Bachelorarbeit, 2021
55 Seiten, Note: 1.3
1 Einleitung
2 Methodik
2.1 Datensatz
2.2 Stationarität
2.3 Identifikation und Schätzung ARMA
2.4 Validierung ARMA
2.5 Identifikation GARCH
2.6 Schätzung
2.7 Validierung
3 Modellierung des Dow Jones Transportation Average Indexes
3.1 Datensatz
3.2 Stationarität
3.3 Identifikation und Schätzung ARMA
3.4 Validierung ARMA
3.5 Identifikation GARCH
3.6 Schätzung
3.7 Validierung
4 Fazit
5 Kritische Würdigung
Diese Bachelorarbeit untersucht, welches Modell aus der GARCH-Familie die bedingte Varianz von Finanzmarktdaten, konkret des Dow Jones Transportation Average Index (DJT) und des Dow Jones Industrial Average Index (DJI), am besten vorhersagen kann, um Risiken für Eigenkapitalgeber genauer zu bestimmen.
GARCH-Modelle
Im folgenden Abschnitt sollen zunächst die Eigenschaften von Finanzmarktdaten beschrieben werden und anschließend ein Überblick über die verwendeten Modelle der GARCH-Familie dargestellt werden.
Eigenschaften von Finanzmarktdaten Engle und Bollerslev entwickelten ARCH bzw. GARCH Modelle, um wesentliche Eigenschaften von Finanzmarktdaten darstellen zu können. Veranschaulicht werden diese anhand von Grafik 1.
Links oben ist der Kurs abgebildet. Sehr gut zu erkennen sind stochastische Trends. Dies bedeutet, dass für einen gewissen Zeitraum eine Entwicklung anhaltend ist. So steigen Aktienkurse über einen längeren Zeitraum in einem sogenannten "Bull Run". Die vorkommenden Schwankungen können nicht vorhergesagt werden, weshalb der Trend stochastisch, also zufällig bezeichnet wird.
Rechts oben sind die täglichen Renditen abgebildet. Mathematisch können sie als prozentuale Änderungen oder tägliche Differenzenquotienten aufgefasst werden. Zu bestimmten Zeiten schwanken die Renditen stärker. Dies wird als Volatilitätsclustering bezeichnet und tritt in Phasen größerer Unsicherheit wie einer Pandemie oder Finanzkrise vermehrt auf. Besonders ist des Weiteren, dass gerade bei fallenden Aktienkursen die Volatilität der Renditen ansteigt. So sanken beispielsweise in der Finanzkrise 2009 die Kurse deutlich, während die Renditen stark schwankten. Dieser Zusammenhang wird auch als Leverage-Effekt bezeichnet.
In der unteren Abbildung von Grafik 1 ist eine leptokurtische Verteilung der Renditen dargestellt. In der Mitte können mehr Werte beobachtet werden als in einer dazugehörigen Normalverteilung. Sie ist schmaler und weist häufiger extreme Ausschläge auf.
Alle oben genannten Eigenschaften können von GARCH-Modellen adäquat beschrieben werden.
1 Einleitung: Die Einleitung motiviert die Untersuchung von Risiken in der Transportbranche infolge von Markt-Schocks durch die Modellierung von Volatilität mittels GARCH-Prozessen.
2 Methodik: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der GARCH-Modellfamilie sowie die statistischen Verfahren zur Identifikation, Schätzung und Validierung von Finanzzeitreihen.
3 Modellierung des Dow Jones Transportation Average Indexes: Hier erfolgt die praktische Anwendung der zuvor beschriebenen statistischen Methoden auf die Indizes DJT und DJI zur Bestimmung optimaler Modellparameter.
4 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Eignung der verschiedenen GARCH-Modelle für die untersuchten Datensätze.
5 Kritische Würdigung: Dieses Kapitel reflektiert die methodischen Herausforderungen, Einschränkungen bei der Modellgüte und gibt Anregungen für weiterführende Analysen.
Finanzmarktdaten, GARCH-Modelle, Volatilität, Volatilitätsclustering, Leverage-Effekt, Dow Jones Transportation Average Index, Dow Jones Industrial Average Index, Zeitreihenanalyse, ARMA-Modell, Risikomanagement, Value at Risk, Ökonometrie, Statistik, Stationarität, Prognose.
Die Arbeit befasst sich mit der statistischen Modellierung von Volatilität in Finanzmarktdaten unter Verwendung verschiedener GARCH-Modelle.
Die zentralen Felder sind die Zeitreihenanalyse von Aktienindizes, die Untersuchung von Volatilitätsclustern und die Anwendung ökonometrischer Verfahren zur Risikobestimmung.
Das Ziel ist es, das am besten geeignete Modell aus der GARCH-Familie zu identifizieren, um das unternehmerische Risiko für Eigenkapitalgeber in der Transportbranche präziser bestimmen zu können.
Verwendet werden statistische Methoden wie ADF-Tests zur Prüfung der Stationarität, ARMA-Modellierung zur Filterung von Autokorrelationen sowie diverse GARCH-Varianten (TGARCH, EGARCH, GJR-GARCH) für die Varianzmodellierung.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Herleitung der mathematischen Modelle und deren empirische Anwendung auf den Dow Jones Transportation Average und den Dow Jones Industrial Average Index.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen GARCH-Modelle, Volatilität, Zeitreihenanalyse, Leverage-Effekt, stationäre Prozesse und Value at Risk.
Der Autor wählte diesen Index, da er viele verschiedene Transportunternehmen umfasst, was eine exakte Beschreibung des Eigenkapitals erlaubt und einen breiten Überblick über den Verkehrssektor bietet.
Der Leverage-Effekt beschreibt das Phänomen, dass bei fallenden Kursen die Volatilität oft stärker ansteigt als bei steigenden Kursen, was für eine genaue Risikoabschätzung essenziell ist.
Die t-Verteilung wird eingesetzt, da sie oft "fettere Enden" (Leptokurtosis) aufweist als die Normalverteilung und somit extreme Marktbewegungen bei Finanzdaten besser abbilden kann.
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