Magisterarbeit, 2013
138 Seiten, Note: 1,7
Vorwort und Einleitung
Erstes Kapitel: Einführung
Zweites Kapitel: Ikonographische Analyse
Drittes Kapitel: Visuelle Referenzen und sprachliche Verknüpfungen
Literarische Verweise bezüglich Baroccis „Flucht aus Troja“
Die vorliegende Arbeit widmet sich der wissenschaftlichen Würdigung des Gemäldes „Die Flucht des Aeneas aus Troja“ von Federico Barocci. Ziel ist es, das Werk kunsthistorisch einzuordnen, den Bildaufbau zu analysieren und in Beziehung zu historischen Kontexten sowie literarischen Vorlagen zu setzen.
V. „Wie der Eneas seinen Vattern Anchises aus dem brand tregt.“
Ein interessanter Aspekt ist bereits die Betitelung des Gemäldes. Auffallend ist, dass bisher kein Hinweis auf eine Betitelung durch den Künstler, noch eine einheitliche Titel - Zuweisung bekannt geworden ist. Weder für das erste Gemälde, welches nach Prag zu Kaiser Rudolf II. von Habsburg gesandt wurde und heute als verschollen gilt, noch für das folgende Werk welches heute in der Galleria Borghese in Rom zu sehen ist, sind Andeutungen auf einen konkreten Titel zu finden. Es findet sich in der Kunsthistorischen Literatur lediglich ein Hinweis darauf, dass Barocci sich direkt zu dem Werk geäußert haben soll, doch über einen Titel ist nichts bekannt geworden. Wie die Überschrift dieses Kapitels bereits zeigt, wurde das Gemälde im Besitz Kaiser Rudolfs II. lediglich umschrieben betitelt.
Des Querrechteckige Gemälde zeigt, wie im Titel dieser Arbeit bereits angedeutet, die Flucht des trojanischen Helden und tradierten Gründervater Roms, Aeneas, wie er mit seiner Familie aus dem brennenden und umkämpften Troja flieht (Abb. 1). Aeneas hat seinen Vater auf den Armen, sein Sohn befindet sich rechts von ihm und seine Frau folgt der kleinen Gruppe.
Der Standpunkt des Betrachters des querrechteckigen Gemäldes wurde so gewählt, dass sich dieser, je nach Körpergröße, leicht unter den dargestellten Personen, ungefähr auf Kopfhöhe des Askanius, befindet. Diese „Nähe“ zum Geschehen wird dadurch unterstrichen, dass sich die Figuren sehr weit im Vordergrund befinden, es kommt das Gefühl auf, als würden sie den Betrachter „über den Haufen“ laufen.
Vorwort und Einleitung: Das Kapitel führt in das Thema ein, erläutert die emotionale Bedeutung des Zitats aus der Aeneis für das Werk und dankt den Unterstützern der Arbeit.
Erstes Kapitel: Einführung: Es wird Federico Baroccis Gemälde „Die Flucht des Aeneas aus Troja“ vorgestellt, die Vorgehensweise der Arbeit definiert und die Geschichte der verschiedenen Versionen sowie deren Provenienz geklärt.
Zweites Kapitel: Ikonographische Analyse: Dieses Kapitel vergleicht Bild und literarische Vorlage, untersucht die Darstellungstradition und analysiert einzelne Bildelemente sowie die Bedeutung der Penaten und des Palladiums.
Drittes Kapitel: Visuelle Referenzen und sprachliche Verknüpfungen: Die Untersuchung befasst sich mit architektonischen Einflüssen wie dem Rundtempel und der Loggia im Gemälde sowie der Bedeutung zeitgenössischer Gedichte für die Interpretation.
Literarische Verweise bezüglich Baroccis „Flucht aus Troja“: Ein Quellenanhang, der wichtige historische Briefe und zeitgenössische literarische Zeugnisse zum Werk im Original wiedergibt.
Federico Barocci, Flucht des Aeneas, Troja, Aeneis, Ikonographie, Manierismus, Kunstgeschichte, Provenienz, Kaiser Rudolf II., Scipione Borghese, Pietas, Herrschaftslegitimation, Visuelle Referenzen, Architektur, Humanismus.
Die Arbeit analysiert Federico Baroccis Gemälde „Die Flucht des Aeneas aus Troja“ (1598) im Hinblick auf seine kunsthistorische Bedeutung, ikonographische Details und seine historische Verortung.
Die Schwerpunkte liegen auf der Provenienzgeschichte, der Ikonographie der Figuren und Architekturelemente sowie der Verflechtung von Malerei und zeitgenössischer Literatur.
Das Ziel ist eine wissenschaftliche Würdigung des Gemäldes, die dessen Bedeutung innerhalb des Gesamtwerkes von Barocci und im Kontext der politischen Propaganda seiner Auftraggeber hervorhebt.
Die Arbeit nutzt einen kunstgeschichtlichen, hermeneutischen Ansatz, der den Bild-Text-Vergleich mit der Analyse der historischen Entstehungsbedingungen verbindet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte ikonographische Untersuchung der Figuren (Aeneas, Anchises, Askanius, Kreusa) und architektonischen Referenzen (Rundtempel, Loggia) sowie deren Einordnung in die Darstellungstradition.
Die wesentlichen Begriffe sind Federico Barocci, Flucht des Aeneas, Ikonographie, Manierismus, Herrschaftslegitimation und die Rezeption antiker Mythen in der Frühen Neuzeit.
Der Rundtempel fungiert als komplexes Symbol, das sowohl auf die antike Vergangenheit (Vesta-Tempel) als auch auf die christliche Gegenwart (Bramantes Tempietto, Petrus-Bezug) verweist und den Führungsanspruch der katholischen Kirche unterstreicht.
Das Wappen und die Darstellung der Iustitia (Gerechtigkeit) auf dem Zierschild dienen als politisches Instrument, um die Herrschertugenden des Auftraggebers und dessen Legitimation durch die antike Tradition zu betonen.
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