Diplomarbeit, 2021
49 Seiten, Note: 1
1 EINLEITUNG UND HINFÜHRUNG ZUM THEMA
1.1 Aktueller Forschungsstand zum Thema
1.2 Ziel der Arbeit
1.3 Forschungsfrage
1.4 Darstellung der Methode
2 DIE BIPOLAR AFFEKTIVE STÖRUNG
2.1 Verlauf der Erkrankung
2.2 Einteilung der bipolar affektiven Erkrankung
2.3 Manie und Erleben der Betroffenen
2.4 Depression und Erleben der Betroffenen
3 PSYCHOEDUKATION
3.1 Begriffserklärung
3.2 Relevanz von Psychoedukation bei bipolar affektiver Störung
3.3 Setting
4 INHALTE DER PSYCHIATRISCH PFLEGERISCHEN PSYCHOEDUKATION BEI BIPOLAR AFFEKTIVER STÖRUNG
4.1 Informationen über die Erkrankung
4.1.1 Akzeptanz
4.2 Vulnerabilitäts-Stress-Modell
4.2.1 Biologische und psychosoziale Vulnerabilität
4.2.2 Stress- bzw. Belastungsfaktoren
4.2.3 Zusammenhang der einzelnen Bedingungsfaktoren
4.3 Frühwarnzeichen
4.4 Stimmungsgraphen
4.5 Pharmakotherapie
4.6 Biologischer Rhythmus und Tagesstruktur
4.7 Krisenplan
4.8 Life-Chart-Methode
5 RESÜMEE
Die Arbeit verfolgt das Ziel aufzuzeigen, welche psychoedukativen Inhalte das psychiatrische Pflegepersonal vermitteln muss, damit Betroffene mit bipolar affektiver Störung während eines stationären Aufenthalts zu Experten ihrer eigenen Krankheit werden. Im Fokus steht die Entwicklung von Strategien zur Rückfallprävention und zur Förderung des Selbstmanagements durch pflegerische Interventionen.
Manie und Erleben der Betroffenen
„Die Manische Episode (ICD-10) ist gekennzeichnet durch mindestens eine Woche gehobene situationsadäquate oder gereizte erregte Stimmung sowie ein erhöhtes Ausmaß und eine erhöhte Geschwindigkeit körperlicher und psychischer Aktivität.“ (Wagner, 2004, S.177).
Bei einer Manie kommt es zu einer Affekt- oder Gefühlsstörung. Die Stimmungslage ist meist euphorisch, gehoben, unbeschwert, übermütig, humorvoll, heiter, fröhlich, beschwingt, unverwüstlich, optimistisch und enthusiastisch (vgl. Bräunig, 2010, S. 25). Viele Maniker können auch rasch erregbar sein, sie sind leicht zu verärgern, aufbrausend, können sich oft nicht mehr bremsen und werden rasch streitsüchtig, grob oder eventuell sogar gewalttätig. Die Zornausbrüche eines/einer Manikers/Manikerin können sehr unerwartet und ohne Anlass oder Zusammenhang auftreten (vgl. Reynolds, 2012, S. 53). Diese Stimmungslage wird als dysphorisch bezeichnet (vgl. Bräunig, 2010, S. 25).
Die manischen Störungen des Antriebs fallen meist rasch auf. Antrieb und Aktivität sind stark gesteigert. Die Betroffenen können kaum still sitzen und sind meist in Bewegung und sehr unruhig und ungeduldig (vgl. Reynolds, 2012, S.53 und vgl. Wagner, 2004, S. 175-176). Die Manie äußert sich im Gespräch mit einer Manikerin oder einem Maniker durch den vermehrten Rededrang. Sie sind sehr gesprächig, sprechen sehr schnell und laut und haben den Drang dauernd weiter zu reden, wobei sie kaum zu bremsen sind (vgl. Bräunig, 2010, S. 25 und vgl. Wagner, 2004, S. 175-176 und vlg. Wokersbergen, 2014, S.14). Die Manie macht sich beim Sprechen jedoch nicht nur durch die Logorrhoe der Betroffenen bemerkbar, sondern auch dadurch, dass sie im Gedankengang sehr sprunghaft und weitschweifig sind. Die Betroffenen haben häufig Konzentrationsstörungen und somit Probleme, auszudrücken, was sie eigentlich sagen wollen. Das bedeutet, dass sie beispielsweise mitten im Satz vergessen, was sie eigentlich sagen wollten, das Thema abrupt ändern und von etwas völlig anderem weitererzählen. Daher kommt es meist vor, dass ein zusammenhängendes oder zielführendes Gespräch kaum möglich ist. Außerdem lassen sich die Betroffenen leicht ablenken (vgl. Reynolds, 2012, S.53).
EINLEITUNG UND HINFÜHRUNG ZUM THEMA: Dieses Kapitel erläutert die Belastungen der Diagnose und die Notwendigkeit von Psychoedukation für Betroffene.
DIE BIPOLAR AFFEKTIVE STÖRUNG: Hier werden die medizinischen Grundlagen, der Verlauf sowie die manischen und depressiven Episoden und deren Erleben beschrieben.
PSYCHOEDUKATION: Es erfolgt eine Definition des Begriffs sowie die Darlegung der Relevanz und des Settings von Psychoedukationsmaßnahmen in der Psychiatrie.
INHALTE DER PSYCHIATRISCH PFLEGERISCHEN PSYCHOEDUKATION BEI BIPOLAR AFFEKTIVER STÖRUNG: Das Hauptkapitel beschreibt praxisnah die zentralen Themen wie Krankheitswissen, Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Frühwarnzeichen, Stimmungsgraphen, Pharmakotherapie, Tagesstruktur, Krisenplan und Life-Chart-Methode.
RESÜMEE: Das Fazit fasst die Bedeutung der Psychoedukation für die professionelle Pflege und die Praxisrelevanz der vorgestellten Hilfsmittel zusammen.
Psychoedukation, Bipolar affektive Störung, Psychiatrische Pflege, Rückfallprävention, Manie, Depression, Vulnerabilitäts-Stress-Modell, Frühwarnzeichen, Stimmungsgraph, Krisenplan, Medikamentenadhärenz, Tagesstruktur, Selbstmanagement, Gesundheitsförderung, Pflegeprozess
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Psychoedukation durch das Pflegepersonal bei der Betreuung von Menschen mit bipolar affektiver Störung in einem stationären psychiatrischen Setting.
Die zentralen Themen sind das Verständnis des Krankheitsbildes, die Identifikation von Auslösern (Stressoren), die Medikamentenadhärenz, die Bewältigung von Krisen und die Strukturierung des Alltags.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Pflegekräfte psychoedukative Interventionen nutzen können, um Betroffene zu Experten ihrer Krankheit zu machen und somit Rückfälle zu vermeiden.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden, systematischen Literaturrecherche in verschiedenen wissenschaftlichen Datenbanken und Fachbibliotheken.
Der Hauptteil behandelt die Vermittlung von Basiswissen, das Vulnerabilitäts-Stress-Modell, den Umgang mit Frühwarnzeichen, Stimmungsgraphen, Pharmakotherapie, Tagesstrukturpläne sowie die Erstellung individueller Krisenpläne.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen Psychoedukation, Bipolar affektive Störung, psychiatrische Pflege, Rückfallprävention, Selbstmanagement und das Vulnerabilitäts-Stress-Modell.
Ein Krisenplan bietet den Betroffenen ein strukturiertes Hilfsmittel, um bei ersten Anzeichen einer beginnenden Krankheitsepisode rechtzeitig und eigenverantwortlich gegenzusteuern.
Neben der reinen Verabreichung und Kontrolle hat die Pflege eine wichtige erklärende Rolle, um Ängste abzubauen, Nebenwirkungen zu beobachten und die Adhärenz durch Wissensvermittlung zu verbessern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

