Bachelorarbeit, 2021
68 Seiten, Note: 1,7
1. Mensch-Tier-Beziehung
1.1 Die Bedeutung der Mensch-Hund-Beziehung
1.2 Die Bedeutung von Tieren in der kindlichen Entwicklung
1.3 Kinder und Jugendliche mit psychosozialen Beeinträchtigungen und der Kontakt zu Hunden
2. Der Personenkreis: SchülerInnen mit psychosozialen Beeinträchtigungen
2.1 Abgrenzung des Personenkreises
2.2 Typologie von psychosozialen Beeinträchtigungen
2.3 Erklärungsmuster für psychosoziale Beeinträchtigungen
2.3.1 Bindungstheorie
2.3.2 Psychoanalyse
3. Tiergestützte Interventionen
3.1 Entstehung und Bedeutung der Tiergestützten Interventionen
3.2 begriffliche Abgrenzung im deutschsprachigen Raum
3.2.1 Tiergestützte Didaktik
3.2.2 Tiergestützte Aktivität (TG A)
3.2.3 Tiergestützte Förderung (TG F)
3.2.4 Tiergestützte Pädagogik (TG P)
3.2.5 Tiergestützte Therapie (TG T)
4. Perspektiven: Hundegestützte Pädagogik im Unterricht mit SchülerInnen mit psychosozialen Beeinträchtigungen
4.1 Die verschiedenen Funktionen des Hundes
4.1.1 Schulhund und Schulbesuchshund, Klassenhund
4.1.2 Therapiehund und Therapiebegleithund
4.2 Erklärungsansätze für die Mensch-Hund-Beziehung
4.2.1 Die Biophilie-Hypothese
4.2.2 Das Konzept der Du-Evidenz
4.2.3 Die Eisbrecher-Theorie
4.3 Aktueller Forschungsstand: Einsatz von Schulhunden in den verschiedenen Schulformen
4.4 Auswirkungen der hundegestützten Pädagogik
4.4.1 Physiologische Wirkungen
4.4.2 Verringerung von externalisierenden Verhaltensweisen
4.4.3 Verringerung von internalisierenden Verhaltensweisen
4.4.4 Förderung von sozial-emotionalen Kompetenzen
5. Herausforderungen: Hundegestützte Pädagogik im Unterricht mit SchülerInnen mit psychosozialen Beeinträchtigungen
5.1 Bedingungen für hundegestützte Pädagogik im Unterricht
5.1.1 Anforderungen an den Hund
5.1.2 Anforderungen an die Lehrkraft
5.1.3 Anforderungen an die SchülerInnen
5.2 Qualifikation des Mensch-Hund-Teams für den Einsatz
5.2.1 Kenntnis der rechtlichen Grundlagen
5.2.2 Genehmigung des Einsatzes des Schulhundes durch bildungspolitische Gremien
5.2.3 Sensibilisierung für den Umgang mit aggressiven SchülerInnen
5.2.4 Sensibilisierung für den Umgang mit ängstlichen SchülerInnen
5.3 Professionalisierung der hundegestützten Pädagogik im Unterricht
5.3.1 Qualitätsmanagement
5.3.2 Gefährdungsmanagement
5.3.3 Hygienemanagement
5.4 Ausblick
6. Diskussion
Die Arbeit untersucht das Potenzial der hundegestützten Pädagogik im schulischen Kontext und geht der Forschungsfrage nach, inwiefern Schulhunde als ideale Wegbegleiter für SchülerInnen mit psychosozialen Beeinträchtigungen fungieren können.
4.2.3 Die Eisbrecher-Theorie
Die Eisbrecher-Theorie beinhaltet, dass Hunde als soziale Katalysatoren fungieren. Sie ermöglichen dynamische Beziehungs- und Kontaktangebote, indem sie zum Menschen Blickkontakt aufnehmen und ihn auffordern, gestreichelt zu werden (Wohlfarth & Mutschler, 2017). Grundlegend ist, wie bereits im Kapitel 1 schon angedeutet wurde, dass Hunde und Menschen ähnliche Bedürfnisse nach Körper- und Sozialkontakt haben. Hunde regen durch ihre Anwesenheit und durch ihr Verhalten Gespräche an. Die Lehrkraft wird in ihrer professionellen Rolle nicht mehr bloß als Autoritätsperson wahrgenommen, sondern vielmehr auch als HundebesitzerIn und HundefreundIn. Der Hund nimmt die Funktion eines „Eisbrechers“ ein, internalisierende Verhaltensweisen von SchülerInnen mit psychosozialen Beeinträchtigungen werden verringert, nachdem der Hund Interesse am Kind bekundet hat. Ein weiterer Aspekt im Hinblick auf diesen Erklärungsansatz besteht darin, dass sich ein Fürsorgeverhalten der Lehrkraft im Umgang mit dem Hund durch Beobachtung auch auf die SchülerInnen übertragen kann (Wohlfarth & Mutschler, 2017). Die Lehrkraft fungiert an dieser Stelle als Modell und das Kind lernt anhand des LehrerInnenmodells den angemessenen Umgang mit dem Hund. Das Tier nimmt die Rolle eines Übergangsobjektes ein (Strunz, 2018), d. h. die SchülerInnen werden sich zunächst dem Tier gegenüber öffnen und ihm Vertrauen schenken und erst im Nachhinein auch der Lehrkraft gegenüber. Auf der anderen Seite nehmen die SchülerInnen auch einen unangemessenen Umgang der Lehrkraft mit dem Hund wahr. Dieser Umgang kann sich in Dominanz, verbalem und körperlichem Druck äußern. Dies hat zur Folge, dass das Kind sich der Lehrkraft nicht gegenüber öffnen wird, aus Angst genauso wie der Hund behandelt zu werden (Wohlfarth & Mutschler, 2017). Untersuchungen Prothmanns (2012) mit psychisch kranken Kindern und Jugendlichen haben ergeben, dass Tiere Veränderungen im positiven Erleben und der Selbstwahrnehmungen sowie Wärme, Akzeptanz und Empathie durch eine positive Atmosphäre ermöglichen.
1. Mensch-Tier-Beziehung: Dieses Kapitel erläutert die evolutionäre und psychologische Basis der Mensch-Hund-Beziehung sowie die allgemeine Bedeutung von Tieren für die kindliche Entwicklung.
2. Der Personenkreis: SchülerInnen mit psychosozialen Beeinträchtigungen: Es erfolgt eine definitorische Abgrenzung sowie eine klinische Einordnung verschiedener Störungsbilder, flankiert durch bindungstheoretische und psychoanalytische Erklärungsansätze.
3. Tiergestützte Interventionen: Dieses Kapitel liefert eine begriffliche Differenzierung der verschiedenen Formen tiergestützter Arbeit im deutschsprachigen Raum, wie Therapie, Pädagogik und Förderung.
4. Perspektiven: Hundegestützte Pädagogik im Unterricht mit SchülerInnen mit psychosozialen Beeinträchtigungen: Hier werden die Funktionen des Schulhundes, theoretische Konzepte wie die Biophilie-Hypothese sowie die konkreten physiologischen und psychischen Auswirkungen der hundegestützten Pädagogik analysiert.
5. Herausforderungen: Hundegestützte Pädagogik im Unterricht mit SchülerInnen mit psychosozialen Beeinträchtigungen: Das Kapitel behandelt die notwendigen Rahmenbedingungen, Anforderungen an alle Beteiligten sowie Strategien zur Professionalisierung durch Qualitäts-, Gefährdungs- und Hygienemanagement.
6. Diskussion: Das abschließende Kapitel reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und bewertet die Eignung von Schulhunden unter Berücksichtigung der aufgezeigten Herausforderungen und Rahmenbedingungen.
Hundegestützte Pädagogik, Schulhund, psychosoziale Beeinträchtigung, Mensch-Tier-Beziehung, Inklusion, Bindungstheorie, Verhaltensstörung, Tiergestützte Interventionen, Emotionsregulation, Selbstwirksamkeit, Qualitätsmanagement, Gefährdungsmanagement, Hygienemanagement, Sozial-emotionale Kompetenz, Schulalltag.
Die Bachelorarbeit untersucht das Einsatzfeld der hundegestützten Pädagogik an Schulen mit einem spezifischen Fokus auf SchülerInnen, die psychosoziale Beeinträchtigungen aufweisen.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Mensch-Tier-Beziehung, die Terminologie tiergestützter Interventionen, die Auswirkungen auf die Schülerschaft sowie die praktischen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einsatz.
Das Ziel ist es zu analysieren, inwiefern Schulhunde als geeignete Wegbegleiter dienen können, um SchülerInnen mit psychosozialen Beeinträchtigungen in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung zu unterstützen.
Es handelt sich um eine theoretisch fundierte Abschlussarbeit, die aktuelle Fachliteratur, Studien und psychologische Modelle (z. B. Bindungstheorie) zusammenführt und kritisch reflektiert.
Der Hauptteil erstreckt sich von der Typologie psychosozialer Beeinträchtigungen über die verschiedenen Funktionen und Wirkweisen von Schulhunden bis hin zu den Anforderungen an Lehrkräfte und SchülerInnen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie hundegestützte Pädagogik, psychische Gesundheit, Inklusion, Bindung und professionelles Qualitätsmanagement charakterisiert.
Die Bindungstheorie wird genutzt, um zu erklären, wie Schulhunde als sichere Bindungsfiguren dienen können, um bei SchülerInnen mit unsicheren Bindungserfahrungen Stress zu reduzieren und soziale Sicherheit zu vermitteln.
Die Arbeit nimmt eine begriffliche Abgrenzung vor, indem sie zwischen tiergestützter Didaktik, Aktivität (TG A), Förderung (TG F), Pädagogik (TG P) und Therapie (TG T) unterscheidet.
Das Qualitätsmanagement wird als essenzieller Pfeiler der Professionalisierung betrachtet, der Standards für den Einsatz festlegt, um das Wohl des Tieres und die Sicherheit der SchülerInnen zu gewährleisten.
Die Lehrkraft trägt die Hauptverantwortung für das Mensch-Hund-Team; ein erfolgreicher Einsatz erfordert neben der pädagogischen Kompetenz eine fundierte Ausbildung, Stresssensibilität und die Fähigkeit zur präventiven Gefährdungsanalyse.
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