Masterarbeit, 2018
110 Seiten, Note: 1,0
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
1. Sinn definieren
1.1 Wortherkunft
1.2 Eindimensionale Sinndefinitionen
1.3 Mehrdimensionale Sinndefinitionen
1.4 Weitere Sinndimensionen
1.5 Zwischenfazit
1.6 Fragen zur Reflektion
2. Sinn theoretisch verstehen
2.1 Existentialistische Perspektive
2.2 Rezension der existentialistischen Perspektive
2.3 Kognitive Perspektive
2.4 Rezension der kognitiven Perspektive
2.5 Narrative Perspektive
2.6 Rezension der narrativen Perspektive
2.7 Zwischenfazit
2.8 Fragen zur Reflektion
3. Sinn suchen
3.1 Theoretische Perspektiven auf Sinnsuche
3.2 Definition und Messung
3.3 Forschung zu Zusammenhängen mit Sinnsuche
3.4 Kritik am Meaning in Life Questionnaire
3.5 Aktuelle theoretische Erklärungsansätze
3.6 Sinnsuche nach negativen Lebensereignissen
3.7 Zwischenfazit
3.8 Fragen zur Reflektion
4. Sinn finden
4.1 Theoretische Perspektiven auf gefundenen Sinn
4.2 Definition und Messung von Sinnquellen, Sinnerfüllung und Sinnkrisen
4.3 Forschung mit dem Fragebogen zu Lebensbedeutungen und Lebenssinn
4.4 Forschung zu Zusammenhängen mit gefundenem Sinn
4.5 Zwischenfazit
4.6 Fragen zur Reflektion
5. Fazit
5.1 Zusammenfassung des aktuellen Forschungsstands
5.2 Zukünftiger Forschungsbedarf
Die Arbeit untersucht den psychologischen Forschungsgegenstand des Lebenssinns und schafft einen integrativen Überblick über verschiedene Definitionen, theoretische Modelle sowie empirische Befunde zu Sinnsuche und gefundenem Sinn, um ein fundiertes Verständnis über die subjektive Sinnkonstitution des Menschen zu vermitteln.
Existenzielle Indifferenz
Personen, die ihr Leben als wenig sinnerfüllt wahrnehmen und gleichzeitig nicht in einer Sinnkrise stecken, werden von Tatjana Schnell als „existenziell indifferent“ (2016, S. 86) bezeichnet. Existenzielle Indifferenz stellt, neben Sinnerfüllung und Sinnkrisen, eine dritte Erscheinungsform von Lebenssinn dar. Dieses Phänomen konnte erstmals mithilfe des LeBe erfasst werden (Schnell & Becker, 2007).
Existenziell indifferente Personen zeichnen sich u.a. durch die geringen Ausprägungen ihrer Sinnquellen aus. Ihre Ausprägungen sind geringer als die von sinnerfüllten Personen und ähneln den Ausprägungen von Personen, die in einer Sinnkrise stecken (Schnell, 2010). Diese Befunde können dahingehend interpretiert werden, dass existenziell indifferente Personen wenig Leidenschaft und Engagement in ihrem Leben zeigen. Es scheint, als wären ihnen der Sinn in ihrem Leben und die Themen, die anderen Menschen einen Sinn geben gleichgültig (Schnell, 2010, 2016). Dies erinnert an die innere Leere, die Frankl im Zusammenhang mit dem existenziellen Vakuum beschrieb. Ihm zufolge ist diese innere Leere auf den Verfall von Werten, Traditionen und Institutionen sozialer Einbindung zurückzuführen (vgl. Frankl, 1985/2015, Kapitel 2). Ähnlich wie Frankl kritisierte Abraham Maslow in den 60iger Jahren den Verlust von Werten in unserer Gesellschaft. Dieser Werteverlust habe eine langweilige, leidenschaftslose und gleichgültige Einstellung gegenüber dem Leben zur Folge. Maslow fasst zusammen: „Die Menschen bewundern nichts; es gibt nichts, wofür sie Opfer bringen, dem sie sich unterwerfen, wofür sie sterben würden“ (1964, S. 42). Diese Leere und Gleichgültigkeit zeigt sich möglicherweise auch bei den existenziell Indifferenten.
1. Sinn definieren: Dieses Kapitel erläutert die Herkunft und verschiedene eindimensionale sowie mehrdimensionale psychologische Definitionen von Lebenssinn.
2. Sinn theoretisch verstehen: Hier werden die existentialistische, kognitive und narrative Perspektive vorgestellt, um ein umfassendes theoretisches Verständnis von Sinn zu etablieren.
3. Sinn suchen: Dieses Kapitel behandelt theoretische Ansätze und empirische Forschung zur Suche nach Sinn, insbesondere im Kontext von Belastungen.
4. Sinn finden: Hier werden theoretische Perspektiven auf gefundenen Sinn sowie Methoden zur Messung von Sinnquellen, Sinnerfüllung und Sinnkrisen diskutiert.
5. Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse der Sinnforschung zusammen, kritisiert den aktuellen Forschungsstand und formuliert den zukünftigen Forschungsbedarf.
Lebenssinn, Sinnsuche, Sinnerfüllung, Sinnquellen, Existenzanalyse, Logotherapie, kognitives Sinnmodell, narrative Identität, Lebensgeschichte, Wohlbefinden, psychische Gesundheit, Sinnkrise, existenzielle Indifferenz, Fragebogen zu Lebensbedeutungen und Lebenssinn, Viktor Frankl.
Die Arbeit bietet eine psychologische Betrachtung des Lebenssinns, indem sie theoretische Konzepte und empirische Befunde zu Sinnsuche und gefundenem Sinn zusammenfasst.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Sinn, theoretischen Erklärungsmodellen aus der Psychologie, der Rolle von Sinnsuche sowie der Bedeutung von Sinnquellen für die psychische Gesundheit.
Ziel ist es, einen integrativen Überblick über verschiedene Sinndefinitionen und -theorien sowie die aktuelle Forschung zu Sinnsuche und gefundenem Sinn zu schaffen, der sowohl Fachleuten als auch interessierten Laien zugänglich ist.
Die Arbeit nutzt eine systematische Literaturanalyse und Zusammenführung bestehender psychologischer Theorien und empirischer Studien.
Der Hauptteil analysiert theoretische Perspektiven (existentialistisch, kognitiv, narrativ), die Mechanismen der Sinnsuche und die psychologischen Dimensionen des gefundenen Sinns.
Zentrale Begriffe sind Lebenssinn, Sinnsuche, Sinnerfüllung, Sinnquellen und existenzielle Indifferenz.
Sinnerfüllung ist eine meist unbewusste Bewertung des Lebens als sinnvoll, während eine Sinnkrise ein bewusst wahrgenommener Sinnmangel bei gleichzeitiger Sehnsucht nach Sinn ist.
Es handelt sich um ein Phänomen, bei dem Personen ihr Leben als wenig sinnerfüllt wahrnehmen, ohne jedoch unter einer akuten Sinnkrise zu leiden; sie zeigen oft geringe Ausprägungen in verschiedenen Sinnquellen.
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