Masterarbeit, 2021
186 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Kryptowährung: Mehr als ein digitales Zahlungsmittel
2.1 Blockchain-Technologie
2.2 Digitale Wertschöpfung durch Kryptografie
2.3 Digitalwährungen basierend auf Blockchain
2.3.1 Bitcoin
2.3.2 Ethereum
2.3.3 Litecoin
2.3.4 Ripple
2.4 Bedeutung von Kryptowährung und Blockchain für den Kapitalmarkt
2.5 Einflussfaktoren auf die Preisentwicklung von Kryptowährungen
3 Twitter und soziale Netzwerke: Potenzielle Markteinflussfaktoren
3.1 Kurze Historie und Fakten zu Twitter
3.2 Wie funktioniert Twitter?
3.3 Bedeutung von Twitter für den Kapitalmarkt
3.4 Twitter-Sentiment
4 Einordnung in die Forschungsliteratur
5 Ökonometrie
5.1 Lineare und Multiple Regression
5.2 Datenaufbereitung und Modellannahmen
5.3 Hypothesen und Regressionsmodelle
6 Empirie
6.1 Bitcoin als Leitwährung und Abhängigkeit der Altcoins
6.2 Analyse von Einflussfaktoren auf Kurse von Kryptowährungen
6.2.1 Erläuterungen zum verwendeten Datensatz
6.2.2 Modelluntersuchungen auf 24-Stunden-Basis
6.2.2.1 Datenaufbereitung und Annahmeüberprüfungen (BTC)
6.2.2.2 Anwendung des Modells auf Altcoins (ETH, LTC, XRP)
6.2.2.3 Vergleich und Interpretation der Ergebnisse
6.2.2.4 Zeitliche Verschiebung der Twitter-Daten
6.2.3 Modelluntersuchungen auf 1-Stunden-Basis
6.2.3.1 Datenaufbereitung und Annahmeüberprüfungen (BTC)
6.2.3.2 Anwendung des Modells auf Altcoins (ETH, LTC, XRP)
6.2.3.3 Vergleich und Interpretation der Ergebnisse
6.2.3.4 Zeitliche Verschiebung der Twitter-Daten
7 Fazit
Diese Masterarbeit untersucht den Erklärungsgehalt von Twitter-Daten, insbesondere von Sentiment-Analysen und Tweet-Volumen, für die Kursbewegungen bedeutender Kryptowährungen. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob die Stimmung auf der sozialen Plattform Twitter einen messbaren Einfluss auf die Preisentwicklung von Bitcoin und ausgewählten Altcoins ausübt und ob daraus ein Informationsvorsprung für Marktteilnehmer resultiert.
2.1 Blockchain-Technologie
Blockchain ist im Grundansatz weder dem Finanzmarkt noch einer Währung zuzuordnen, sondern bezeichnet eine kontinuierliche Aneinanderreihung von Datensätzen, sogenannten Blöcken, die mithilfe von kryptografischen Verfahren miteinander verkettet sind. In den Blöcken werden Transaktionen im Netzwerk gespeichert, welche jegliche Art von Informationen beinhalten können. Außerdem hat jeder Block eine Verlinkung zu seinem Vorgänger, wodurch es theoretisch möglich ist, die Kette bis zum ersten generierten Block – dem sogenannten Genesis-Block – zurückzuverfolgen.
Das Konzept der kryptografisch abgesicherten Verkettung einzelner Blöcke tauchte zum ersten Mal in den Arbeiten von Haber/Stornetta (1991), Anderson (1996) sowie Schneier/Kelsey (1998) auf. Die Blockchain als verteiltes Datenbankmanagementsystem (Distributed-Ledger-Technologie), wie sie heute bei Bitcoin zum Einsatz kommt, fußt auf dem erwähnten Whitepaper von Satoshi Nakamoto (2008). Mit der Implementierung des Bitcoin Systems und dem Schürfen der ersten 50 BTC am 3. Januar 2009 startete die erste reale Blockchain-Anwendung überhaupt. Eine Blockchain kann mit einer Datenbank verglichen werden, allerdings besteht der große Unterschied, dass sie an keiner zentralen Stelle, sondern dezentral auf verschiedenen Rechnern als Kopien verteilt liegt.
Dies gleicht einem verteilten Hauptbuch (Distributed Ledger) und erfüllt den Zweck, dass das Netzwerk fälschungssicher bleibt. Neue Blöcke werden über ein Konsensverfahren geschaffen. Das populärste Konsensverfahren ist die Proof-of-Work-Methode, die auch bei BTC zum Einsatz kommt. Validatoren (in der Fachsprache Miner genannt) erstellen mit hohem Rechenaufwand neue Blöcke und arbeiten hierdurch Transaktionen ab. Sobald ein Miner den nächsten Block und damit die längste Kette errechnet hat, wird dieser mit der existierenden Kette abgeglichen und auf allen anderen Knotenpunkten aktualisiert. Dieses Verfahren macht das Netzwerk im Gegensatz zu zentralen Datenbanken zwar sehr komplex und langsam, erhöht dadurch aber die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks signifikant.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Untersuchung von Twitter-Daten für die Preisentwicklung von Kryptowährungen ein und kontextualisiert die Arbeit im Rahmen der Behavioral Finance.
2 Kryptowährung: Mehr als ein digitales Zahlungsmittel: Dieses Kapitel erläutert die technologischen Grundlagen der Blockchain sowie die Entstehungsgeschichte und Funktionsweise von Bitcoin, Ethereum, Litecoin und Ripple.
3 Twitter und soziale Netzwerke: Potenzielle Markteinflussfaktoren: Es wird die Funktionsweise von Twitter erklärt und die theoretische Verbindung zwischen sozialen Medien, Anlegerstimmung und Marktbewegungen dargestellt.
4 Einordnung in die Forschungsliteratur: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Forschung zur Korrelation zwischen Twitter-Sentiment und Finanzmärkten.
5 Ökonometrie: Hier werden die ökonometrischen Grundlagen der linearen und multiplen Regressionsanalyse sowie die methodischen Schritte zur Datenbereinigung und Modellüberprüfung beschrieben.
6 Empirie: Das Herzstück der Arbeit, in dem die aufgestellten Hypothesen mithilfe statistischer Modelle auf 24-Stunden- und 1-Stunden-Basis empirisch getestet werden.
7 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Forschungsergebnisse zusammen und diskutiert die Implikationen für Marktteilnehmer sowie die zukünftige Bedeutung der Blockchain-Technologie.
Kryptowährungen, Bitcoin, Twitter, Sentiment-Analyse, Blockchain, Regressionsanalyse, Behavioral Finance, Markteffizienz, Volatilität, Altcoins, Ökonometrie, Finanzmarkt, Soziale Medien, Handelsvolumen, Datenbereinigung
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Social-Media-Daten – spezifisch Tweets – auf die Preisbewegungen und die Volatilität von führenden Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether, Litecoin und Ripple.
Die zentralen Themen umfassen die technologischen Grundlagen der Blockchain, die Psychologie des Anlegerverhaltens (Behavioral Finance), die ökonometrische Modellierung und die datenbasierte Analyse von Twitter-Interaktionen.
Die Forschungsfrage lautet, ob Twitter-Daten als Indikator für Preisentwicklungen von Kryptowährungen dienen können und ob durch die Analyse von Sentiment und Tweet-Volumen Arbitragegewinne oder Informationsvorsprünge am Markt möglich sind.
Es kommt eine ökonometrische Regressionsanalyse zum Einsatz. Dazu gehören multiple lineare Regressionen, die Berücksichtigung von Zeitverzögerungen (Lags) und die Prüfung der Modellanforderungen (z. B. Multikollinearität, Heteroskedastizität).
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung der Kryptomärkte und Twitter-Mechanismen, eine ökonometrische Methodeneinführung sowie eine empirische Untersuchung, bei der Datensätze auf 24-Stunden- und 1-Stunden-Basis analysiert werden.
Schlüsselbegriffe sind neben Kryptowährungen und Bitcoin insbesondere Twitter-Sentiment, Blockchain, Regressionsanalyse, Behavioral Finance und Volatilitätsindikatoren.
Die Arbeit stellt fest, dass bei Bitcoin auf 1-Stunden-Basis eine deutliche Abhängigkeit zwischen Twitter-Daten und Kursen existiert, wobei auch nach bis zu elf Stunden noch signifikante Effekte nachweisbar sind.
Die Arbeit setzt sich kritisch mit der EMH auseinander. Während die EMH besagt, dass Märkte Informationen sofort verarbeiten, zeigen die Ergebnisse der Arbeit Anomalien auf, die auf ein irrationales, von Emotionen getriebenes Anlegerverhalten hindeuten.
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