Bachelorarbeit, 2021
68 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Theoretischer Teil
2.1 Das Konstrukt Psychopathie
2.1.1 Persönlichkeitsstörung vs. Persönlichkeitskonstrukt
2.1.2 Psychopathie in Wirtschaft und Unternehmen
2.2 Das Konstrukt der politischen Fertigkeiten
2.3 Erfolgsmaße im beruflichen Kontext
2.4 Aktueller Forschungsstand
2.5 Herleitung der Hypothesen
3 Methodik
3.1 Darstellung des Untersuchungsdesigns
3.2 Erhebungsinstrumente
3.3 Stichprobenbeschreibung
4 Ergebnisse
4.1 Deskriptive Statistiken der Untersuchungsvariablen
4.2 Hierarchisch moderierte Regressionsanalyse
4.2.1 Prüfung der Voraussetzungen für die hierarchisch moderierte Regressionsanalyse
4.2.2 Ergebnisse der hierarchisch moderierten Regressionsanalyse
4.3 Moderierte Mediation
4.3.1 Prüfung der Voraussetzungen für die moderierte Mediation
4.3.2 Ergebnisse der moderierten Mediation
5 Diskussion
5.1 Interpretation der Ergebnisse
5.2 Praktische Relevanz und weiterer Forschungsbedarf
5.3 Kritische Reflexion
5.4 Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Annahme, dass Menschen mit psychopathischen Ausprägungen am Arbeitsplatz erfolgreich sein können, indem sie soziale Interaktionen manipulieren und eine "Maske" der Freundlichkeit nutzen. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die moderierende Rolle politischer Fertigkeiten in der Beziehung zwischen Psychopathie und der Reputation durch Kollegen sowie deren Einfluss auf die erreichte Hierarchieebene in Organisationen.
2.1 Das Konstrukt Psychopathie
Trotz jahrzehntelanger Forschung und Historie sowie gravierenden Auswirkungen des Psychopathiekonstruktes auf die Gesellschaft, sorgt dieses im Hinblick auf seine Operationalisierung für Uneinigkeit und Debatten. Forschergruppen wie Skeem und Kollegen (2011) bezeichneten die Einigung auf ein einheitliches Verständnis der Psychopathie selbst – was sie ist und was nicht – als eine der grundlegendsten Fragen der psychologischen Wissenschaft. Hierbei ist die Beantwortung der Fragestellung, ob das Konstrukt als eine Einheit oder als eine Konfiguration mehrerer unterscheidbarer, jedoch sich überschneidender Merkmalsdimensionen angesehen werden kann, unabdingbar. Insbesondere die Diskussion darüber, ob Psychopathie als Persönlichkeitsstörung oder als Persönlichkeitskonstrukt klassifiziert werden sollte, steht im Hinblick auf seine Operationalisierung im Fokus (Yildirim & Derksen, 2015).
Wissenschaftler vertraten in der Vergangenheit die Ansicht, dass aus der Bedeutsamkeit der Entwicklung wirksamer klinischer Interventionen heraus die Annahme infrage zu stellen sei, Psychopathie als eine ätiologisch homogene Einheit anzusehen. Die Erfassung von Psychopathie mit verschiedensten Instrumenten führte unter anderem zu der Klassifizierung von heterogenen Persönlichkeitsgruppen mit unterschiedlichen ätiologischen Ansätzen (Brinkley, Newman, Widiger & Lynam, 2004). Aus diesem - und vergleichbaren Ansätzen heraus wird das Konstrukt von einigen Wissenschaftlern als mehrdimensional angesehen und konnte in der Vergangenheit in mehrere Subtypen unterteilt werden (z.B. Blackburn, Logan, Donnelly & Renwick, 2008).
In dieser Arbeit werden beide Auffassungen von Psychopathie dargestellt: Sowohl die Betrachtung von Psychopathie als Persönlichkeitsstörung sowie die Haltung von Psychopathie als Persönlichkeitskonstrukt. Obgleich wird in dieser Arbeit bei der Thematisierung von Individuen mit psychopathischen Ausprägungen die Form der subklinischen Psychopathie verstanden.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Forschungsfrage nach der "erfolgreichen Psychopathie" am Arbeitsplatz und erläutert die Bedeutung der Untersuchung, wie antisoziale Merkmale durch eine "Maske" der Freundlichkeit verdeckt werden können.
2 Theoretischer Teil: Dieses Kapitel liefert die wissenschaftlichen Grundlagen zu Psychopathie und politischen Fertigkeiten sowie deren Relevanz für den beruflichen Erfolg, auf deren Basis die Hypothesen abgeleitet werden.
3 Methodik: Hier wird das quantitative Forschungsdesign der Online-Befragung sowie die eingesetzten Messinstrumente (TriPM für Psychopathie, PSI für politische Fertigkeiten) und die Stichprobenbeschreibung erläutert.
4 Ergebnisse: Das Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Daten mittels hierarchisch moderierter Regressionsanalyse und moderierter Mediation zur Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
5 Diskussion: Die Ergebnisse werden interpretiert, kritisch reflektiert und in den Kontext bestehender Forschung gesetzt, gefolgt von praktischen Implikationen für Unternehmen und einem abschließenden Fazit.
Psychopathie, Arbeitsplatz, politische Fertigkeiten, Reputation, Karriereerfolg, Hierarchieebene, subklinische Psychopathie, Organisationspsychopathen, TriPM, Political Skill Inventory, Moderation, Mediation, erfolgreiche Psychopathie, Arbeitsverhalten, Personaldiagnostik.
Die Arbeit untersucht, wie Menschen mit psychopathischen Ausprägungen im beruflichen Umfeld trotz ihrer problematischen Charakterzüge erfolgreich sein können, indem sie politische Fertigkeiten einsetzen, um ein positives Image aufzubauen.
Die zentralen Themen sind das Konstrukt der Psychopathie, die Rolle politischer Fertigkeiten ("Politisches Geschick"), subjektiver und objektiver Karriereerfolg sowie die Entstehung von Reputation im Arbeitskontext.
Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob hohe politische Fertigkeiten als "Maske" dienen, die es ermöglicht, negative psychopathische Facetten im Berufsalltag zu überdecken und so eine höhere Reputation und hierarchische Aufstiege zu erreichen.
Es wurde ein quantitatives Forschungsdesign gewählt, bei dem Daten von 177 Dyaden (Zielperson und Kontaktperson) mittels Online-Fragebögen erhoben und statistisch durch hierarchisch moderierte Regressionsanalysen sowie moderierte Mediationsmodelle ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Theoriebildung über das Psychopathie-Konstrukt und politische Fertigkeiten, gefolgt von einer detaillierten methodischen Vorgehensweise bei der empirischen Untersuchung sowie der Analyse und Interpretation der erzielten Ergebnisse.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch die Begriffe Psychopathie, politische Fertigkeiten, Reputation, Karriereerfolg und Organisationspsychopathen beschreiben.
Nein, die Hypothese des moderierten Mediationseffektes musste abgelehnt werden, da sich der Index in der statistischen Überprüfung nicht signifikant von null unterschied.
Die "Maske" steht metaphorisch für die Fähigkeit, durch gezielten Einsatz von Charme, Lüge und gespielten Emotionen ein positives Bild bei Mitmenschen zu erzeugen, um so antisoziales Verhalten im Arbeitskontext zu kaschieren.
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