Bachelorarbeit, 2019
68 Seiten
1. Einleitung
1.1. Ausgangspunkt der Untersuchung
1.2. Problemstellung
1.3. Zielsetzung und Herangehensweise
2. Kundenbeziehungsmanagement
2.1. Grundlagen des Customer Relationship Management
2.2. Kundenlebenszyklus hinsichtlich des Churn-Managements
2.3. Churn-Management
2.4. Kundenabwanderungsprozess und Gründe einer Abwanderung
2.5. Kritische Bestandsaufnahme der Literatur
3. Konzeption der Messung von Churn
3.1. Anforderungen und Prozessablauf zur Messung von Churn
3.2. Kriterien für die Bewertung von Methoden zur Messung von Churn
3.3. Bewertungskriterien für den Vergleich der Methoden
4. Klassische Methoden zur Messung und Analyse von Churn
4.1. Einfache Analyse und Messung von Churn
4.2. Markov-Ketten
4.3. Loyalitätsleiter
4.4. Logistische Regression
4.5. Hazard-Regression
4.6. NBD/Pareto-Modell
5. Data-Mining-Methoden zur Messung und Analyse von Churn
5.1. Grundlagen des Data Mining
5.2. Methoden zur Analyse und Messung von Churn auf Basis des Data-Mining
5.2.1. Entscheidungsbaumanalyse
5.2.2. Neuronale Netze
5.2.3. K-Nearest-Neighbour
6. Methodenvergleich
6.1. Vergleich der Methoden anhand des Bewertungsrasters
6.2. Methodenvergleich im Kontext des Dateninputs
7. Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, traditionelle statistische Verfahren und Data-Mining-Methoden zur frühzeitigen Identifikation von Kundenabwanderungen kritisch zu bewerten und miteinander zu vergleichen, um Unternehmen bei der Wahl geeigneter Messinstrumente zu unterstützen.
1.1. Ausgangspunkt der Untersuchung
In der geplanten Bachelorarbeit mit dem Arbeitstitel „Kritischer Vergleich und Analyse von Methoden zur Messung von Churn“ wird der Unterschied einer Anzahl von Methoden zur Messung und Analyse von Kundenabwanderungen untersucht und miteinander kritisch verglichen. Schon seit den letzten Jahrzehnten hat das Thema Kundenbindung unter dem Stichwort Customer Relationship Management die Marketingwissenschaft und -praxis intensiv beschäftigt (vgl. Link, Seidl 2009, S.5), da zahlreiche Analysen zeigen, dass in vielen Branchen die Neukundengewinnung ca. vier- bis sechsmal teurer ist als die Kundenbindung (vgl. Sieben, 2002, S.1). Neben der Kundenbindung hat das Thema Kundenabwanderung, der sog. Churn, der sich aus den englischen Begriffen Change und Turn zusammensetzt, an zunehmender Bedeutung gewonnen (vgl. Kehl, 2001, S.208; Krafft, 2007, S.70). Durch die Sättigung der Märkte, neuen Wettbewerbern und Technologien sowie dem Preisdruck und der Kostensenkung, ist der Wettbewerb deutlich straffer geworden. Das bedeutet, dass es für Unternehmen immer wichtiger und schwieriger wird, die langfristige Sicherung von bestehenden Kundenbeziehungen aufrecht zu erhalten (vgl. Kemper; Lee, 2002, S.1). Durch Churn-Management kann ein Unternehmen gezielte Strategien zur Prävention von Kundenabwanderung durchführen und somit den Erhalt des Kunden für das Unternehmen sichern bzw. die Kundenabwanderungsrate senken. Dadurch kann sich auch der Unternehmenserfolg maximieren (vgl. Rauchut (Link/Seidl: Hrsg.), 2009, S.277; Link/Seidl, 2009, S.5).
Mithilfe der sogenannten Churn-Rate kann man beispielsweise den Anteil messen, wie viele Kunden über einen bestimmten Zeitraum, bezogen auf den durchschnittlichen Kundenbestand, abwandern. Anhand der Churn-Rate kann man dann sehen, wie viel Umsatz ein Unternehmen durch solche Abwanderungen verlieren würde (vgl. Krafft, 2007, S.70). Jedoch ist das nur eine Möglichkeit, um den Anteil abgewanderter Kunden zu berechnen und keine Prognosemethode, wodurch potenzielle abwanderungsgefährdete Kunden vor dem Churn erfasst werden können (vgl. Braunmüller/Hamele (Link/Seidl: Hrsg.), 2009, S.264). Eben dieser Aspekt - die potenziellen abwanderungsgefährdeten Kunden anhand ausgewählter Methoden zu ermitteln - wird die Thematik in dieser Arbeit sein. Dabei sollen die verschiedenen Methoden vorgestellt, kritisch gewürdigt und letztlich miteinander verglichen werden.
1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Relevanz der Kundenbindung und des Churn-Managements ein, definiert die Problemstellung und legt die Zielsetzung sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit fest.
2. Kundenbeziehungsmanagement: Hier werden die Grundlagen des CRM sowie der Kundenlebenszyklus beleuchtet, um das Churn-Management in den betriebswirtschaftlichen Kontext einzuordnen und den Abwanderungsprozess zu analysieren.
3. Konzeption der Messung von Churn: Dieses Kapitel definiert die Anforderungen an Prognosemodelle und leitet Bewertungskriterien für den Vergleich der verschiedenen Messmethoden her.
4. Klassische Methoden zur Messung und Analyse von Churn: Es werden traditionelle, aus der Statistik stammende Ansätze wie Kohorten-Berichte, Markov-Ketten, Loyalitätsleiter und Regressionsanalysen beschrieben und kritisch gewürdigt.
5. Data-Mining-Methoden zur Messung und Analyse von Churn: Dieser Abschnitt erläutert die Grundlagen des Data Mining und analysiert moderne Klassifikationsverfahren wie Entscheidungsbaumanalysen, Neuronale Netze und K-Nearest-Neighbour.
6. Methodenvergleich: Die vorgestellten Methoden werden anhand eines gewichteten Bewertungsrasters und unter Berücksichtigung des benötigten Dateninputs systematisch miteinander verglichen.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Untersuchung zusammen und gibt einen Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf im Bereich der Churn-Analyse.
Churn-Management, Kundenabwanderung, Kundenbindung, Customer Relationship Management, Data Mining, Prognosemodelle, Klassifikationsverfahren, Abwanderungswahrscheinlichkeit, Entscheidungsbaumanalyse, Neuronale Netze, Statistik, Kundenanalyse, Frühwarnindikatoren, Kundenlebenszyklus, Marketingwissenschaft.
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen abwanderungsgefährdete Kunden frühzeitig identifizieren können, um durch gezielte Maßnahmen die Kundenabwanderung zu verhindern und den Unternehmenserfolg zu sichern.
Die zentralen Themen sind das Kundenbeziehungsmanagement (CRM), der Prozess der Kundenabwanderung, die verschiedenen statistischen und technologischen Methoden zur Churn-Messung sowie deren kritische Bewertung.
Das Ziel ist ein kritischer Vergleich von traditionellen statistischen Methoden und modernen Data-Mining-Verfahren anhand eines Bewertungsrasters, um die Eignung der jeweiligen Methoden für die Praxis zu bestimmen.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und einen qualitativen Methodenvergleich, bei dem verschiedene Verfahren anhand von Kriterien wie Genauigkeit, Transparenz und Implementierbarkeit bewertet werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der konzeptionellen Grundlagen, die detaillierte Beschreibung klassischer statistischer Verfahren (z.B. Regressionen) sowie moderner Data-Mining-Methoden (z.B. Neuronale Netze) und schließt mit einem systematischen Vergleich dieser Ansätze ab.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Churn-Management, Data Mining, Prognosemodelle, Kundenabwanderung und Klassifikationsverfahren.
Klassische Methoden basieren häufig auf Hypothesenprüfung und eignen sich für kleinere Datenmengen, während Data-Mining-Methoden eigenständig Muster in sehr großen Datensätzen identifizieren können.
Der Dateninput ist entscheidend, da die Qualität und Art der verfügbaren Informationen (z.B. Transaktions- oder Nutzungsdaten) maßgeblich darüber entscheidet, wie präzise eine Methode die Abwanderungsgefahr bestimmen kann.
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