Bachelorarbeit, 2018
63 Seiten, Note: 2,0
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
1. Einleitung
2. Fall "Barbarossa" - geplanter Rassen - und Vernichtungskrieg
2.1. Pläne und Befehle
2.2 Die Diskrepanz zwischen Plan und Kräften
2.3. Die deutsche Logistik
2.4. Die deutsche Verwaltung
3. Partisanen - Begriff und völkerrechtliche Stellung
4. Die Partisanenbewegung in den besetzten Gebieten
4.1. Die Anfänge bis zum Scheidern von "Taifun"
4.2. Die russische "Zweite Front" - 1942 - 1944
4.3. Das Zusammenwirken mit der Roten Armee
4.4. Schienenkrieg und "Bagration"
5. Deutsche Reaktionen und Maßnahmen
5.1. Die Kräfte der militärischen Sicherung
5.2. Jagdkommandos und Großunternehmen - Lösungsversuche im Partisanenkampf
6. Die Wirksamkeit des Partisanenkrieges - ein Fazit
Die Arbeit analysiert die Bedeutung und den Charakter des Partisanenkrieges für den sowjetischen Widerstand gegen die deutsche Besatzung im Zweiten Weltkrieg, wobei insbesondere die Bedingungen für die Wirksamkeit dieses Kampfes sowie die Auswirkungen auf die deutsche Kriegsführung und das Besatzungsregime untersucht werden.
2.2 Die Diskrepanz zwischen Plan und Kräften
Für das Unternehmen "Barbarossa" mobilisierte die deutsche Führung 3,3 Millionen Mann, untergliedert in drei Heeresgruppen, 121 Divisionen, vier Panzergruppen und drei Luftflotten. Trotz dieser Zahlen war die Rote Armee der Wehrmacht, zumindest im technischen Material, zahlenmäßig überlegen. Im weiteren gab es auf deutscher Seite keine verlässlichen Kenntnisse über die russischen industriellen Mobilisierungsmöglichkeiten. Für ihren Angriff auf 1500 Kilometer Frontbreite hatte das OKH lediglich eine Armee als Reserve eingeplant.
Ziel war es den Feldzug in gewohnter Blitzkriegsstrategie nach 4 - 8 Wochen zu beenden. Spätestens im Herbst 1941 wollte man die SU niedergeworfen haben. Es war vorgesehen den Gegner in grenznahen Umfassungen und Kesselschlachten zu vernichten, damit den Widerstandswillen zu untergraben und die russische Staatsmacht zum Einsturz zu bringen.
Der Verlauf der ersten Kriegswochen schien die Planung zu bestätigen. Die russischen Kräfte der westlichen Militärbezirke wurden eingeschlossen und zu Hunderttausenden zur Kapitulation gezwungen. Dennoch waren die Erfolge nicht ungetrübt. Sowjetische Verbände leisteten zum Teil hartnäckigen Wiederstand und formierten sich immer wieder neu. Die deutschen Verluste an Personal und Material erreichten ein bisher unbekanntes Ausmaß. Auch die eigene Aufklärung erwies sich als ungenügend. Mit Panik registrierten Panzerverbände und die Panzerabwehr der Wehrmacht das Auftauchen unbekannter Kampfwagentypen wie dem T 34 und KW I und II. Auch hatte man im Vorfeld die monatliche Produktion von Panzer in Russland auf 175 Stück geschätzt. Es waren jedoch schätzungsweise 660. (vgl. Arnold 2005, S. 198) Im Jahr 1942 erreichten die russischen Produktionszahlen an Panzern schon fast das fünf fache des Ausstoßes bei den Deutschen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die ideologischen Hintergründe und die Planung des Angriffs auf die Sowjetunion als Rassen- und Vernichtungskrieg sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Fall "Barbarossa" - geplanter Rassen - und Vernichtungskrieg: Dieses Kapitel behandelt die strategischen Pläne, Befehle, die deutsche Verwaltung und die Logistik, die von Beginn an auf Ausbeutung und Unterdrückung ausgelegt waren.
3. Partisanen - Begriff und völkerrechtliche Stellung: Hier wird der Partisanenbegriff in der modernen militärischen Sichtweise und im Kontext der damaligen völkerrechtlichen Rahmenbedingungen erörtert.
4. Die Partisanenbewegung in den besetzten Gebieten: Es wird die Entwicklung der Partisanenbewegung von den Anfängen bis hin zur Koordinierung mit der Roten Armee und dem Schienenkrieg dargestellt.
5. Deutsche Reaktionen und Maßnahmen: Dieses Kapitel analysiert die deutschen Sicherungskräfte, Jagdkommandos und Großunternehmen als oft erfolglose oder exzessiv grausame Versuche der Partisanenbekämpfung.
6. Die Wirksamkeit des Partisanenkrieges - ein Fazit: Das Fazit bewertet den Einfluss des Partisanenkrieges, betont dessen Bedeutung für die Zermürbung des Gegners und die Unterstützung der Roten Armee und relativiert rein quantitative Zahlenvergleiche.
Partisanenkrieg, Wehrmacht, Sowjetunion, Unternehmen Barbarossa, Vernichtungskrieg, Ausbeutung, Besatzungspolitik, Rote Armee, Logistik, Schienenkrieg, Bandenbekämpfung, Widerstand, Kollaboration, Zweiter Weltkrieg, Besatzungsgebiet.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Wirkung der Partisanenbewegung im von Deutschland besetzten sowjetischen Hinterland während des Zweiten Weltkriegs.
Zentrale Themen sind die deutsche Besatzungs- und Ausbeutungspolitik, die Entwicklung der Partisanenbewegung, deren taktische Kampfweise sowie die Auswirkungen auf deutsche Logistik und Sicherungsmaßnahmen.
Das Ziel ist die Klärung der Bedeutung und des Charakters des Partisanenkrieges für den sowjetischen Abwehrkampf und die Bewertung seiner Effektivität hinsichtlich der Störung deutscher Operationen.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung von Archivmaterialien, offiziellen Dokumenten, Befehlen sowie zeitgenössischer und historischer Fachliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der deutschen Kriegspläne, der völkerrechtlichen Situation von Partisanen, der Entwicklung der Widerstandsbewegung sowie der deutschen militärischen Gegenmaßnahmen.
Zu den prägenden Begriffen gehören Partisanenkrieg, Vernichtungskrieg, deutsche Besatzungspolitik, Logistikstörungen, Bandenbekämpfung und das Zusammenwirken mit der Roten Armee.
Durch Sabotage an Gleisanlagen, Brücken und Zügen fügten sie dem Transportwesen enorme Schäden zu, was die Versorgung der Front und den Abtransport wirtschaftlicher Ressourcen erheblich behinderte.
Diese oft unter extremen Grausamkeiten durchgeführten militärischen Operationen sollten ganze Gebiete "säubern", scheiterten jedoch meist an der mangelnden Langzeitwirkung und dem Fehlen ausreichender Truppen zur Sicherung der Gebiete.
Unter dem Eindruck der deutschen Terrorherrschaft, der Massenmorde und der rücksichtslosen Ausbeutung wuchs die Unterstützung für die Partisanen, da diese oft als einzige Rettung oder Alternative zur deutschen Herrschaft wahrgenommen wurden.
Die zunehmende Zusammenarbeit, insbesondere ab 1943, verwandelte die Partisanenaktionen von isolierten Nadelstichen zu einer wirksamen "Zweiten Front", die deutsche Rückzugsbewegungen und Frontoperationen massiv störte.
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