Bachelorarbeit, 2018
32 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Gruppenpädagogik als klassische Methode der Sozialen Arbeit
2.1.1. Begriffe und Abgrenzungen
2.1.2. Prinzipien der Gruppenpädagogik
2.1.3. Die Gruppenleitung: Rolle und Fehlerquellen
2.1.4. Die Gruppe: Gruppenrollen und -phasen
2.1.5. Schwierigkeiten und Nutzen eines Gruppenangebots
2.2. Die Etablierung der Ressourcenorientierung in der Sozialen Arbeit
2.2.1. Begriffe und Abgrenzungen
2.2.2. Ressourcendiagnostik
2.2.3. Haltung und Ansätze bei der Ressourcenaktivierung
2.2.4. Vorgehensweise Ressourcenaktivierung
2.2.5. Schwierigkeiten und Nutzen der Ressourcenarbeit
2.3. Konzepterstellung nach Hiltrud von Spiegel
3. Fazit und Schlüsse für die Soziale Arbeit
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, einen konzeptionellen Vorschlag für die Ressourcenaktivierung in Tagesstätten für psychische Gesundheit zu erarbeiten, um der Diskrepanz zwischen der Bedeutung persönlicher Stärken und einem oft defizitorientierten Blick in der Praxis entgegenzuwirken. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Integration ressourcenorientierter Ansätze in die Gruppenpädagogik, um die Selbstwirksamkeit der Klienten und Klientinnen nachhaltig zu stärken.
2.1.4. Die Gruppe: Gruppenrollen und -phasen
Bei der Beschreibung der Rollen, die Personen in Gruppen annehmen, wird sich häufig der Theatermetapher bedient (vgl. Wellhöfer 2012, S. 30; König und Schattenhofer 2015, S. 47). Im Gegensatz zu einem Theater jedoch, sind Verhalten und Sprache nicht durch ein Textbuch vorgegeben, stattdessen richten sich diese nach den Erwartungen an die jeweilige Rolle (vgl. König und Schattenhofer 2015, S. 47). Klar definierbare Stellungen wie die des Gruppenleiters, des Besuchers einer Tagesstätte oder des Sozialarbeiters oder der Sozialarbeiterin werden Position genannt (vgl. Wellhöfer 2012, S. 31). Eine Rolle hingegen zeichnet sich vielmehr durch die Erwartungen der Mitmenschen an die Rolleninhaber aus (ebd.). Soziale Rollen sind notwendig, um einander besser einschätzen und einordnen zu können, da sie „Verhaltensrichtlinien“ (Battegay 1976, S. 111) vorgeben.
Die Familie ist die erste und prägendste Gruppe, der ein Mensch in seinem Leben angehört. Durch diese und andere Primärgruppen wie dem Kindergarten, der Schule und der Peergroup werden das Gruppen- sowie das Sozialverhalten erlernt (vgl. Schiller 1966, S. 97 f.; Battegay 1976, S. 80, Doppler 2015, S. 110; Schattenhofer 2015, S. 24; König und Schattenhofer 2015, S.40f.). Das Wissen um familiäre Hintergründe einer Person kann also unter Umständen Rückschlüsse auf das Gruppenverhalten zulassen. Alle bisherigen Erlebnisse fließen individuell in die Rolle ein, die eine Person in einer Gruppe einnimmt. König und Schattenhofer nennen dies „die Aktualisierung lebensgeschichtlicher Erfahrungen im Gruppenprozess“ (2012, S. 40). Um Entwicklungen und Veränderungen innerhalb der Gruppe zu ermöglichen, sollte die Leitung darauf achten, dass die Personen ihre Rolle auch während des Gruppenprozesses verändern können (vgl. Battegay 1976, S. 112). Eher zurückhaltende Personen können so den Versuch wagen, aus sich herauszugehen und offene Personen können sich auch einmal zurücknehmen. Etwaige Rollenveränderungen sind durch die Gruppenleitung zuzulassen und zu akzeptieren.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Bedeutung der Ressourcenorientierung in der Sozialen Arbeit und begründet die Notwendigkeit, Stärken statt nur Defizite in den Mittelpunkt der Arbeit mit psychisch belasteten Menschen zu stellen.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses umfangreiche Kapitel legt die wissenschaftliche Basis, indem es die Gruppenpädagogik als Methode definiert und die Etablierung sowie praktische Umsetzung der Ressourcenorientierung im Kontext der Konzepterstellung erläutert.
3. Fazit und Schlüsse für die Soziale Arbeit: Das Fazit betont, dass eine ressourcenorientierte Haltung Mut und Reflexion der Fachkräfte erfordert, um Klienten langfristig bei der Rückgewinnung ihres Selbstvertrauens zu unterstützen.
Ressourcenorientierung, Gruppenpädagogik, Soziale Arbeit, Ressourcenaktivierung, psychische Gesundheit, Empowerment, Konzepterstellung, Ressourcendiagnostik, Lebensweltorientierung, Sozialkompetenz, Selbstwirksamkeit, Gruppendynamik, Hiltrud von Spiegel.
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung ressourcenorientierter Ansätze in die Gruppenarbeit innerhalb von Tagesstätten für Menschen mit psychischen Erkrankungen.
Zentral sind die theoretischen Grundlagen der Gruppenpädagogik, das Konzept der Ressourcenorientierung sowie die methodische Planung und Evaluation von sozialen Angeboten.
Das Ziel ist die Erarbeitung eines konzeptionellen Rahmens, der Fachkräften hilft, die Stärken von Klienten bewusst zu aktivieren und deren Selbstvertrauen zu fördern.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch Literaturanalyse und der Anwendung der Konzepterstellungsmethodik nach Hiltrud von Spiegel.
Im Hauptteil werden die Prinzipien der Gruppenpädagogik, verschiedene ressourcendiagnostische Instrumente sowie die Haltung der Fachkraft bei der Ressourcenaktivierung detailliert erörtert.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Ressourcenorientierung, Empowerment, Lebensweltorientierung, Gruppenpädagogik und Konzepterstellung.
Der Fokus auf Defizite kann bei Klienten destruktiv auf das Ressourcenbewusstsein wirken und die Wahrnehmung der eigenen Fähigkeiten einschränken.
Es ist entscheidend, damit die Gruppe lernt, eigenständig zu agieren und die Gruppenleitung nach einer gewissen Zeit nicht mehr zwingend benötigt.
Sie beschreibt Ziele als einen in die Zukunft gerichteten, gewünschten Zustand oder die Erweiterung von Handlungskompetenzen der Adressaten innerhalb eines überschaubaren Zeitraums.
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