Bachelorarbeit, 2021
97 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Forschungsfrage
1.3 Zielsetzung der Arbeit
1.4 Aufbau und Struktur der Bachelorarbeit
2. Theoretischer Kontext
2.1 Definition Digitalisierung
2.1.1 Digitalisierung als Entwicklungsmotor der Wirtschaft
2.2 Problemfelder der Sparkassen
2.3 Kundenverhalten in einer digitalisierten Welt
2.3.1 Covid-19 als Katalysator der Nutzung digitaler Angebote
2.4 Definition Online-Marktplätze sowie digitale Ökosysteme
2.4.1 Digitale Ökosysteme als Geschäftsmodell
2.4.2 Regionaler Online-Marktplatz als Teil des digitalen Ökosystems
2.5 Hypothesen
3. Methodik/Forschungsdesign
3.1 Methode der quantitativen Datenerhebung
3.1.1 Methodik der Fragebogenkonstruktion
3.2 Untersuchungsobjekte
3.3 Untersuchungsdurchführung
3.4 Auswertungsmethodik
3.5 Gestaltungsdesign für die Handlungsempfehlung
4. Forschungsergebnisse
4.1 Auswertung, Aufbereitung und Präsentation der Daten
4.2 Hypothesenüberprüfung
5. Diskussion und Handlungsempfehlungen
5.1 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
5.2 Handlungsempfehlungen für Sparkassen
6. Methodenkritik, Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit Konsumenten bereit sind, regionale Online-Marktplätze von Sparkassen zu nutzen und Zahlungen über Sparkassenlösungen abzuwickeln, um Sparkassen als Akteure in digitalen Ökosystemen zu positionieren.
1.1 Problemstellung
Das Bankensystem in Deutschland gliedert sich grundsätzlich in Universalbanken sowie Spezialbanken, die sich im Umfang der von ihnen angebotenen Dienstleistungen unterscheiden (vgl. Hartmann-Wendels, Pfingsten & Weber 2019, S.27f). Das in Deutschland vorherrschende Universalbankensystem gliedert sich u.a. in Kreditbanken, Landesbanken, Sparkassen sowie Kreditgenossenschaften (vgl. Hartmann-Wendels, Pfingsten & Weber 2019, S.29). Insbesondere Sparkassen, deren Eigentümer öffentlich-rechtliche Träger sind, verstehen es hierbei als ihren Auftrag, Menschen die soziale und wirtschaftliche Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen sowie die Kreditversorgung und die Vermögensbildung der Bevölkerung zu fördern (vgl. Hartmann-Wendels, Pfingsten & Weber 2019, S.35). Neben dem Hauptgeschäft der Kreditvergabe (vgl. Hartmann-Wendels, Pfingsten & Weber 2019, S. 36) lässt sich die Umsetzung des „Sparkassenauftrags“ der Vermögensbildung z.B. am Marktanteil an Einlagen von Privatpersonen in Deutschland ablesen. Dieser liegt im Jahr 2019 bei 37,6% (vgl. Deutscher Sparkassen- und Giroverband (DSGV) 2020, o.S.). Für Sparkassen ergibt sich hieraus eine zunehmende Problematik, die nachfolgend ausgeführt wird.
Sparkassen befinden sich seit Jahren, u.a. bedingt durch eine anhaltende Niedrigzinsphase, in einem problematischen (Ertrags-) Umfeld, in dem es herausfordernd ist und bleibt, notwendige Strukturbeiträge zu erwirtschaften (vgl. Lister 2018, S.3). Das Zinsniveau ist eine Folge der expansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und wirkt sich auf die Kreditinstitute u.a. durch rückläufige Erträge aus Zinsüberschuss sowie aus der Anlage des Eigenkapitals aus (vgl. Kirmße 2017, S. 297).
1. Einleitung: Einführung in die Problemstellung durch Niedrigzins, Regulatorik und Digitalisierung sowie Definition der Forschungsfragen und Zielsetzung der Arbeit.
2. Theoretischer Kontext: Erarbeitung der theoretischen Grundlagen zu Digitalisierung, Kundenverhalten unter dem Einfluss von Covid-19 und dem Konzept der Online-Marktplätze sowie digitale Ökosysteme.
3. Methodik/Forschungsdesign: Beschreibung des Forschungsdesigns, der quantitativen Datenerhebung mittels Online-Fragebogen und der statistischen Auswertungsmethodik.
4. Forschungsergebnisse: Darstellung und Analyse der Umfrageergebnisse sowie die Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
5. Diskussion und Handlungsempfehlungen: Interpretation der Ergebnisse und Ableitung konkreter Empfehlungen für Sparkassen zur strategischen Positionierung in digitalen Ökosystemen.
6. Methodenkritik, Fazit und Ausblick: Kritische Reflexion der Untersuchungsmethode, Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen.
Digitalisierung, Sparkasse, E-Commerce, Zahlungsverkehr, digitale Ökosysteme, Kundenverhalten, Online-Marktplatz, Covid-19, Banken, Finanzdienstleistungen, Regionalität, Nachhaltigkeit, Payment, Online-Handel, Wettbewerbsintensität.
Die Arbeit analysiert das Potenzial regionaler Online-Marktplätze als Bestandteil eines digitalen Ökosystems für Sparkassen im Kontext der durch die Covid-19-Pandemie verstärkten Digitalisierung.
Die zentralen Themen umfassen die digitale Transformation der Bankenbranche, das veränderte Konsumentenverhalten im E-Commerce und die Bedeutung von Zahlungsdienstleistungen (Payment) für die Kundenbindung.
Das Ziel ist zu erheben, inwieweit Konsumenten bereit sind, einen regionalen E-Commerce-Marktplatz einer Sparkasse zu nutzen und anfallende Zahlungen über die eigenen Lösungen der Sparkasse (wie Paydirekt) abzuwickeln.
Es wird ein quantitativer Forschungsansatz gewählt, bei dem die Daten mittels eines standardisierten Online-Fragebogens bei der Zielgruppe der E-Commerce-Nutzer erhoben wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Kontext über Digitalisierung und Marktplätze, die Beschreibung des Forschungsdesigns sowie die detaillierte Auswertung und Diskussion der empirischen Ergebnisse.
Wesentliche Begriffe sind Digitalisierung, Sparkasse, E-Commerce, Zahlungsverkehr, digitale Ökosysteme und Konsumentenverhalten.
Die Umfrage ergab, dass Aspekte wie Regionalität, Nachhaltigkeit und kurze Lieferwege für einen Großteil der befragten Konsumenten (77%) eine wichtige Rolle spielen.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Sparkassen-Lösung Paydirekt bei der Mehrheit der Befragten bisher kaum genutzt wird, da diese im Zahlungsverkehr überwiegend fremde Anbieter wie Paypal bevorzugen.
Der Aufbau eines regionalen Online-Marktplatzes stellt für Sparkassen keinen Selbstzweck dar, sondern kann als erster wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem umfassenden, in sich geschlossenen digitalen Ökosystem verstanden werden.
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