Masterarbeit, 2020
82 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Was sind mehr- Sinn Geschichten?
2.1 Entstehung und Entwicklung
2.2 Zielgruppe
3 Wie werden mehr¬Sinn Geschichten erzählt?
3.1 Vorbereitung
3.2 Durchführung
4 Unterrichtsprinzipien im Schulkontext
4.1 Allgemeingültigkeit der Unterrichtsprinzipien für verschiedene Schulformen
4.2 Konstitutive Unterrichtsprinzipien
4.2.1 Schülerorientierung
4.2.2 Sachorientierung
4.2.3 Handlungsorientierung
4.3 Regulierende Unterrichtsprinzipien
4.3.1 Selbsttätigkeit
4.3.2 Differenzierung
4.3.3 Veranschaulichung
4.3.4 Motivierung
4.3.5 Ganzheit
4.3.6 Zielorientierung
4.3.7 Strukturierung
4.3.8 Ergebnissicherung
5 Kriterienkatalog für die Bewertung von mehrsinnlichen Geschichten im Unterricht
6 Entwicklung der mehrsinnlichen Geschichte Das kleine WIR in der Schule von Daniela Kunkel
6.1 Benötigte Materialien und Requisiten
6.2 Regieanleitung
7 Auswertung der Umsetzung der selbstentwickelten mehrsinnlichen Geschichte im Unterricht
7.1 Chancen
7.2 Herausforderungen
8 Fazit und Ausblick
9 Literaturverzeichnis
Diese Arbeit untersucht, inwieweit das Konzept der mehrsinnlichen Geschichten, das ursprünglich für die Einzelarbeit mit Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen entwickelt wurde, erfolgreich in den allgemeinen Schulkontext übertragen werden kann. Das primäre Ziel ist die Überprüfung der Praxistauglichkeit dieses Ansatzes zur Förderung von Lernprozessen und zur Unterstützung kultureller Teilhabe in heterogenen Lerngruppen.
1 Einleitung
„Ich bekenne, ich brauche Geschichten, um die Welt zu verstehen.“ (Lenz 1970, S. 131) Wie können Menschen mithilfe von Geschichten die Welt verstehen? Was müssen Geschichten mit sich bringen, sodass durch sie die Welt besser verstanden werden kann? Wie können Geschichten über die Sprache hinaus erzählt und vermittelt werden? Ist der Einsatz von Geschichten eine geeignete Möglichkeit, Schülerinnen und Schülern Wissen im Unterricht zu vermitteln?
Diesen Fragen soll in der vorliegenden Arbeit u. a. nachgegangen werden. Geschichten sind ein langjähriges und beliebtes Mittel im schulischen Alltag. Doch was sind Geschichten eigentlich genau? Laut des Duden Online Wörterbuches ist eine Geschichte eine „mündliche oder schriftliche, in einen logischen Handlungsablauf gebrachte Schilderung eines tatsächlichen oder erdachten Geschehens, Ereignisses“ (ebd. o. J.a). Geschichten werden daher häufig auch als Erzählung bezeichnet (vgl. ebd.).
Geschichten ermöglichen Menschen soziale Kontakte und kulturelle Teilhabe. Durch sie erfahren Menschen etwas über sich selbst sowie über ihre Außenwelt. Sie knüpfen an bestehendem Wissen sowie persönlichen Erfahrungen und Bedürfnissen an und ermöglichen somit den Erhalt von neu verknüpften Inhalten. Die vielseitigen Motive innerhalb von Geschichten wie z. B. Angst oder Freude wie auch die dargestellten Charaktere lassen Menschen Verbindungen zu sich selbst und zu ihrem Umfeld herstellen (vgl. Fornefeld 2013a, S. 8).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung von Geschichten für das Weltverständnis ein und stellt die Forschungsfrage zur Umsetzbarkeit mehrsinnlicher Geschichten im Schulunterricht.
2 Was sind mehr- Sinn Geschichten?: Dieses Kapitel definiert den Begriff der mehrsinnlichen Geschichte als ästhetische, sinnlich wahrnehmbare Form der Literaturvermittlung, die besonders für Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen konzipiert wurde.
3 Wie werden mehr¬Sinn Geschichten erzählt?: Hier werden die methodischen Anforderungen an Vorbereitung und Durchführung beschrieben, wobei der Dialog zwischen Erzählendem und Zuhörendem im Fokus steht.
4 Unterrichtsprinzipien im Schulkontext: Dieses Kapitel verknüpft das Konzept mit allgemeinen unterrichtlichen Anforderungen wie Schülerorientierung, Handlungsorientierung und Differenzierung.
5 Kriterienkatalog für die Bewertung von mehrsinnlichen Geschichten im Unterricht: Entwicklung eines auf theoretischen Grundlagen basierenden Katalogs, um den Einsatz mehrsinnlicher Geschichten objektiv bewertbar zu machen.
6 Entwicklung der mehrsinnlichen Geschichte Das kleine WIR in der Schule von Daniela Kunkel: Konkrete Anwendung des Konzepts auf ein gewähltes Bilderbuch, einschließlich der benötigten Requisiten und einer detaillierten Regieanleitung.
7 Auswertung der Umsetzung der selbstentwickelten mehrsinnlichen Geschichte im Unterricht: Reflektion der Praxiserfahrungen aus der Erprobung in zwei unterschiedlichen Schulklassen unter Berücksichtigung von Chancen und Herausforderungen.
8 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf die Bedeutung der Lehrkraft als Lernbegleiter im mehrsinnlichen Unterricht.
9 Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen.
Mehrsinnliche Geschichten, Unterrichtsprinzipien, Inklusion, Förderschule, Grundschule, Kriterienkatalog, Das kleine WIR, Handlungsorientierung, Sinneswahrnehmung, Schülerorientierung, kulturelle Teilhabe, Lerngruppen, Differenzierung, Lehrkraft, Medienbildung.
Die Arbeit untersucht, wie das Konzept mehrsinnlicher Geschichten, das ursprünglich aus der Arbeit mit Menschen mit komplexen Beeinträchtigungen stammt, in den normalen Schulalltag übertragen und für inklusive Lerngruppen nutzbar gemacht werden kann.
Die zentralen Felder umfassen die Theorie der mehrsinnlichen Geschichten, die didaktische Einordnung in verschiedene Unterrichtsprinzipien sowie die praktische Anwendung und Evaluation am Beispiel des Bilderbuchs "Das kleine WIR in der Schule".
Ziel ist es zu klären, inwieweit sich dieses Konzept als methodisches Werkzeug für Lehrer eignet, um den Unterricht ganzheitlicher, motivierender und für heterogene Gruppen zugänglicher zu gestalten.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung didaktischer Prinzipien sowie eine praktische Erprobungsphase (Handlungsorientierung), die in einer reflexiven Auswertung mündet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Unterrichtsprinzipien, die Entwicklung eines Kriterienkatalogs und die detaillierte Darstellung einer selbst konzipierten Unterrichtseinheit inklusive Regieanleitung und Materialauswahl.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Inklusion, mehrsinnliches Lernen, Heterogenität, Unterrichtsgestaltung und Teilhabe.
Das Buch wird in 15 Szenen unterteilt, die jeweils mit spezifischen Materialien (wie Düften, haptischen Objekten oder Klangelementen) hinterlegt werden, um den Inhalt für Schülerinnen und Schüler auf verschiedenen Sinneskanälen erfahrbar zu machen.
Die Lehrkraft wandelt sich von einer rein wissensvermittelnden Instanz hin zu einem Lernbegleiter, der eine Atmosphäre für sinnliches Erleben schafft und einen dialogischen Prozess zwischen Material, Inhalt und Schülern moderiert.
Herausforderungen liegen vor allem im Zeitmanagement innerhalb des starren Schulalltags, der Komplexität der Vorbereitung und Organisation sowie der Notwendigkeit, eine große Lerngruppe gleichzeitig individuell zu betreuen.
Das Fazit lautet, dass mehrsinnliche Geschichten eine enorme Bereicherung für den Unterricht darstellen, sofern die Lehrkraft mit Freude und der nötigen Sorgfalt an die Konzeption herangeht, was einen universellen und gewinnbringenden Einsatz ermöglicht.
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