verwaltungsvermögen, Tokenemission, Erbrecht, Unternehmensnachfolge, Private Key, Finanzmittel, Wertpapiere, Bewertung, Initial Coin Offering, ICO
Die Arbeit behandelt die erbschaftsteuerliche Einordnung und Bewertung von Kryptotoken im Falle einer Vererbung oder Schenkung.
Die zentralen Themen sind das Erbschaftsteuerrecht, die verschiedenen Tokenarten (Utility, Security, Currency), Bewertungsverfahren und die Herausforderungen bei der Token-Übertragung.
Das Ziel ist die Klärung, wie Kryptotoken im Erbfall steuerlich zu bewerten und einzuordnen sind, sowohl für emittierende Unternehmen als auch für Anleger.
Es wird eine rechtswissenschaftliche Analyse durchgeführt, die bestehende Gesetzestexte, aktuelle Rechtsprechung und Literatur zur steuerlichen Behandlung von Krypto-Assets auswertet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Perspektiven des Emittenten und des Investors, untersucht Erbzeiträume, Zuordnungsfragen zum Betriebs- oder Verwaltungsvermögen und spezielle Probleme wie Private Keys.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Kryptotoken, Erbschaftsteuer, Betriebsvermögensverschonung, Bewertungsmaßstäbe und die Einordnung als Finanzmittel oder Wertpapiere.
Der Private Key stellt eine erhebliche praktische Hürde dar, da ohne ihn kein Zugriff auf die Token möglich ist, was Auswirkungen auf die steuerliche Bewertung und die faktische Übertragbarkeit im Erbfall hat.
Da oft keine Kurse an regulierten Börsen vorliegen, ist eine Bewertung nach dem gemeinen Wert (§ 9 BewG) oder eine Einordnung als sonstiges Wirtschaftsgut notwendig, wobei häufig Herstellungskosten als Indikator dienen.
Es wird geprüft, ob Kryptotoken zum begünstigungsfähigen Betriebsvermögen gehören und somit unter die Verschonungsregelungen der §§ 13a, 13b ErbStG fallen können.
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